Prof. Harald Lesch entlarvt AfD-Programm

Das Thema, mit dem die AfD bekannt geworden ist, ist die Zuwanderung. Aber wie sieht es eigentlich mit ihren Aussagen zum Klima- und Umweltschutz aus? Harald Lesch macht den Faktencheck.

Leider sind AfD Anhänger mit Fakten nicht zu erreichen. Siehe Vertrauen wichtiger als Information.

Rettet uns vor dem Fuchs

Es gibt sie noch, die verschrobenen Atom- und Kohlepolitiker. Ein besonderes Fossil ist der stellvertretende Chef der CDU Bundestagsfraktion, Michael MichaelFuchsFuchs. Er wettert gegen die Rüstungspolitik von Wirtschaftsminister Gabriel (weil der angeblich die deutsche Rüstungsindustrie zertrümmere) – und geißelt fehlenden Mut bei Kanzlerin Angela Merkel. Siehe ManagerMagazin

Aus welchem dunklen Unterholz die Spuren des Herrn Fuchs kommen, zeigt sein Leserbrief in der Rhein-Zeitung vom 9.6.2010 zu den deutschen Atomkraftwerken: „Somit erfüllt derzeit nur die Kernkraft die Kriterien Versorgungssicherheit, CO2-Neutralität, Preisgünstigkeit, Unabhängigkeit.“ Dann kam die Katastrophe von Fukushima. Nun will Herr Fuchs wenigstens möglichst lange die Kohleschlote in Deutschland rauchen lassen.
Genau diesen Fuchs hat Julia Klöckners in ihr Kompetenzteam für Rheinland-Pfalz berufen. Meine Fragen dazu und die aus meiner Sicht nichtssagende Antwort von Julia Klöckner sind in abgeordnetenwatch.de nachzulesen.

abgeordnetenWatch
Wer Fuchs verhindern will muss Klöckner verhindern

Die Landschaften unseres Landes sind etwas, auf das wir alle stolz sein und das wir gemeinsam schützen sollten. Die einzige verantwortungsvolle Vorgehensweise ist es, die Risiken des Klimawandels einzudämmen. Das geht nicht mit der Politik von Herrn Fuchs -bestimmt nicht Frau Klöckner!

BessereWeltSchaffenCartoon

Klimaschutz und Gerechtigkeit

Du hast einen schrulligen Onkel der immer noch sagt „Hör‘ mir auf mit Klimawandel, die Wissenschaftler sagen jedes Jahr was anderes? Einen Kollegen, der kundtut „alles halb so schlimm, was geht mich der Klimawandel an“? Einen Chef der ruft: „Wachstum ist am wichtigsten für uns, später werden wir schon was gegen den Klimawandel erfinden“?

Der RBB Film Klimaschutz und Gerechtigkeit ist bestens geeignet für Aufklärung zu sorgen.

Klimaschutz und Gerechtigkeit

16.11.2015 | 28:53 Min. | UT | Verfügbar bis 16.11.2016 | Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg

KlimaschutzUndGerechtigkeit3Trotz der blutigen Anschläge will Frankreich Ende des Monats Gastgeber des Klimagipfels in Paris bleiben. Die hohen Kohlenstoffwerte in der Atmosphäre und die Erderwärmung zwingen zum Handeln. Der heißeste Sommer seit Beginn der Messungen brachte Deutschland Tornados, brennende Getreidefelder und einen riesigen Flüchtlingsstrom. Gibt es da Zusammenhänge?

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Öl-Lobby sponserte Kriegsverbrecher

Klasse Beiträge gibt es von der RBB OZON Redaktion.

Populäre Wissenschaft
Auf allen weiteren Montags-Sendeplätzen setzt die Redaktion Wissenschaft/Bildung populäre Wissenschafts-, Tier- und Naturfilme ein, die selbst produziert oder von anderen ARD-Anstalten übernommen werden.

WissensZeit im rbb
Das Bildungsangebot des rbb Fernsehens, montags bis freitags, 6:20 Uhr bis 6:50 Uhr.

nano
Die Redaktion arbeitet am 3sat-Wissenschaftsmagazin „nano“ mit, das gemeinsam von ARD, ZDF, ORF und dem Schweizer Fernsehen produziert wird. Das rbb Fernsehen sendet „nano“ montags bis freitags um 6:50 Uhr.

