Reflecta Film-Festival in Mainz

Die Sczech-Stiftung unterstützt das Reflecta Film-Festival, das vom 11.-13.08.2017 an der wunderbaren Planke Nord in Mainz stattfinden wird. Freut euch auf drei Tage voller großer Fragen mit vielen Facetten, ohne einfache Antworten. Zwischen Schiffscontainern widmen sich das Festival der Zukunft, die wir leben und gestalten möchten – in Form von Filmen, Workshops, Entdeckungstouren, guter Musik und feinem Essen.

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REFLECTA 2017 @Planke Nord Mainz

Festival Programm

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Kiezkaufhaus: Ökologie aus Wiesbaden

Das Open Ohr Festival 2016 in Mainz steht unter dem Motto „Heimat“. Die Heimat hat bei der verfügbaren Wetter-Bandbreite dieses Mal voll in die Kiste „nasskalt“ gegriffen. Aber es gibt auch viele sonnige Momente und schöne Initiativen. Ein Stand aus Wiesbaden hat es mir besonders angetan.

Das Kiezkaufhaus

Das Kiezkaufhaus ist eine Investition in eine zukunftsfähige Gesellschaft. Es erspart der Umwelt unnötige CO2-Emissionen durch Transporte, entlastet den Verkehr in der Innenstadt und sorgt für korrekte Steuereinnahmen in der Region.

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Inga Ellingen auf kiezkaufhaus.de: „Ich bin immer schon ein absoluter Liebhaber der kleinen individuellen Geschäfte, die eine Stadt besonders machen. Dass das Kiezkaufhaus genau diesen Läden eine Online-Shopping-Plattform bietet, finde ich großartig. Ich wünsche mir, dass wir immer mehr Kunden, Händler und Städte fürs Kiezkaufhaus begeistern können – damit die guten und schönen Dinge, die sowieso schon in den Regalen der Städte stehen, den direkten Weg zum Kunden finden. Ohne Verpackungsmüll und Kleintransporter-Flotten, die die Ecken zuparken“
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Das Kiezkaufhaus Konzept.

Das Kiezkaufhaus ist eine Herzensangelegenheit der Frauen und Männer die es machen. „Die Idee kam auf, als wir uns über den allgemeinen Lieferwahnsinn geärgert haben. Wenn man in Wiesbaden ein Buch bei Amazon bestellt, kann es sein, dass dieses Buch aus Lagerhallen in Polen kommt, obwohl der Verlag in Frankfurt sitzt. Jeden Tag fahren deshalb zahllose Lieferwagen über Deutschlands Straßen. Allein 800.000 Pakete werden täglich retourniert – das entspricht einem Ausstoß von 400 Tonnen CO2.“

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Daniel Sieben auf kiezkaufhaus.de: „Lokale Wirtschaftskreisläufe sind für mich ein wichtiger Bestandteil einer lebenswerten Zukunft. Dabei macht das Kiezkaufhaus gute und vor allem leckere lokale und regionale Produkte sichtbar. Außerdem vermeidet es durch Lieferung per E-Bike Umweltschäden, die durch Lieferverkehr verursacht werden und vernetzt Kunden und Händler auf persönlicher Ebene. Liebe Deine Stadt!“

Es tut sich was und ein Austausch der ökologisch denkenden Menschen aus Mainz und Wiesbaden könnte sehr produktiv sein.

Mehr Infos:  Kiezkaufhaus.de

Mainz: Solidarische Lanwirtschaft SoLaWi Mainz

Mainz/Wiesbaden: Reflecta

Mainz: Open Ohr

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Open Ohr 2016 Sonntagsfrühstück

Solidarische Landwirtschaft in Mainz

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Registrierung und Ausgabe der personalisierten Mitglieds- und Kreditverträge

Sturm pfeift durch die Mainzer Frischluft­schneise. Ich stramcsm_logo-solawi_275606a9c1pele auf meinem Fahrrad vorbei an der 05er Coface Arena gegen den Wind um noch rechtzeitig zum Beginn der Jahres­haupt­versammlung der SoLaWi-Mainz im Waldorf­kinder­garten ‚Blumenwiese‘ in Mainz-Finthen anzukommen. Vergeblich, schweißgebadet komme ich eine Viertelstunde zu spät. Aber die Versammlung hat noch gar nicht begonnen. Der Ansturm neuer Gesell­schafterInnen ist so groß, dass draußen noch eine lange Schlange auf die Registrierung und Sitzungs­dokumente wartet.

