Tagungshaus Hunsrück

1979 wurde im Hunsrück von engagierten Menschen der Verein Tagungshaus Hunsrück e.V. gegründet.

(siehe auch „Schafftag in Ohleiler“)

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Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2015 sind noch viele Gründungsmitglieder in der gemütlichen Essecke dabei. [Anita und Rainer fehlten entschuldigt]
Zum zehnjährigen Jubiläum 1989 berichtete das Hunsrück-Forum:

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…. aus dem Bedürfnis heraus, uns auch hier in der Provinz auszutauschen und unsere Vorstellungen zu verwirklichen ….. [ Jugendzentren und alternative Konzepte emanzipatorischer Jugendarbeit waren damals ein großes Thema]

 

Kapazität imd Preise
17 Betten, 6 Schlafräume, 3/2, 1/3, 2/4 (Raum/Betten)
2 Gruppenräume für 1*20 und 1*30 Personen
Preis: 6.50 € bis 8.00 € pro Person (Selbstverpflegung)
Strom, Gas, Müll nach Verbrauch
THH
Das Tagungshaus kann für Freizeiten und Seminare von Selbstverpflegern gemietet werden.
Ausstattung

Kaminzimmer, Partykeller, 2 Toiletten, 2 Duschen

Freizeit

Grillplatz, Wandern, Radfahren

Ausflugsziele

Orte und Burgen an Rhein und Mosel und im Hunsrück

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Besprechung des nächsten ehrenamtlichen Arbeitseinsatzes im Keller, dessen Akustik von Musikern begeistert gelobt wurde.

 

Erfahrungsberichte aus dem Internet:

Martin Stolze 27.09.2013:
Das Haus ist einfach. Es ist jedoch alles vorhanden. 2 Duschen können knapp sein, wenn das Haus vollständig belegt ist, zumal eine Dusche mehr eine „Hilfsdusche“ ist. Einige Zimmer sind Matrazenlager, aber OK. Wir haben vom Betrieb aus ein Firmen-Wochenende dort verbracht – und das hat sehr viel spaß gemacht. Wenn also die Ansprüche nicht bei Sternehotels anfangen, ist man hier gut untergebracht.
Carsten 03.10.2009:
Das Haus war für die angegebene Personenanzahlt wirklich klasse! Nur die Bäder sind etwas wenig und klein. Die Umgebung ist super. Und der Kontakt zw. dem Träger und uns war einfach super!
Ich bin rundum zufrieden!
Danke nochmals!!!!!!
KKC-Cobra Do Hunusrück e.V. 22.06.2009:
Nett eingerichtetes Haus, mit großen und freien Räumen.
Die Küche ist gut eingerichtet.
Wir würden es immer wieder empfehlen.
Oelschlägel 23.05.2008:
gut
oracle-speaker 13.03.2008:
Ich persönlich finde es sehr schön… eher nicht für Banker oder hochrangige Tagungen, für Feste, Events etc. aber einmalig. Wir haben dort gegrillt und getrommelt, offenes Feuer direkt vor dem Haus möglich… unten ein schöner Keller mit super Akustik … nur zu empfehlen…
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Historische Postkarte von Ohlweiler im Hunsrück

(siehe auch „Schafftag in Ohleiler“)

REFLECTA – Rethink Your World

Die Sczech-Stiftung hat dem gemeinnützigen Verein Reflecta e.V. eine finanzielle Förderung für die Arbeit an neuen Projekten zugesagt.

Reflecta Facebook
Reflecta auf Facebook

Sylvia Meilin Weber schreibt im Dezember 2014 in DIE WELT:
„Die Welt ein bisschen besser machen – oder zumindest gemeinsam darüber nachdenken, wie das gehen könnte: Das „Reflecta“-Dokumentarfilmfestival hat sich das Motto „Rethink your World“ auf die Fahnen geschrieben und will Fragen stellen wie: Was macht uns zu dem, was wir sind? Und was hat das mit dem Verhältnis zu unserer Umwelt und zu unseren Mitmenschen zu tun?“