 

Birgit Berg: „Wer sich das Denken abnehmen läßt, darf sich nicht wundern, wenn man ihm bald auch den Kopf abnimmt.“

Reflecta 2015/Frankfurt

Ja, der Anspruch wurde erfüllt. Es waren Überraschungen dabei, Perspektivenwechsel, Ideen und Anregungen habe ich mehr bekommen als ich mit nach Mainz zurücktragen konnte.

In Zeiten von Flüchtlingsströmen, häufig begleitet von der Angst vor Identitäts- und Kulturverlust, befasste sich das Reflecta Festival Team sehr gelungen mit „Identitäten“. Die ganz praktischen Fragen: Wie gehen wir mit uns selber um? Wie gehen wir mit unserer Umwelt um? Wie behandeln wir unsere Mitmenschen?

So plauderte ich unverhofft einige Zeit mit Shai Hoffmann, dem Hauptdarsteller des Eröffnungsfilmes „3min of Fame, Love and Peace„. Er, der Jude, spielte beeindruckend einen Muslim mit fürchterlichen Existenzkrisen – und Teile seiner eigenen Lebensgeschichte in der muslimisch-jüdischen Komödie aus Kreuzberg. Finanziert über Crowdfunding.  Ein filmisches Experiment von Architekt Van Bo Le-Mentzel („habe keinen blassen Schimmer von Film“). Das Resultat (der Film) ist genau so wichtig wie der Entstehungsprozess (Moslems und Juden machen einen Liebesfilm über den Koran).

Shai Hoffmann muss auch im wirklichen Leben von einem Tag zum nächsten planen, er verdankt sein Leben auch in der Wirklichkeit einer Nierenspende von „Babba“. Er steckt so voller Ideen und Hoffnungen. Eine frische Brise aus Kreuzberg die mir da in mein „am jeden Monatsersten gibt es Geld vom Arbeitgeber“ Leben fegt.

Einige Sätze von Bo Le-Mentzel in Facebook: Der Film lief. und die Leute lachten, sie weinten, sie fühlten den Film und lebten die Geschichten, die wir erzählten. Das Publikum hat unseren Film angenommen. Eine Algerierin musste sogar drei Mal den Saal verlassen, weil dieser Film sie zu stark an ihre eigene Vergangenheit erinnert hatte. er traf sie zu tief. eine Frau mit kurzen blondgrauen Haaren kam nach der Premiere zu mir und sagte, dass der Film Sie sehr berührt hätte. Der Autor und Theologe Prof. Milad Karimi gestand mir, dass er mehrere Male Tränen in den Augen hatte. Nadia Doukali sagte zu mir: Mit der „Lies-Szene“ hast du alle Moslems „kaputt gemacht“. sie meinte damit, dass wir damit sie alle emotional tief berührt hätten. für alle Nichtmoslems: Die „Lies-Szene“ ist eine Anspielung auf die erste Offenbarungsgeschichte von Mohammed dem Propheten. jeder Muslim kennt sie in und auswendig. Ein Journalist, den ich sehr schätzte, gestand mir, dass ihm der Film ganz und gar nicht gefiel. Er fand die erste Hälfte „lapidar“ und das Ende war etwas „stringenter“ aber ihm viel zu religiös. Er war der Meinung, dass die Menschen besser dran wären, wenn wir die Religion nicht bräuchten. ich fragte ihn, ob es ein religiöser Film war. das Wort Islam fällt an keiner Stelle unseres Filmes. In der Tat spielen viele Szenen in religiösen Häusern, doch nur weil auf dem Geldschein des US-Dollars „in God WE Trust“ steht, macht das ja nicht den Dollarschein zu einem religiösen Artefakt.