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Gespannte Erwartung im Waldorf­kinder­garten ‚Blumenwiese‘
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Gärtner Thilo erklärt den Anbauplan, siehe SoLaWi-Mainz Webseite
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Hier in Gonsenheim kann am 5. Mai das erste Mal Gemüse der Saison 2016 abgeholt werden

SoLaWi bedeutet „Soli­darische Land­wirt­schaft“. Es ist eine Form der Vertrags­land­wirt­schaft, bei der eine Gruppe von Ver­brauchern auf lokaler Ebene mit einem Partner-Landwirt kooperiert. Die Essenz dieser Beziehung ist die gegenseitige Vereinbarung: der Hof ernährt die Menschen und alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. Dies entspricht einer bewährten Praxis: für die längste Zeit der Mensch­heits­geschichte waren Menschen mit dem Land verbunden, das sie ernährt hat. Bei diesem Konzept werden die Lebens­mittel der Land­wirt­schaft nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen ein in einen eigenen, von Teilnehmer­seite mit organisierten und finanzierten, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf.
Bei SoLaWi-Mainz geht es aber anders. Da die Initiatoren keinen geeigneten Partner-Landwirt finden konnten, wurde einfach eine eigene Landwirt­schaft gegründet. Das bedeutete, Maschinen und Saatgut kaufen, Pachtverträge abschließen und Personal einstellen. Für die Finanz­planung 2016 spitz gerechnet, etwa 75.000 Euro müssen in die Kasse kommen.finanzplan

Das Gründungs­team hat für die Kapital­beschaffungs­maß­nahme zwei Stand­beine entwickelt:

  • Zinslose Kredite, maximal 600 Euro pro Vereinsmitglied
  • Feste Zusagen für monatliche Solidarbeiträge.

Im Gegenzug gibt es regelmäßig ökologisch einwandfreie Gemüse und Kräuter­lieferungen. Der Ernteplan für die kommende Saison wurde vorgestellt und besprochen.SoLaWI_r

Wenn die Initiatoren vorher noch Zweifel hatten ob ihr Konzept aufgeht – die Zweifel lösten sich im Verlauf der Sitzung in Luft auf. Ein Interessent verabschiedete sich zwar, als im klar wurde, dass Land­wirt­schaft auch immer mit einem Risiko verbunden ist – die Rück­zahlung eines Darlehens natürlich nicht so garantiert werden kann wie bei Einlagen in der Mainzer Sparkasse, aber dieses Risiko wollten alle anderen eingehen. Schließlich ging es ihnen nicht um die Geldanlage, sondern um einen Gegenentwurf zu dem Natur und Gesellschaft zerstörenen Wirtschaftssystem. Stichworte: Solidarisch, ökologisch.Zeitplan2016
Ein kompliziert ausgetüfteltes, mehrstufiges Verfahren um die Finanzzusagen der einzelnen InteressentInnen auszubalancieren, führte schon in der ersten Runde zum Voll­treffer. Die Finanzen waren gesichert. 70 Anteile wurden vergeben, wobei viele kleinere Haushalte Anteile teilen. Am Ende der Versammlung waren es dann offiziell 183 Personen die im Verein mitmachen.SolawiFrankfurt

So fing es an

Während der Informationsveranstaltung ‚Neue Städter braucht das Land‘ lernten sich die Gründungs-Initiatoren der SoLaWi Mainz im August 2013 kennen und entwickelten gemeinsam den Plan, ein Pilotprojekt ‚Solidarische Landwirtschaft‘ in Mainz ins Leben zu rufen. Nachdem Planung und Landsuche Form angenommen hatten, konnte 2015 mit Hilfe eines sehr engagierten Gärtners auf der idyllisch gelegenen ‚Ochsenwiese‘ mit dem Gartenbau im Herzen Mainz-Gonsenheims auf 1500qm Gartenfläche begonnen werden. Es gelang einige Baustevegetables3ine der Vorstellung von solidarischer Landwirtschaft in der Praxis zu testen und für 10 Anteile / Haushalte vielfältig Gemüse anzubauen, welches die Teilnehmer donnerstags, frisch geerntet in Mainz-Gonsenheim abholen konnten. Der Jahresrückblick ergab die Schlussfolgerung, dass das Projekt in Bezug auf Ernteertrag, Finanzierung, Ökologie, Gemeinschaftlichkeit und Zufriedenheit der Abnehmer gelungen war und die Planung begann, in 2016 auf 70 Anteile zu vergrößern.