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DIE WELT 2.12.2014

Im gleichen Monat Fatima Abbas in der FAZ:
„Bisher hat das Festival zweimal in Mainz stattgefunden. Dieses Jahr ist das Festival nach Frankfurt gekommen, zum umfangreichen Begleitprogramm gehörten Partys, Konzerte und ein „konsumkritischer Stadtrundgang“. Viele freiwillige Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Das Programm hat Mahr mit einem kleineren Team von „drei, vier Leuten“ zusammengestellt. Doch die 200 eingesandten Kurzfilme, aus denen die zehn besten für den Reflecta Artivist Award nominiert wurden, hat sie alle selbst angesehen.
…. Die Idee zu Reflecta hat die damalige Philosophiestudentin bereits im Jahr 2005 in Valencia entwickelt: „Ich war 25, als ich mit Reflecta anfing. Ich war noch ein Baby.“ Geplant war eigentlich ein zeitlich begrenzter Studienaufenthalt. Doch bald zogen sie die spanischen Künstlerkreise in ihren Bann. 2008 in Valencia organisierte Mahr ihr erstes Filmfestival. Schon damals standen die Beziehung zwischen Umwelt und Mensch und Fragen nach der Identität im Vordergrund.“

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FAZ 12.12.2014

In seiner Förderzusage betonte Reinhard Sczech:
„Besonderen gefallen haben wir daran gefunden, wie in den Projekten soziale Gerechtigkeit, Ökologie und Wirtschaft sowie alternative Lebensmodelle kreativ zusammengebracht werden. Beeindruckend ist das ehrenamtliche Engagement, mit dem Reflecta e.V. thematische Film-Veranstaltungen organisiert, bei denen neben Filmvorführungen, Konferenzen, Ausstellungen, Konzerte auch die Verbreitung von Informationsmaterial reflectalogogrn-page-001_transpaerent_mediumzugeschntittenihren Platz finden.“

Reflecta auf Facebook

Nummer gegen Kummer

Das hilfreiche Callcenter

Bei der Nummer gegen Kummer hören sich Erwachsene und Studenten an, was Kinder im Alltag alles beschäftigt: die erste Liebe,
Hausaufgaben oder Streit mit Mama und Papa. Wir haben das Mainzer Kinderschutzzentrum besucht.

Von Micha Wiebe
Hallo, hier ist das Kinder- und Jugendtelefon.“
So beginnen in ganz Deutschland täglich
viele Gespräche wenn man die berühmte „Nummer
gegen Kummer“ wählt. Hat man diese Telefonnummer
im Raum Mainz gewählt, spricht
man höchstwahrscheinlich mit einem der 20 ehrenamtlichen
Mitarbeiter des Kinderschutz-Zentrum
Mainz. Die Erwachsenen spenden ihre Zeit,
ihre Lebenserfahrung und Geduld um den kleinen
und großen Problemen Gehör zu schenken.
Manchmal arbeiten beide Elternteile und auch
Alleinerziehende haben viele Aufgaben zu schultern
– die Gründe dafür, dass man als Kind niemanden
zum zuhören hat sind vielfältig. Genauso
kann die Anonymität und Vertraulichkeit am
Telefon ein wichtiger Grund sein, weshalb die
Kinder und Jugendlichen anrufen.
Anonymität und Vertraulichkeit
„Wir bieten hier telefonische Ersthilfe an. Das
heißt, wir sind kein kontinuierliches Hilfsangebot
und leiten bei Bedarf an die entsprechenden Stellen
weiter“, erklärt Damaris Groebe, die Koordinatorin
für das Telefon in Mainz. Wichtiger als
immer die perfekte Lösung zu haben, ist es, den
Anrufern durch Zuhören und Mitgefühl entgegen
zu kommen. Das bedeutet aber nicht, dass man
glaubt, aus der eigenen Kindheit die Gefühle des
Anrufers genau zu kennen. „Diese beiden Welten
auseinander zu halten ist manchmal ein ganz
schön schmaler Grat“, sagt uns eine der Ehrenamtlichen.
Deshalb gehört eine, durch das KinderschutzZentrum
Mainz geleistete, intensive Ausbildung
dazu, bevor es ans Telefon geht. Auch auf der anderen
Rheinseite bietet der Kinder- und Jugendtelefon
Wiesbaden e.V. einen Kurs an. Im dortigen
Verein gibt es sogar ein erweitertes Angebot – zum Beispiel Jugendliche beraten Jugendliche.
Ein Angebot, das jeden Samstag von 14-20 Uhr
Anrufe entgegen nimmt. Rund um die Uhr ist in
Wiesbaden die Em@il-Beratung erreichbar, die
durch einen passwortgeschützten Zugang Sicherheit
und Schutz gewährt.