Heute berichtet die Berliner Zeitung im Feuilleton über unseren Film 3min of Fame, Love & Peace. Der „Jude“ da in der Überschrift bin ich…aber vielmehr bin ich Mensch, der gerne neue Welten betritt. Der Film ist ab heute auf unserer Webseite zu sehen. Wir laden euch hiermit herzlich ein, ebenfalls eine neue Welt zu begehen: www.3min-film.de

Wir könnten, Wir sollten, Wir hätten doch…

Grandios der Kurzfilm  Wir könnten, Wir sollten, Wir hätten doch…von David M. Lorenz.  Sonntagabend im verschneiten Deutschland, kurz vor dem Tatort. Im Fernsehen laufen die gewohnten Nachrichten über Flüchtlingskatastrophen an der Küste Italiens, in der Küche wird Sushi auf einer Platte gestapelt. Ein Pärchen freut sich auf einen gemütlichen Abend zu zweit, doch plötzlich klingelt ein Fremder, dem es draußen zu kalt ist. Es entbrennt ein Streit darüber, was man nun tun könnte, sollte oder müsste…

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ShoutOutLoad war auch auf dem Reflecta Festival engagiert.

Klimawandel, Ressourcenverknappung, Armut & Hunger, Globalisierung, Urbanisierung, demographischer Wandel – wir sehen uns heutzutage mit einer Vielzahl an fundamentalen Herausforderungen konfrontiert. Diese prägen und beeinflussen unser Handeln in allen Lebensbereichen und auf allen Ebenen – lokal bis global, gegenwärtig und vor allem zukünftig.

Wir wollen durch kleine Projekte lokal Nachhaltigkeit fördern und erhoffen uns durch die damit einhergehende Informations- bzw. Aufklärungsarbeit langfristige Effekte in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

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Mehr Infos, siehe auch Reflecta in Facebook

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Syrisches Elend: Ursachen

Klimawandel, Dürre, Bush, IS, Assad, Bürgerkrieg

Den Irakkrieg von Georg W. Bush, IS und Assad, diese Ursachen des Elends sind mittlerweile weitläufig bekannt. Wie die Erderwärmung politische Konflikte befeuert, erklärt Klimaforscher Stefan Rahmstorf im Interview mit der Frankfurter Rundschau.

Syrien wurde in den Jahren 2007 bis 2010 von der schlimmsten Dürre in der mehr als 100-jährigen Geschichte der dortigen Wetteraufzeichnungen heimgesucht. Die Folgen: Ernteausfälle, verendetes Vieh, Armut. Wohlhabende Staaten kämen mit einer Dürre zurecht, so der Experte.

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Veränderungen der Niederschläge im Mittelmeerraum. „Climate scientists have been warning for over a decade that global warming is going to produce environmental stresses and severe weather patterns that will have devastating impacts on countries that are none too stable to begin with.“

Professor Rahmstorf, der Bürgerkrieg in Syrien eskaliert und erzeugt immer mehr Flüchtlinge. Der Konflikt begann jedoch schon vor vier Jahren, nach einer schweren Dürreperiode im Land. Haben Dürre und Gewalt etwas miteinander zu tun?
Der Ausbruch von Unruhen und Gewalt hat natürlich immer eine ganze Reihe von Ursachen, darunter vor allem politische und gesellschaftliche Voraussetzungen. Eine wohlhabende, stabile Demokratie wie die USA kommt auch mit einer Dürre zurecht. Leider gibt es auf der Erde aber auch viele verletzliche und schwache Staaten, wo Naturkatastrophen oder Ernteausfälle durchaus ein Auslöser für Instabilität sein können – insbesondere wenn die Regierung bei der Bewältigung der Situation versagt oder überfordert ist. Ein 2013 in der Fachzeitschrift Science publizierter Überblick über 60 einzelne Studien zeigte, dass Abweichungen von normalen Niederschlägen und erhöhte Temperaturen systematisch die Gefahr von Konflikten erhöhen.

Gibt es konkrete Hinweise zu Syrien?
Eine weitere Studie hat belegt, dass zahlreiche gewaltsame Proteste in Nordafrika und dem mittleren Osten in den Jahren 2008 und 2011 gerade mit den beiden großen Spitzen der Nahrungsmittelpreise auf dem Weltmarkt zusammenfallen. Auch die Weltbank findet in einem Report aus dem letzten Jahr einen Zusammenhang des „arabischen Frühlings“ mit den durch Missernten bedingt hohen Nahrungsmittelpreisen plausibel, wenn auch kaum beweisbar. Was die Lage in Syrien angeht: Fakt ist, dass das Land in den Jahren 2007 bis 2010 von der schlimmsten Dürre in der mehr als 100-jährigen Geschichte der dortigen Wetteraufzeichnungen heimgesucht wurde. Ernten blieben aus, sehr viel Vieh verendete.