Momenten wird in den einzelnen Mainzer Stadtteilen die Abholung der Ernteerträge aus Gonsenheim organisiert, damit nicht jeder unnötig fahren muss. Es ist gesät, ich bin auf meine ersten Ernteerträge im Frühling gespannt.

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Weitere Infos bei www.solawi-mainz.de

25 Jahre Human Help Network

25 Jahre Human Help Network. Gelegenheit zur Rückschau, und auch ein Grund stolz zu sein, auf das was erreicht wurde. Seit 1990 knüpft die Kinderhilfsorganisation an einem Netz menschlicher Unterstützung, weltweit.

In vielen armen Ländern dieser Erde wurden vertrauenswürdige Partner gefunden, um Hilfe unbürokratisch dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird. In Deutschland, speziell in Mainz, kann sich das Netzwerk auf viele Menschen jeden Alters stützen, die die Idee finanziell und ideell unterstützen.

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Gefeiert wurde das Jubiläum mit einem großes Förderer, Ehemaligen und Aktiven Treffen in der Mainzer Zentrale, Walpodenstraße 10, am 18. September 2015.
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Gegründet wurde das Human Help Network 1990 von meinem IBM Kollegen Ewald Dietrich.

Wer sich engagieren will: Infos auf HHH.org

Eine kleiner Wermutstropfen: Das Jubiläumsbuffet war zweifellos sehr lecker, aber auch enorm fleischlastig geraten. Die Ursachen für den Welthunger sind extrem vielschichtig. Hauptsächlich gibt es ein globales Verteilungsproblem, welches dafür verantwortlich ist, dass einige wenige reiche Menschen immer reicher werden, während die globale Armut zunimmt und trotz moderner Nahrungsmittelproduktion, viele Menschen keinen ausreichenden Zugang zu Lebensmitteln und Wasser haben. Weltweit wird so viel Nahrung produziert, dass statistisch betrachtet kein Mensch hungern müsste. Unfaire Finanzsysteme, korrupte Staaten, Landgrabbing, Kriege und viele weitere Faktoren begünstigen den Welthunger. Aber auch unser Nahrungsmittelkonsum in den reichen Ländern trägt wesentlich zur Welthungerkrise bei.

Die fortwährend steigende Nachfrage nach tierischen Lebensmitteln hat einen hohen Einfluss auf die Nahrungsmittelknappheit. Fleisch ist Lebensmittelverschwender Nummer eins. Zur Produktion einer tierischen Kalorie werden je nach Tierart fünf bis dreißig pflanzliche Kalorien verfüttert. Beim Rind bleiben deutlich über 90 Prozent der Nahrungsenergie auf der Strecke. Mehrfach so viele Menschen können daher mit der gleichen Getreidemenge ernährt werden, wenn statt einem Schweineschnitzel ein Weizen- oder Sojaschnitzel daraus würde.

burger_150Um die Tiere in unserer Agrarindustrie zu ernähren, wird Getreide zu großen Teilen aus Lateinamerika importiert. Europa ist aus klimatischen und geografischen Gründen nicht in der Lage, genug Futter zu produzieren, um den Fleischhunger zu befriedigen: 77% des Proteinfutters werden eingeführt. Auch für deutsche Schweinemästereien und Milchfabriken brennen Regenwälder, um neuen Platz für Futtergetreidefelder zu schaffen. Der globale Markt zahlt gut, der Anbau von Nahrungsmitteln für die Menschen in den armen Ländern lohnt sich nicht mehr. Die Entwicklungs- und Schwellenländer selbst werden, häufig nicht zuletzt wegen der Korruption in diesen Staaten, dieser Entwicklung keinen Einhalt gebieten können. Nur die reichen Länder können durch eine veränderte globale Nachfrage Änderungen erwirken. Die Politik der reichen Staaten unterstützt indes weiterhin die tierhaltende Agrarindustrie und kurbelt damit die Lebensmittelverschwendung an, statt Alternativen zu fördern und nachhaltige Lösungswege beim Namen zu nennen: Weg von tierischen Lebensmitteln, hin zu pflanzlichen Alternativen. Bestimmt wird beim nächsten Jubiläumsbuffet des Human Help Networks kaum jemand das Fleisch vermissen, weil alles sehr lecker sein wird.