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Telefonischer Ersthelfer werden
Wer den Hörer in die Hand nehmen möchte,
macht eine Ausbildung, in der als erstes wichtige
Fragen geklärt werden, wie: Welche Motivation
treibt den Ehrenamtlichen an hier zu helfen?
Welches Menschenbild haben die neuen Zuhö-
rer? Dazu kommen die wichtigen Gesprächs- und
Fragetechniken am Telefon und die Beratungssituation
mit den am häufigsten angesprochenen
Themen. Es geht um die erste Liebe, das eigene
Aussehen oder Sexualität und Gewalt. Die Mitarbeiterin
erzählt: „Oft hatte ich schon vergessen,
mit welcher anderen Sicht ich die Welt mal wahrgenommen
habe.“
Sehr oft findet aber gar kein Beratungsgespräch
im klassischen Sinn statt, denn die meisten
Anrufer sind Scherzanrufer. Bei der Hälfte
der Anrufe ist das so, weitere 20 Prozent legen
schnell wieder auf oder schweigen am Telefon.
„Häufig testen uns die Kinder einfach und
manchmal rufen sie wieder an und es ergibt sich
später ein echtes und ernstes Gespräch“, sagt
Groebe. Nach den Schulungen und ein paar
Hospitationen bei erfahrenen Mitarbeitern darf
dann das erste Mal selbstständig telefoniert
werden.
Nervenkitzel am Telefon
„Das erste Mal selbst telefonieren hat mich auf
die Probe gestellt. Jetzt wurde es auf einmal
ernst“, berichtet uns die Ehrenamtliche. Die Studentin
ist zufällig über Freunde darauf gekommen,
hier etwas Gutes zu tun. Das Team besteht hauptsächlich aus Studierenden und der Generation
50plus. Sie sind hier, weil sie bald einen Beruf
im sozialen Bereich ausüben wollen oder
schon jahrelange Erfahrungen weitergeben können.
Auch ihnen ist es wichtig anonym zu bleiben.
„Wir zeichnen keine Anrufe auf. Die Nummer
gegen Kummer ist dadurch für beide Seiten
ein geschützter Raum.“ Alle zwei Wochen gibt es
eine große Runde, in der von den Erfahrungen
berichtet werden kann. Bei dieser Supervision
kommt nochmal zur Sprache, was besonders belastend
war.
Gemeinsam schweigen
„Es kann auch gut sein, dass man einfach mal
gemeinsam schweigt“, sagt die Koordinatorin:
„Das schafft den Platz, in dem sich Fragen oder
Gedanken entwickeln können.“ Mittlerweile wird
der, seit 1980 bestehende Verein „Nummer gegen
Kummer“ von der Europäischen Union, der Bundesregierung
und einigen großen Unternehmen
getragen. „Klar – als Erwachsener ist es nicht immer
einfach Kinderproblemen zuzuhören. Andererseits
tut es gut, Zeit für andere zu investieren.
Im Alltag reden wir so viel von unseren eigenen
Problem“, erklärt die Ehrenamtliche. Und führt
aus: „Obwohl wir beim Telefonieren allein sind,
wachsen wir als Team an den Anrufen. Das gibt
die Kraft für ein anspruchsvolles Ehrenamt.“

WTF
Die „Nummer gegen Kummer“ ist immer kostenlos
und montags bis freitags von 14-20 Uhr zu
erreichen unter: 0800-1110333. Die nächste
Ausbildung für Zuhörer beginnt im Januar
2015. Informationen gibt es beim KinderschutzZentrum
Mainz, Damaris Groebe, Tel.: 06131-613737, Mail:
damaris.groebe@ksz-mainz.de

Quelle: STUZ Dezember 2014

PELZ

 

Der Fluch der bösen Tat

ein unnachahmliches Buch von Peter Scholl-Latour:

Der Fluch der bösen Tat: Das Scheitern des Westens im Orient

[aus einer Kundenrezension (user „sparferkel“) eines großen online Versandhauses 2014]

Bei Rezipienten vorwiegend westlicher Politikaufführungen sowie der dazugehörigen Medienberichterstattung, welche sich angesichts vielschichtig-komplizierter Themen aus Richtung Ost-Südost in schöner Regelmäßigkeit statt durch Meinungsvielfalt vielmehr durch Rudelbildung „auszeichnet“, sorgen die fundierten Widerworte im finalen Werk des letzten großen Welterklärers Scholl-Latour immer wieder für echte Aufatmer. „Endlich…“, so freut man sich innerlich an vielen Stellen, „…hält mal jemand argumentativ fundiert dagegen!“. In seiner unnachahmlichen Art macht der leider kürzlich verstorbene Scholl-Latour wieder einmal klar, dass lokale Konflikte wie die Krisen in der Ukraine oder im Gaza-Streifen und die unmöglich vorhersagbaren Entwicklungen in der arabischen Welt bei weitem nicht derart simpel zu durchschauen und von außen leicht beeinfluss- oder gar lenkbar sind, wie uns manche  einfachen Welterklärer gern glauben machen.

peterSchoolLlatour
Der Autor beleuchtet, wie die vermeintlich Mächtigen der Welt hinter der polierten Diplomatie-Fassade unbeirrt auf schmutzige Spielchen wie Geheiminterventionen und Desinformations-Kampagnen setzen. Wie sie Probleme, die sie mangels Hintergrundwissens nicht verstehen, mit folglich ungeeigneten politischen oder militärischen Mitteln zu lösen versuchen und so oft alles nur noch schlimmer machen. Die Einmischungen und das belehrende Auftreten der USA, Großbritanniens sowie auch der Bundesrepublik beispielsweise im Nahen Osten und anderen Krisenherden kritisiert Scholl-Latour teils scharf, aber immer begründet und mitunter stark personalisiert (mit einem besonders freundlichen Gruß an die Kanzlerin). Auch die im aktuellen Ukraine-Russland-Konflikt vorherrschende einseitige Berichterstattung der Medien, die sich kaum Zeit für tiefer gehende Analysen nehmen und den vermeintlich ohnehin überforderten Rezipienten lieber mundgerechte Häppchen in Schwarz-Weiß servieren, geht der Autor berechtigt hart an und versucht zu vermitteln, dass ein bisschen mehr Objektivität der ganzen Sache nicht unbedingt abträglich wäre.

Einige schlaue Menschen werden Scholl-Latour vermutlich Anti-Amerikanismus vorwerfen. Anderen (oder auch denselben) ist er ggf. eine Spur zu Putin-freundlich. Selbst, wenn diese Leute richtig lägen – was sie nicht tun: Mir persönlich ist eine bisweilen vielleicht etwas kontroverse zweite Meinung allemal lieber als gar keine. Am Ende aber kann man als Leser schon irgendwie ahnen, dass die posthumen Kassandrarufe Scholl-Latours letztlich wohl (wieder einmal) auf den Fluren der Politik verhallen werden – bis man hinterher irgendwann (wieder einmal) wird zugestehen müssen: Der Mann hatte eben doch recht.

 

Gesund Essen

Jeder kann frei entscheiden, wie er sich ernährt und hat damit großen Einfluss auf seine Gesundheit und die Umwelt. Nur was ist eigentlich gesunde Ernährung? Es werden immer wieder dieselben Ammenmärchen erzählt: Erstens die übliche Ernährung sei ideal für den Menschen oder gar zweitens, dass Ernährung mit Gesundheit nicht viel zu tun habe.
In diesem Film wird auf die Bedeutung der Ernährung für die Gesundheit eingegangen. Unbedingt sehen sagt Tante Olga!

Was uns wirklich nährt

Film von Angelika Wörthmüller

So konnte der kanadische Forscher Richard Beliveau mit seinen Forschungen an der Universität Montreal nachweisen, dass bestimmte Lebensmittel sogar vor Krebs schützen. Ob in der Naturheilkunde oder der Ayurveda-Medizin – immer mehr medizinische Konzepte setzen in ihren Therapieangeboten auch auf eine Ernährungsumstellung. Kann man sich also wirklich gesund essen? Der Film zeigt, welche Antworten Ernährungswissenschaftler auf diese Frage geben können.