Was genau geschah in Syrien als Folge davon?
Rund anderthalb Millionen Menschen flohen aus Not aus den ländlichen Gebieten Syriens und suchten Zuflucht in der Peripherie großer Städte wie Homs und Aleppo. Dort gab es Arbeitslosigkeit, Überfüllung, unzureichende Infrastruktur und Kriminalität, und daher eine massive Unzufriedenheit. Dort lag dann auch die Keimzelle der syrischen Revolte – die aber, das muss noch mal betont werden, natürlich eine ganze Reihe von Gründen hatte.

Welche Schuld trägt das Assad-Regime an der Eskalation?
Die Eskalation war im Wesentlichen sicher eine politische. Aber schon im Vorfeld der Dürre gab es Fehler. Eine dieses Jahr in den renommierten Proceedings of the National Academy of Sciences der USA erschienene Studie sieht einen wichtigen Grund für den massiven Einbruch der Landwirtschaft in einer verfehlten, nicht nachhaltigen Agrarpolitik: wie Satellitendaten zeigen wurden die Grundwasservorräte übernutzt, was Syrien dann sehr anfällig in der Dürre machte. Der Fluss Chabur, ein Zufluss des Euphrat, trocknete aus. Später versagte das Regime dann dabei, den von der Dürre betroffenen Menschen zu helfen.

Die globale Erwärmung führt nach Voraussagen des UN-Klimarats IPCC verstärkt zu Dürren und Missernten. Könnten dadurch weitere „Syriens“ entstehen?
Die schon genannte Studie zeigt, dass bereits die schwere syrische Dürre wahrscheinlich eine Folge der globalen Erwärmung war. Da die Dürren weiter zunehmen werden und es in absehbarer Zeit auch weiterhin fragile Staaten geben wird, dürfte durch die globale Erwärmung die Zahl der Flüchtlinge in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen. Der Klimawandel ist hier ein zusätzlicher Faktor, aber natürlich haben Flüchtlingsströme immer mehrere Auslöser.

Was für ein Talent, toll!

Xiuhtezcatl Martinez: Wie ein 15-jähriger „Anti-Bieber“ gegen den Klimawandel kämpft

Rolling Stone, August 2015

Es geht Xiuhtezcatl Martinez um nichts Geringeres, als die Welt zu retten. Kürzlich sprach der 15-jährige bei einer U.N.-Versammlung neben Leuten wie Ban Ki-moon vor Vertretern aus über 200 Ländern.

Seine Stimme klang aufrüttelnd, kämpferisch:  „Ich stehe hier vor euch als Repräsentant einer ganzen Generation! Die Jugend dieser Welt sucht nach Lösungen. Wir werden auf die Straße gehen und die Gerichte fluten“ rief er. „Wir müssen jetzt etwas unternehmen. Wir sind alle Eingeborene dieses Planeten“.

„Eco-Rapper“ und „Anti-Justin-Bieber“

Martinez, ein 15-Jähriger „Eco-Rapper“ mit aztekischen Wurzeln, ist das Gesicht einer neuen Generation von Klimaschützern. Mit der Organisation „Earth Guardians“ will er ein altes Gesetz ausnutzen, um die politischen Führer zur Verantwortung zu ziehen.

Wir trafen den Idealisten, der drei Sprachen spricht (spanisch, englisch und Nahuatl) und wegen seiner Jugend und seinem selbstlosen Engagement auch „Anti-Justin-Bieber“ genannt wird, zum Interview.

Du hast darüber gesprochen, dass sich das menschliche Bewusstsein wandeln muss, wenn wir etwas gegen den Klimawandel tun wollen. Was meintest du damit?