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Geschichte des Human Help Networks

(aus Wikipedia, Stand 19.9.2015)

Ewald Dietrich gründete Human Help Network am 13. März 1990 in Mainz. Dietrich finanzierte die Vereinsgründung und das erste Projekt, das Straßenkinderzentrum INTIGANDA in Butare, Ruanda aus den Einnahmen eines Puppentheaters. Das Projekt wurde ein Jahr später mit dem Ziel eingeweiht, ruandischen Straßenkindern Bildung und alltägliche Unterstützung anzubieten.

Im Jahr 1992 kam als zweites Projekt das Waisenhaus Pattaya Orphanage in Thailand hinzu.

In den darauf folgenden Jahren etablierte Human Help Network eine Partnerschaft mit den Salesianern Don Boscos, die mit dem Centre des Jeunes de Gatanga, einem Kinder- und Jugendzentrum mit Bildungseinrichtungen in Kigali, Ruanda, begann und seitdem in weiteren Projekten fortgesetzt worden ist.

In den Jahren zwischen 1994 und 1997 unterstützte Human Help Network die Flüchtlinge des Genozids in Ruanda. Die Aktion Go for Ruanda, bei der Schüler an einem Spendenmarsch für das vom Bürgerkrieg geschüttelte Land teilnahmen, wurde zum ersten Mal an allen Mainzer Schulen durchgeführt. Aus der Aktion entstand später der Verein Aktion Tagwerk, der bis heute eng mit Human Help Network kooperiert.

Ab 1998 engagierte sich Human Help Network in weiteren Ländern. In Zusammenarbeit mit den Salesianern Don Boscos und dem Verein Jugend Dritte Welt e.V. wurden Partnerprojekte unter Anderem in Nigeria, Burundi, Angola, dem Sudan und Indien auf- und ausgebaut.

Als 1999 der Kosovokrieg für eine massive innereuropäische Flüchtlingsbewegung sorgte, unterstützte Human Help Network zusammen mit der Allgemeinen Zeitung Mainz und dem SWR ein Flüchtlingscamp in Tirana, Albanien mit über 1.500 Menschen. Im darauf folgenden Jahr wurde Hilfe für die Opfer der verheerenden Überschwemmungen in Mosambik organisiert. Auch hier handelte Human Help Network in Zusammenarbeit mit den Salesianern Don Boscos, der Allgemeinen Zeitung Mainz und mit der Lufthansa Help Alliance.

Im Jahr 2001 startete Human Help Network die Initiative „Räder für Ruanda“, die Jungen und Mädchen in Ruanda die Ausbildung zu Fahrradmechanikern ermöglichen soll.

Zwischen 2002 und 2004 initiierte die Organisation Projekte, wie die Spende alter D-Mark-Münzen nach der Einführung des Euro oder die Koordination der Flutopferhilfe des Landes Rheinland-Pfalz nach dem Tsunami vom 26. Dezember 2004. 2006 wurde in Ruanda die Organisation Human Help Network Rwanda, auch bekannt unter dem Namen Youth of Rwanda Unlimited, unter ruandischem Recht gegründet, im Jahr 2008 folgte diesem Beispiel die Organisation Human Help Network Foundation Thailand.