Klar wird dabei das, was tagtäglich auf dem Speisezettel steht, hat einen weitaus größeren Einfluss auf die Gesundheit, als weithin bekannt ist. Nicht zuletzt berichten Patienten von überraschenden und erstaunlichen Heilungserfolgen, die eine Ernährungsumstellung brachte…

Erfahrung weitergeben: Journalistenschule der Republik

Mit der taz Akademie fördert die taz Panter Stiftung engagierte NachwuchsjournalistInnen. Zum Charakter einer Stiftung gehört es, dass StiftungsgründerInnen ihre Erfahrungen an die nächste Generation weitergeben wollen. 2008 wurde die taz Panter Stiftung gegründet. Es ging darum, die Erfahrungen und Übpanterbild_01erzeugungen von 30 Jahren unabhängigem taz-Journalismus an die nächste Generation weiterzugeben.
In den vergangenen fünf Jahren haben sie mit wenig Geld, aber Leidenschaft von aktiven wie ehemaligen KollegInnen eine innovative und erfolgreiche taz Akademie aufgebaut, die mit ihren Workshops junge Menschen für unabhängigen, kritischen Journalismus interessieren will. Gleichzeitig möchten sie ihre Erfahrungen aus über drei Jahrzehnten taz-Journalismus weitergeben – und so eigenen Nachwuchs gewinnen.
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Journalistenschule der Republik
Der Erfolg der taz Akademie hat für die taz gleichwohl auch – wenn man so will – eine Schattenseite, denn NachwuchstazlerInnen sind bei anderen Medienhäusern heiß begehrt und werden von diesen oft abgeworben. „Die taz ist die Journalistenschule der Republik“, hat der ehemalige „Tagesthemen“-Moderator Ulrich Wickert einmal gesagt.
Aber wie funktioniert diese taz Akademie – und haben junge Leute überhaupt Interesse? Eigentlich ist es ganz simpel: Man schreibt der Panter Stiftung kurz, warum man an einem taz Panter Workshop teilnehmen möchte und welcher journalistische Bereich (Politik, Kultur, Gesellschaft) einen besonders interessiert. Am Ende wählen die Redakteure  20 Leute zwischen 18 und 28 Jahren aus und laden sie für vier Tage in die taz ein. Unter Anleitung von taz-RedakteurInnen lernen sie handwerkliche Grundlagen und produzieren am Ende des Workshops vier taz-Zeitungsseiten.tazPanther1

Flüchtlinge in dem Hunsrückdorf Buch willkommen

Die Tagesschau berichtet am 6. November 2014 über die Unterbringeung von Flüchtlingen. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres beantragten in Deutschland mehr als 130.000 Menschen Asyl. Viele Kommunen sind überfordert und bringen Flüchtlinge in Zelten und Container unter. Vorbildlich wie die Dorfgemeinschaft im Hunsrück die geschundenen Menschen aufnimmt.

Friedensreferent in Jordanien

Wir haben die Reise von Clemens Ronnefeldt nach Jordanien unterstützt.  Hierzu haben wir nun diese Pressemeldung erhalten:

Friedensreferent des Internationalen Versöhnungsbundes fordert
Bundesregierung zu mehr Engagement in Jordanien auf

Freising/Amman. Der langjährige Friedensreferent des deutschen
Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes, Clemens Ronnefeldt, kehrte Anfang November nach einer zweiwöchigen Jordanienreise und Begegnungen mit Flüchtlingen, Vertreterinnen und Vertretern von Hilfsorganisationen, des Parlamentes, des muslimisch-christlichen Dialoges, von Schulen und Universitäten, Medien und der Menschenrechtsarbeit nach Deutschland zurück.

„Rund die Hälfte der rund sieben Millionen Menschen in Jordanien sind palästinensische Flüchtlinge und deren Nachkommen, dazu kamen seit dem Irak-Krieg 2003 mehr als eine halbe Million sowie seit 2011 aus Syrien mehr als eine Million Flüchtlinge. Viele Gesprächspartner betonten einerseits die relative Stabilität des Landes in einer regionalen Umgebung größter Gewalt – und verwiesen gleichzeitig darauf, dass Jordanien einem Pulverfass gleicht“, so Clemens Ronnefeldt.

