Hunsrück. Burg Waldeck, Dorweiler, Steffenshof bei Thea, BellVue, bei meinem Zahnarzt, im Freundeskreis – immer wieder kam ich in Berührung mit den Geschichten von Hubertus Becker.
Das Leben von Hubertus Becker ist eine Geschichte voller Höhen und Tiefen: von einem rebellischen Jugendlichen, der in den Drogenschmuggel einstieg, bis hin zum preisgekrönten Autor. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf seine bewegte Vergangenheit – mit einigen interessanten Videoquellen.
Die frühen Jahre und der Einstieg in die Kriminalität
Hubertus Becker wurde am 31. Mai 1951 in Grevenbroich geboren und zog 1953 mit seiner Familie nach Sabershausen im Hunsrück. Trotz behüteter Kindheit entwickelte er früh eine rebellische Ader – davon erzählt das Video „Jugendlicher Rebell oder Gangster?“. Das Video „Drogenhandel, Geldwäsche & Hehlerei: Wie wird ein Mensch zum Kriminellen?“ geht auf die Misshandlungen während seiner Internatszeit ein – und auf die Frage, ob diese Erfahrungen zu seinem späteren Weg beitrugen.
Der Aufstieg zum Drogenbaron
Becker verließ den geplanten akademischen Werdegang und schloss sich einer Drogenschmugglerbande in München an. Innerhalb kürzester Zeit wurde er einer der führenden Akteure im internationalen Drogenhandel – wie er den Schmuggel über mehrere Kontinente koordinierte, beschreibt „Drogenschmuggel im großen Stil – Der Fall Hubertus Becker“. Sein rasanter Aufstieg ist Thema in „Drogenbaron made in Germany“: Becker schmuggelte Haschisch, Heroin und Kokain und lebte im Luxus – bis ihn die Drogenfahnder fassten.
Familie und persönliche Konsequenzen
Neben dem kriminellen Leben hatte Becker eine Familie. Das Video „Ehe mit einem Drogenbaron“ beleuchtet, was das für sie bedeutete – seine Ex-Frau Lisa Böll gibt Einblicke in das gemeinsame Leben. Seine Rolle bei der Geldwäsche des Oetker-Lösegeldes behandelt „Die Oetker-Entführung: Was passierte mit den 21 Millionen D-Mark Lösegeld?“ – ein weiterer fataler Fehler, der letztlich zur Verhaftung führte.
Der Sturz und der Weg zur Literatur
1982 baute Becker für sich und seine Familie ein Haus – doch die Vergangenheit holte ihn ein. „Härtestes Urteil in Deutschland“ dokumentiert den entscheidenden Fehler, der ihn für Jahre ins Gefängnis brachte.
Doch die Zeit hinter Gittern führte zu einer bemerkenswerten Wende: Im Gefängnis begann er zu schreiben. Seine literarischen Werke wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis für Gefangene – mehr dazu in „Vom Drogenschmuggler zum preisgekrönten Autor“.
Heute: Ein Leben für die Literatur
Nach der endgültigen Haftentlassung 2005 hat sich Becker der Schriftstellerei verschrieben. Heute lebt er in Görlitz und ist weiterhin als Autor tätig. Besonders am Herzen liegt ihm sein Buch „Routinekontrolle“, das tiefe Einblicke in sein bewegtes Leben gewährt.
Im Podcast „Alles gut oder wat“ erzählt Becker offen über seinen Lebensweg und sein literarisches Schaffen.
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