 

 

 

Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Am 23. Mai 2015 gab es das feierliche Eröffnungsfest. Nun wollte ich ihn aber auch endlich mal sehen, unseren Nationalpark im Hunsrück, zurück zu den Wurzeln. Ich war begeistert. Die Grünen in Mainz hatten eine Bustour organisiert und zeigten sich zu Recht stolz darauf, was ihre politische Arbeit hier erreicht hatte. Ein wichtiger Beitrag zum Natur- und Artenschutz, schlaue Forschungsprojekte, tolle Naturerlebnisse mit wunderschönen Landschaften, Einblicken in die Vergangenheit der keltisch- römischen Geschichte und Einsichten in geologische Erdzeitalter.
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Musterbeispiel an Bürgerbeteiligung

Mit welcher Klugkeit, Energie und Fingerspitzengefühl die Bürgerbeiteilung organisiert wurde, finde ich eine besondere Meisterleistung der grünen Forstmenschen und Politiker. Der Leiter des Nationalparks, Harald Egidi, berichtete über einige Beispiele mit viel Humor.

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Die Internetseite ist noch im Aufbau begriffen, aber es gibt schon einiges zu entdecken

Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Auf 75 Prozent der Fläche des Nationalparks sollen Natur und Landschaft der natürlichen Entwicklung überlassen werden, also wieder zur Wildnis werden.

Beim Start des Nationalparkes 2015 wird unterschieden in Wildnisbereiche, die schon der Natur überlassen sind, und Entwicklungsbereiche, bei denen das Ziel besteht, sie innerhalb von 30 Jahren in Wildnisbereiche zu überführen.

Umgeben ist die Naturzone von einer sogenannten Pflegezone, die negative Wirkungen von der Naturzone auf die Umgebung (z.B. Ungezieferbefall) oder negative Wirkungen aus der Umgebung auf die Wildnis (z.B. Insektizidnebel) abpuffern soll.

Außerdem sollen in der Pflegezone extensiv genutzte Kulturlandschaftsteile (etwa Streuobstwiesen, Magerwiesen) erhalten werden, die auch sehr artenreich sein können.

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Der Nationalpark soll auch den Anforderungen eines EU-Vogelschutzgebietes und der der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) entsprechen.

Papst jetzt „gefährlichster Mensch auf Erden“?

Zum ersten Mal in der Geschichte der katholischen Kirche befasst sich eine Enzyklika mit Klimaschutz und Umwelt. Papst Franziskus mahnt in seiner Schrift eine radikale Umkehr an und ein Ende des‚ unersättlichen und unverantwortlichen Wachstums. Deshalb wurde er von einem ultrarechtem Amerikaner zum „gefährlichsten Menschen auf Erden“ erklärt. [siehe Filmbeitrag unten]  

#LaudatoSi – Klimaforscher Latif lobt Umweltenzyklika

Kardinal Marx lobt Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus, nachdem ich den Kardinal noch kurz vorher in Mainz bei einer Veranstaltung der GRÜNEN in der Rheingoldhalle gesehen hatte.

USA: selbst ultrareaktionäre FOX NEWS werden (teilweise) nachdenklich

Der Papst wird in FOX News zum „gefährlichsten Menschen auf Erden“ erklärt.

„Papst jetzt „gefährlichster Mensch auf Erden“?“ weiterlesen

Mainz: Silent Climate Parade

LEISE, TANZEND, EMISSIONSFREI für unser Klima und unsere Zukunft!

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Die vierte Silent Climate Parade in Mainz am 30. Mai 2015.

Eine coole Kopfhörerparty mit musikalischer Begleitung des MainzerDJ Labels bouq. Um 12 Uhr startete der Zug am Mainzer Hauptbahnhof, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.

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Würden Sie sich bitte WIDER-SETZEN!

Der Klimaschutz ist keine Sache, die auf morgen verschoben werden kann. Besonders im Hinblick auf den internationalen Klimagipfel in Paris im Dezember 2015 muss sich jetzt etwas bewegen.

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Kohle nur noch zum grillen. Kann sich der Verdi Vorsitzende hinter die Löffel schreiben!

Klimaschutz kann nicht warten. Der Klimawandel ist schon heute spürbar und real. Augen verschließen und Ohren zuhalten bringt nichts.

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Die jungen Leute wollen das jetzt gehandelt wird.

Aus diesem Grund wurde im Anschluss an die Abschlusskundgebung am Gutenbergplatz, getreu dem Motto GLOBAL DENKEN – LOKAL HANDELN!, selbst die Hände schmutzig gemacht. Mit Hilfe des Kochbusses der Landeszentralefür Umweltaufklärung lag der Fokus auf klimafreundliche Ernährung. Des Weiteren wurde nach dem Vorbild der Berliner Prinzessinnengärten ein mobilen Garten anlegen, von dem sich am Ende alle ihren Teil mit nach Hause nehmen konnten.

