Die Familie der Stiftung ist nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem damaligen Ostpreußen nach Westen geflüchtet. Noch mitten im Krieg, am 26. Dezember 1943, heirateten die Eltern, Gertrud Bylda und Max Sczech, in der Kirche zu Lyck.
Max Sczech hatte nach schwerer Krankheit aus dem Russlandfeldzug nur einen kurzen Urlaub und musste nach der Hochzeit sofort wieder an die Front. Er wurde nach Frankreich geschickt, wo er 1944 in englische Kriegsgefangenschaft geriet.
Ostpreußens Untergang
Von Ostpreußen beherrschen vor allem zwei Bilder das kollektive Gedächtnis: das eine zeigt eine verklärte Landschaft – kristallne Seen, dunkle Wälder, weiße Dünen, Bernstein und Elche. Das andere schildert den Schrecken des Krieges: Ostpreußen 1945, Flüchtlingstrecks in Eis und Schnee, Mord und Vernichtung.
„Und dann begann der große Auszug aus dem gelobten Land der Heimat, nicht wie zu Abrahams Zeiten mit der Verheißung ‚in ein Land, das ich dir zeigen werde‘, sondern ohne Ziel und ohne Führung hinaus in die Nacht.“
– Marion Gräfin Dönhoff über die Flucht im Januar 1945
Wie es dazu kam – vom Ersten Weltkrieg über die NS-Herrschaft unter Erich Koch bis zur Flucht über das Eis, dem Untergang der Wilhelm Gustloff und dem Massaker von Palmnicken – erzählt der zweite Teil dieser Seite ausführlich, nach dem Historiker Andreas Kossert: 511.000 Menschen verlor Ostpreußen zwischen 1933 und den späten vierziger Jahren. 511.000 Menschen – und 700 Jahre deutscher Geschichte.
Weiterlesen: die Familiengeschichten
Die Akte Wippermann – Hunsrück 1985: Wie eine „geheime“ Lagekarte aus dem Spiegel die Behörden zur Realsatire zwang. Der vollständige Briefwechsel, alle drei Teile auf einer Seite:
Weitere Kapitel der Familiengeschichte:
- Olga und Heinz auf großer Fahrt – 20 Jahre um die Welt mit der TOSIMOH
- Herkunft und Bedeutung des Familiennamens Sczech
Bewegte Erinnerungen gibt es auf der Videoseite – unter anderem die Lebensgeschichten von Max Sczech und Tante Olgas Erzählungen von der Ankunft 1945 im Hunsrück.
In Erinnerung
Gedenkseiten für Menschen, die uns fehlen:
- Ruth Kuczka († 2022) – Trauerkarte, Abschiedsgedicht „Meine Seele ist wild“ (auch als Tonaufnahme) und Bilder aus ihrem Leben
- Martin (1957–2015) – Erinnerungen an eine große, warme Seele, tröstende Worte von Freunden, die Ansprache von Knut und die Traueranzeigen
- Rainer – ein Mensch, der Spuren hinterlässt
- Klaus (1956–2023) – Momente und Erinnerungen in Bildern