Wir müssen nicht komplett auf fossile Energiequellen verzichten oder in die Wälder ziehen. Darum geht es nicht. Es ist wichtig, das wir verstehen, dass wir auf zerstörerische Art mit unserer Umwelt interagieren. Wir betrachten die Erde als etwas, das wir ausschöpfen können und wir machen weiter, bis der letzte Wald abgeholzt und der letzte Fisch gefischt ist. Wir bringen das Problem nicht richtig mit der Ursache zusammen. Wir haben diese Katastrophe geschaffen. Diese Verbindung herzustellen ist für viele schwer, weil sie eine neue Weltsicht verlangt. Das ist eine größere Herausforderung, als Menschen davon zu überzeugen, auf andere Glühbirnen umzusteigen.

Du sprichst in diesem Zusammenhang immer wieder über deine aztekischen Wurzeln und die Traditionen, die dein Vater an dich weitergegeben hat. Kannst du uns mehr davon erzählen?

Meine Familie, Nachfahren der Azteken in Mexiko City, teilen viele Ideen und Glaubensmuster mit eingeborenen Völkern auf der ganzen Welt: ein Gefühl für das Wohl des Planeten und den Glauben, dass die Dinge um uns ein Geschenk sind. Das es nicht einen Gott gibt, aber alles um uns beseelt ist. Sobald ich laufen konnte, lernte ich die traditionellen Tänze und ich lernte die Sprache Nahuatl. Man vermittelte mir eine wunderschöne, magische Verbindung zur Welt. Ich sah die Berge, Wälder und Flüsse von Colorado und betrachtete sie als mein Zuhause. Ich begriff, dass ich sie beschützen muss, egal, was es kostet. Und so begann ich, mich zu engagieren.

Deine Mutter, Tamara Roske, hat die Gruppe „Earth Guardians“ 1992 auf Hawaii gegründet. War es abzusehen, dass du ein Umwelt-Aktivist werden würdest?

Meine Mutter ist eine Kriegerin, sie hat Kraft und Leidenschaft. Ich beneide ihre Fähigkeit, alles beiseite zu lassen und für die Dinge zu kämpfen, die wirklich wichtig sind.  Die meisten anderen Kinder hatten nicht, was ich habe. Nicht die Eltern, die Gemeinschaft und die Unterstützung. Ich habe so viele wichtige Lektionen von meiner Mutter gelernt. Wir sind für unser Glück verantwortlich, und wahres Glück ist, alles zu akzeptieren was passiert, egal ob gut oder schlecht. Ich glaube nicht, dass das vielen Kindern beigebracht wird.

 

Es gibt eine Denkschule, die besagt, dass unsere Art von Kapitalismus die Ursache der globalen Erwärmung sei.

Wir haben diese Weltsicht vererbt bekommen: erobere die Erde, erkläre sie zu deinem Besitz, mache dich zu ihrem Herrscher. Ich glaube nicht, dass der Planet uns gerade als Teil von sich wahrnimmt. Wir, die wir Wälder abholzen und Berge sprengen, um an die Kohle im Inneren zu gelangen. Wir zerstören das einzige Zuhause, das wir haben.

Ihr benutzt die „public trust doctrine“ um vor Gericht gegen den Klimawandel zu kämpfen. Wie funktioniert das?

Die „public trust doctrine“ ist ein Rechtsgrundsatz, der vor langer Zeit verfasst wurde und in vielen US-Staaten gilt. Er besagt, dass wir unsere natürlichen Ressourcen, – Luft, Wasser, den Boden, – für zukünftige Generationen schützen müssen und es in der Verantwortung der Führer liegt, das zu garantieren. Dazu gehört auch der Klimaschutz, der alle betrifft. Wir haben Jugendorganisationen in allen 50 Staaten, die Klage gegen ihre Landesregierungen eingereicht haben. In New Mexico und Washington gab es erste Erfolge. Derzeit arbeiten wir an Möglichkeiten, unser Projekt global auszuweiten.

Zusammen mit deinem Bruder Itzcuauhtli machst du auch Musik. Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen wählte euren Song „Speak for the Trees“ als Hymne für die UN-Klimakonferenz in Paris 2015 aus.

Musik ist ein bestimmender Teil meiner Persönlichkeit. „Speak for the Trees“ stammt von unserem neuen Album, „Generation RYSE“. Wir haben viele Wochen im Studio verbracht.