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Gäste aus Mexiko waren von den gemeinsamen Aktionen in Mainz begeistert.

VERANSTALTER: Freiwilliges Ökologisches Jahr Rheinland-Pfalz (FÖJ), BUNDjugend Rheinland-Pfalz

SCHIRMHERRSCHAFT: Stadt Mainz

UNTERSTÜTZER: bouq, NAJU Rheinland-Pfalz, Stadtjugendparlament Wiesbaden, Evangelische Jugend in Hessen und Nassau, Plant-for-the-planet, Grüne Jugend Rheinland-Pfalz, AStA Mainz, FÖJ-Aktiv e.V., Bantam, KlimaKunstSchule

Nummer gegen Kummer

Das hilfreiche Callcenter

Bei der Nummer gegen Kummer hören sich Erwachsene und Studenten an, was Kinder im Alltag alles beschäftigt: die erste Liebe,
Hausaufgaben oder Streit mit Mama und Papa. Wir haben das Mainzer Kinderschutzzentrum besucht.

Von Micha Wiebe
Hallo, hier ist das Kinder- und Jugendtelefon.“
So beginnen in ganz Deutschland täglich
viele Gespräche wenn man die berühmte „Nummer
gegen Kummer“ wählt. Hat man diese Telefonnummer
im Raum Mainz gewählt, spricht
man höchstwahrscheinlich mit einem der 20 ehrenamtlichen
Mitarbeiter des Kinderschutz-Zentrum
Mainz. Die Erwachsenen spenden ihre Zeit,
ihre Lebenserfahrung und Geduld um den kleinen
und großen Problemen Gehör zu schenken.
Manchmal arbeiten beide Elternteile und auch
Alleinerziehende haben viele Aufgaben zu schultern
– die Gründe dafür, dass man als Kind niemanden
zum zuhören hat sind vielfältig. Genauso
kann die Anonymität und Vertraulichkeit am
Telefon ein wichtiger Grund sein, weshalb die
Kinder und Jugendlichen anrufen.
Anonymität und Vertraulichkeit
„Wir bieten hier telefonische Ersthilfe an. Das
heißt, wir sind kein kontinuierliches Hilfsangebot
und leiten bei Bedarf an die entsprechenden Stellen
weiter“, erklärt Damaris Groebe, die Koordinatorin
für das Telefon in Mainz. Wichtiger als
immer die perfekte Lösung zu haben, ist es, den
Anrufern durch Zuhören und Mitgefühl entgegen
zu kommen. Das bedeutet aber nicht, dass man
glaubt, aus der eigenen Kindheit die Gefühle des
Anrufers genau zu kennen. „Diese beiden Welten
auseinander zu halten ist manchmal ein ganz
schön schmaler Grat“, sagt uns eine der Ehrenamtlichen.
Deshalb gehört eine, durch das KinderschutzZentrum
Mainz geleistete, intensive Ausbildung
dazu, bevor es ans Telefon geht. Auch auf der anderen
Rheinseite bietet der Kinder- und Jugendtelefon
Wiesbaden e.V. einen Kurs an. Im dortigen
Verein gibt es sogar ein erweitertes Angebot – zum Beispiel Jugendliche beraten Jugendliche.
Ein Angebot, das jeden Samstag von 14-20 Uhr
Anrufe entgegen nimmt. Rund um die Uhr ist in
Wiesbaden die Em@il-Beratung erreichbar, die
durch einen passwortgeschützten Zugang Sicherheit
und Schutz gewährt.