Nur etwa ein Fünftel der syrischen Flüchtlinge lebe in zwei riesigen
Flüchtlingslagern, alle anderen seien in Mietwohnungen oder bei
Verwandten untergekommen, was die Mietpreise auch für Arme in
Jordanien selbst enorm habe ansteigen lassen, ebenso den Druck auf dem informellen Arbeitsmarkt. Vielfach könnten Flüchtlinge nach wenigen Monaten die Miete nicht mehr zahlen – und böten dann ihre oft noch minderjährigen Töchter älteren Vermietern zur Hochzeit an. Diese wiederum würden die Notlage der Flüchtlinge ausnutzen und sich nach wenigen Wochen oder Monaten wieder scheiden lassen. „Hier sind internationale Menschenrechtsorganisationen und Verantwortliche in Jordanien gefragt, diese Praktiken anzuprangern und umgehend abzustellen, ebenso den zu beobachtenden Anstieg der Einreise von Männern aus arabischen Ländern, die wegen der geringen Mitgift unter den jungen weiblichen syrischen Flüchtlingen seit 2011 in Jordanien verstärkt auf Brautschau gehen“, so der Friedensreferent des Versöhnungsbundes.

Schon vor der Aufnahme der Flüchtlinge sei Jordanien eines der wasserärmsten Länder der Erde gewesen, inzwischen habe sich die Situation noch einmal dramatisch verschärft. Clemens Ronnefeldt
fordert die Bundesregierung auf, sich vor allem in diesem Bereich stärker als bisher in Jordanien zu engagieren. Er hat mit hoch
motivierten Mitarbeitern der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaft und Rohstoffe (GBR) gesprochen, die in Jordanien an der Verbesserung der Wasserversorgung sowie der Frage der Abwasserklärung arbeiten. „Mein Eindruck ist, dass diese deutschen Entwicklungshelfer noch erheblich mehr bewirken könnten, wenn die häufig auf zwei Jahre begrenzten Projekte eine längere Laufzeit hätten“, so der Nahostexperte des Versöhnungsbundes.

Jordanien sei inzwischen eines der wenigen Länder der Region, in dem Gläubige christlichen Glaubens nicht wegen ihrer Religionszugehörigkeit  verfolgt würden. Sowohl Vertreter/innen des christlich-muslimischen Dialoges als auch der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in Amman betonten, wie wichtig es sei, die Verständigung durch Dialogforen zwischen Muslimen und Christen weiter auszubauen.

„In Irbid habe ich eine Blindenschule besucht, in Asalt eine
Gehörlosenschule, in Amman die Schneller-Schule, wo junge Menschen aus sozial schwachen Familien, ebenso Waisen oder Halbwaisen, eine Ausbildung in der Schreinerei, Schlosserei oder Autowerkstatt erhalten – und damit Zukunftsperspektive. Diese Hoffnungs- und Friedenszeichen, in denen ich auch junge deutsche Freiwillige traf, brauchen Unterstützung von Kirchen und aus der Zivilgesellschaft auch aus Deutschland, um vor allem jungen Männern eine Alternative zum Söldnerdienst des ‚Islamischen Staates‘ zu bieten“, so Clemens Ronnefeldt.

Jordanien habe Chancen, nicht in den Gewaltstrudel der Region
hineingezogen zu werden, weil vor allem westliche Staaten Jordanien wegen dessen langer gemeinsamer Grenze mit Israel als
Sicherheits-Pufferzone betrachteten. „Mit jedem Tage allerdings, der ungenutzt verstreicht, ohne die enormen sozialen Lasten des Landes zu lindern, wird die Gefahr wachsen, dass auch in Jordanien Extremisten, die es bereits im Land gibt, sich breit machen“, warnt der Versöhnungsbundreferent.

Für das Programm der Reise zeichnete der evangelische Pfarrer
Siegfried Pick vom Pfarramt für Ausländerarbeit in Bad Kreuznach
gemeinsam mit Said Arnaout vom Haus des Friedens (Dar Assalam) in Wardaniyeh/Libanon verantwortlich.