Was für Musik hörst du privat?

Ich liebe Michael Franti, besonders seine älteren Alben mit Spearhead, die waren radikal und poetisch. Unglaublich inspirierend. Ansonsten mag ich Tupac, Ludacris, Jurassic 5, Common, aber auch EDM und Trap.

Integrierst du traditionelle aztekische Tänze in deine Live-Auftritte?

Nein, diese Tänze sind zu zeremoniell, sie eignen sich nicht zur Unterhaltung.

 

Dazu passt diese Meldung:

Unglaubliche Hitze im Iran, könnte ich da noch leben?

Im Süden Irans am Persischen Golf wurde Ende Juli 2015 ein Hitzerekord gebrochen. Der Hitze-Index, auch bekannt als die gefühlte Temperatur, betrug in der Stadt Bandar-e Mahschahr knapp 73 Grad Celsius, wie der Wetterdienst accuweather.com berichtete.
Dies soll die höchste jemals auf der Welt gemessene Temperatur gewesen sein.Der Hitzeindex setzt sich unter anderem aus der gemessenen Lufttemperatur von 68 Grad Celsius sowie der relativen Luftfeuchtigkeit zusammen.

Fast während des gesamten Monats Juli lag der Nahe Osten unter einem starkten Hochdruckgebiet. Die Wassertemperatur im Persischen Golf lag bei über 30 Grad.

In Bagdad erreichte die Temperatur mit 51 Grad einen Höchststand. Die jordanische Hauptstadt Amman wurde durch einen gewaltigen Sandsturm förmlich verschluckt. Dadurch konnten mehrere ankommende Flugzeuge nicht landen und mussten umgeleitet werden.

Top-Wissenschaftler erklären den Klimawandel

Welche Folgen hat der Klimawandel? Und was lässt sich dagegen tun? Erstmals gibt es hierzu eine frei zugängliche Online-Vorlesung mit renommierten Wissenschaftlern.

Massive Open Online Course heißt die Lern- und Lehrbewegung im Netz, kurz MOOC. Erstmals gibt es jetzt einen MOOC zum Thema „Klimawandel und seine Folgen“ auf Deutsch. Entwickelt und betreut wurde der Kurs in fünf Folgen vom Umweltschutzverband WWF Deutschland und dem Deutschen Klima-Konsortium (DKK).

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Habe gerade so einen Kurs beim „Global Change Institute (GCI)“ der „University of Queensland, Australia“ mitgemacht. War sehr lehrreich, anstrengend, aber auch hochmotivierend.

Los geht es pünktlich zur Vorbereitung auf den Weltklimagipfel Anfang Dezember in Paris am 9. November auf der MOOC-Plattform iversity online. Wer will, kann ein Zertifikat erwerben. Das Zertifikat für die pure Teilnahme ist kostenfrei, wenn 80 Prozent der Lerninhalte angeschaut wurden. Samt Abschlussprüfung kostet das Zertifikat 29 Euro. Vorteil für Studierende:  Unis wie die Humboldt in Berlin oder Leuphana in Lüneburg erkennen so erworbene Punkte fürs Studium an, sagt Tina Harms, die beim WWF Referentin für digitale Bildung ist. Zwei bis fünf Stunden sollte ein Interessent in der Woche kalkulieren. Die Vorträge und Materialien sind auf Deutsch.

International renommierte Klimawissenschaftler

Jede Woche werde neues Material freigeschaltet, fünfmal in Folge. Mit dem Kurs sei man „top informiert“ und könne „einschätzen, was in Paris auf dem Spiel steht“, sagt Bettina Münch-Epple, Leiterin des Fachbereichs Umweltbildung beim WWF Deutschland. Marie-Luise Beck, Geschäftsführerin des DKK, verspricht,  Hintergründe und Belege für den überwiegend vom menschgemachten Klimawandel würden in dem MOOC „von den besten Köpfen Deutschlands“ erklärt. Die User bekämen einen systematischen Überblick über das, was zu tun ist: „Klimaschutz, um den Klimawandel zu begrenzen, und Anpassung dort, wo die Klimaveränderung nicht mehr vermeidbar ist.“