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Telefonischer Ersthelfer werden
Wer den Hörer in die Hand nehmen möchte,
macht eine Ausbildung, in der als erstes wichtige
Fragen geklärt werden, wie: Welche Motivation
treibt den Ehrenamtlichen an hier zu helfen?
Welches Menschenbild haben die neuen Zuhö-
rer? Dazu kommen die wichtigen Gesprächs- und
Fragetechniken am Telefon und die Beratungssituation
mit den am häufigsten angesprochenen
Themen. Es geht um die erste Liebe, das eigene
Aussehen oder Sexualität und Gewalt. Die Mitarbeiterin
erzählt: „Oft hatte ich schon vergessen,
mit welcher anderen Sicht ich die Welt mal wahrgenommen
habe.“
Sehr oft findet aber gar kein Beratungsgespräch
im klassischen Sinn statt, denn die meisten
Anrufer sind Scherzanrufer. Bei der Hälfte
der Anrufe ist das so, weitere 20 Prozent legen
schnell wieder auf oder schweigen am Telefon.
„Häufig testen uns die Kinder einfach und
manchmal rufen sie wieder an und es ergibt sich
später ein echtes und ernstes Gespräch“, sagt
Groebe. Nach den Schulungen und ein paar
Hospitationen bei erfahrenen Mitarbeitern darf
dann das erste Mal selbstständig telefoniert
werden.
Nervenkitzel am Telefon
„Das erste Mal selbst telefonieren hat mich auf
die Probe gestellt. Jetzt wurde es auf einmal
ernst“, berichtet uns die Ehrenamtliche. Die Studentin
ist zufällig über Freunde darauf gekommen,
hier etwas Gutes zu tun. Das Team besteht hauptsächlich aus Studierenden und der Generation
50plus. Sie sind hier, weil sie bald einen Beruf
im sozialen Bereich ausüben wollen oder
schon jahrelange Erfahrungen weitergeben können.
Auch ihnen ist es wichtig anonym zu bleiben.
„Wir zeichnen keine Anrufe auf. Die Nummer
gegen Kummer ist dadurch für beide Seiten
ein geschützter Raum.“ Alle zwei Wochen gibt es
eine große Runde, in der von den Erfahrungen
berichtet werden kann. Bei dieser Supervision
kommt nochmal zur Sprache, was besonders belastend
war.
Gemeinsam schweigen
„Es kann auch gut sein, dass man einfach mal
gemeinsam schweigt“, sagt die Koordinatorin:
„Das schafft den Platz, in dem sich Fragen oder
Gedanken entwickeln können.“ Mittlerweile wird
der, seit 1980 bestehende Verein „Nummer gegen
Kummer“ von der Europäischen Union, der Bundesregierung
und einigen großen Unternehmen
getragen. „Klar – als Erwachsener ist es nicht immer
einfach Kinderproblemen zuzuhören. Andererseits
tut es gut, Zeit für andere zu investieren.
Im Alltag reden wir so viel von unseren eigenen
Problem“, erklärt die Ehrenamtliche. Und führt
aus: „Obwohl wir beim Telefonieren allein sind,
wachsen wir als Team an den Anrufen. Das gibt
die Kraft für ein anspruchsvolles Ehrenamt.“

WTF
Die „Nummer gegen Kummer“ ist immer kostenlos
und montags bis freitags von 14-20 Uhr zu
erreichen unter: 0800-1110333. Die nächste
Ausbildung für Zuhörer beginnt im Januar
2015. Informationen gibt es beim KinderschutzZentrum
Mainz, Damaris Groebe, Tel.: 06131-613737, Mail:
damaris.groebe@ksz-mainz.de

Quelle: STUZ Dezember 2014

PELZ

 

Refugees Solidarity Mainz

Refugees Solidarity Mainz ist eine Kampagne, die die Flüchtlingssolidarität in Mainz sichtbarer machen soll. Geflohene Menschen, Interessierte und Aktivisten werden zusammengebracht und das Thema „Flucht und Migration“ in die Öffentlichkeit getragen.

Auf dieser Website wird in naher Zukunft ein Register aller schon existierenden Initiativen zu finden sein. Es werden Veranstaltungen organisiert, Videos erstellt und insgesamt eine Plattform erschaffen, auf der zum Thema gearbeitet wird. Online wie offline.

Zur Finanzierung der Kampagne existiert bereits ein Crowdfunding:
https://www.betterplace.org/de/projects/20644-refugees-solidarity-mainz
Dort finden sich weitere Informationen.

 

KONTAKT: David Häußer, form[at]fifaform.de

FACEBOOK: www.facebook.com/refugees.solidarity.mainz