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Clemens Ronnefeldt, Diplom-Theologe mit Zusatzausbildung in Friedensarbeit, bereist seit 1990 Irak, Iran, Syrien, Libanon, Israel, Palästina und Ägypten und berichtet über seine Kontakte in diesen Ländern in Deutschland an Universitäten und Schulen, in Kirchengemeinden und Friedensinitiativen.

Dem 1914 gegründeten Internationalen Versöhnungsbund gehören rund  100 000 Mitglieder in mehr als 40 Staaten der Erde an. Der Verband, aus dem mehrere Friedensnobelpreisträger/innen (u.a. Dr. Martin Luther King jr.) hervorgingen, hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen in New York.

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Rana Husseini, Redakteurin der Jordan Times (www.jordantimes.com) und Menschenrechtsaktivistin, mit Clemens Ronnefeldt bei der Vorstellung ihres Buches „Mörder im Namen der Ehre. Wenn ein Leben weniger wert ist als Ehre“, Amman, 26.10.2014

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Clemens Ronnefeldt
Referent für Friedensfragen beim deutschen
Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
A.-v.-Humboldt-Weg 8a
85354 Freising

C.Ronnefeldt@t-online.de
www.versoehnungsbund.de

Spendenkonto für die Arbeit des
Versöhnungsbund-Friedensreferates:

Kontoinhaber: Versöhnungsbund e.V.
Konto 400 90 672
Sparkasse Minden-Lübbecke
BLZ 490 501 01
Stichwort: Friedensreferat/C. Ronnefeldt

Refugees Solidarity Mainz

Refugees Solidarity Mainz ist eine Kampagne, die die Flüchtlingssolidarität in Mainz sichtbarer machen soll. Geflohene Menschen, Interessierte und Aktivisten werden zusammengebracht und das Thema „Flucht und Migration“ in die Öffentlichkeit getragen.

Auf dieser Website wird in naher Zukunft ein Register aller schon existierenden Initiativen zu finden sein. Es werden Veranstaltungen organisiert, Videos erstellt und insgesamt eine Plattform erschaffen, auf der zum Thema gearbeitet wird. Online wie offline.

Zur Finanzierung der Kampagne existiert bereits ein Crowdfunding:
https://www.betterplace.org/de/projects/20644-refugees-solidarity-mainz
Dort finden sich weitere Informationen.

 

KONTAKT: David Häußer, form[at]fifaform.de

FACEBOOK: www.facebook.com/refugees.solidarity.mainz

Tunesische Theatergruppe im Hunsrück

2013 hat eine Gruppe jungendlicher Deutscher (18-25 J.) in Tunesien mit Gleichaltrigen ein gemeinsames Theaterstück entwickelt uraufgeführt. Im September kamen die Tunesier mit 9 Leuten zum Gegenbesuch Deutschland und wohnten auf der Burg Waldeck im Hunsrück.

Erster Programmpunkt nach der Ankunft am Frankfurter Flughafen sollte ein Mittagessen im Mainzer Landtag sein, organisiert von der Sczech-Stiftung, Gastegeber Landtagspräsident Joachim Mertes.

Es kam alles anders:

Große Hindernisse hatte die tunesische Theatergruppe zu überwinden, deren Fliegerplätze trotz Buchung in Tunis anderweitig vergeben waren. Mittlerweile saß Hotte mit den deutschen Teilnehmer_innen auf Einladung des Landtagspräsidenten in Mainz vor gedecktem Tisch und sie mussten im Endeffekt das Doppelte essen.

Über Dscherba, Berlin, Frankfurt/M kam die Delegation zwei Tage später beim „Freaquenz“-Festival auf Burg Waldeck an.

Hotte: „Die Leute sind sehr nett. Wie Ihr Euch denken könnt. Wahiba kann ins Arabische übersetzen. Und alle sprechen auch französisch und manche auch Englisch.“
Die Tunesier bereiten sich auf folgendes Lied vor, dessen Refrain am Schluss einer kleinen Performance stehen soll:


We are the world, we are the children
We are the ones who make a brighter day
so let’s start giving
There’s a choice we’re making
We’re saving our own lives
It’s true we’ll make a better day
Just you and me