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Auf der Liste der 19 Dozenten und ihrer Institute stehen international renommierte deutsche Klimawissenschaftler: Mojib Latif vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Jochem Marotzke vom Max-Planck-Institut für Meteorologie Hamburg, Michael Schulz vom Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, Hermann Lotze-Campen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung,  Anita Engels, Sprecherin eines Klimaforschungs-Exzellenzclusters an der Universität Hamburg. Auch die deutsche Koordinierungsstelle des Weltklimarates IPCC und der Deutsche Wetterdienst sind beteiligt. Moderiert wird das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte MOOC vom ZDF-Wissenschaftsjournalisten Dirk Steffens („Terra X“).

Kursteilnehmer sollen lernen das Klimasystem zu verstehen, Folgen von Störungen zu erkennen und unterschiedliche Optionen zur Bewältigung von deren Folgen zu begreifen. Auch soll es darum gehen, „interessengeleitete Informationen von wissenschaftlich belastbarem Wissen zu unterscheiden“.

Im ersten Kapitel geht es etwa um das Wetter, die Einflüsse auf das Klimasystem und Quellen von Treibhausgasemissionen. Im zweiten Kapitel werden Klimamodelle und Ergebnisse der Arbeit des Weltklimarates diskutiert. „Klimageschichte“ steht im Zentrum der dritten Einheit, die „Folgen des Klimawandels“ in der vierten Woche. Zum Schluss wird  „Klimawandel als gesellschaftliche Herausforderung“ thematisiert, passend zu der dann in Paris heißlaufenden Debatte um die Frage, ob die Staaten sich auf verbindliche Regeln und Maßnahmen einigen können, damit die Temperatur auf der Erde nicht um mehr als zwei Grad Celsius über das Niveau der vorindustrialisierten Zeit ansteigen wird.

Quelle: FAZ.NET

Mainz: Silent Climate Parade

LEISE, TANZEND, EMISSIONSFREI für unser Klima und unsere Zukunft!

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Die vierte Silent Climate Parade in Mainz am 30. Mai 2015.

Eine coole Kopfhörerparty mit musikalischer Begleitung des MainzerDJ Labels bouq. Um 12 Uhr startete der Zug am Mainzer Hauptbahnhof, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.

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Würden Sie sich bitte WIDER-SETZEN!

Der Klimaschutz ist keine Sache, die auf morgen verschoben werden kann. Besonders im Hinblick auf den internationalen Klimagipfel in Paris im Dezember 2015 muss sich jetzt etwas bewegen.

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Kohle nur noch zum grillen. Kann sich der Verdi Vorsitzende hinter die Löffel schreiben!

Klimaschutz kann nicht warten. Der Klimawandel ist schon heute spürbar und real. Augen verschließen und Ohren zuhalten bringt nichts.

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Die jungen Leute wollen das jetzt gehandelt wird.

Aus diesem Grund wurde im Anschluss an die Abschlusskundgebung am Gutenbergplatz, getreu dem Motto GLOBAL DENKEN – LOKAL HANDELN!, selbst die Hände schmutzig gemacht. Mit Hilfe des Kochbusses der Landeszentralefür Umweltaufklärung lag der Fokus auf klimafreundliche Ernährung. Des Weiteren wurde nach dem Vorbild der Berliner Prinzessinnengärten ein mobilen Garten anlegen, von dem sich am Ende alle ihren Teil mit nach Hause nehmen konnten.

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Gäste aus Mexiko waren von den gemeinsamen Aktionen in Mainz begeistert.

VERANSTALTER: Freiwilliges Ökologisches Jahr Rheinland-Pfalz (FÖJ), BUNDjugend Rheinland-Pfalz

SCHIRMHERRSCHAFT: Stadt Mainz

UNTERSTÜTZER: bouq, NAJU Rheinland-Pfalz, Stadtjugendparlament Wiesbaden, Evangelische Jugend in Hessen und Nassau, Plant-for-the-planet, Grüne Jugend Rheinland-Pfalz, AStA Mainz, FÖJ-Aktiv e.V., Bantam, KlimaKunstSchule