Geschichte & Erinnerung

Eine Familie, eine Flucht, ein Neuanfang

Die Geschichte hinter der Sczech-Stiftung

Hochzeit von Gertrud Bylda und Max Sczech am 26. Dezember 1943 in Lyck, Ostpreußen
26. Dezember 1943: Hochzeit von Gertrud Bylda und Max Sczech in der Kirche zu Lyck, Ostpreußen.

Die Familie der Stiftung ist nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem damaligen Ostpreußen nach Westen geflüchtet. Noch mitten im Krieg, am 26. Dezember 1943, heirateten die Eltern, Gertrud Bylda und Max Sczech, in der Kirche zu Lyck.

Max Sczech hatte nach schwerer Krankheit aus dem Russlandfeldzug nur einen kurzen Urlaub und musste nach der Hochzeit sofort wieder an die Front. Er wurde nach Frankreich geschickt, wo er 1944 in englische Kriegsgefangenschaft geriet.

Ostpreußens Untergang

Von Ostpreußen beherrschen vor allem zwei Bilder das kollektive Gedächtnis: das eine zeigt eine verklärte Landschaft – kristallne Seen, dunkle Wälder, weiße Dünen, Bernstein und Elche. Das andere schildert den Schrecken des Krieges: Ostpreußen 1945, Flüchtlingstrecks in Eis und Schnee, Mord und Vernichtung.

„Und dann begann der große Auszug aus dem gelobten Land der Heimat, nicht wie zu Abrahams Zeiten mit der Verheißung ‚in ein Land, das ich dir zeigen werde‘, sondern ohne Ziel und ohne Führung hinaus in die Nacht.“
– Marion Gräfin Dönhoff über die Flucht im Januar 1945
Karte der Kreise Ostpreußens 1939
Ostpreußen und seine Kreise, 1939.

Wie es dazu kam – vom Ersten Weltkrieg über die NS-Herrschaft unter Erich Koch bis zur Flucht über das Eis, dem Untergang der Wilhelm Gustloff und dem Massaker von Palmnicken – erzählt der zweite Teil dieser Seite ausführlich, nach dem Historiker Andreas Kossert: 511.000 Menschen verlor Ostpreußen zwischen 1933 und den späten vierziger Jahren. 511.000 Menschen – und 700 Jahre deutscher Geschichte.

Weiterlesen: Ostpreußens Untergang – die ganze Geschichte (Teil 2)
Route von Mainz nach Ełk (Lyck)
Von Mainz nach Ełk (Lyck) – die Spur der Familie zurück in die alte Heimat.

Weiterlesen: die Familiengeschichten

Die Akte Wippermann – Hunsrück 1985: Wie eine „geheime“ Lagekarte aus dem Spiegel die Behörden zur Realsatire zwang. Der vollständige Briefwechsel, alle drei Teile auf einer Seite:

Weitere Kapitel der Familiengeschichte:

Bewegte Erinnerungen gibt es auf der Videoseite – unter anderem die Lebensgeschichten von Max Sczech und Tante Olgas Erzählungen von der Ankunft 1945 im Hunsrück.

In Erinnerung

Gedenkseiten für Menschen, die uns fehlen:

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