Ein Sohn des Stephanus
Das sprachwissenschaftliche Gutachten der Gesellschaft für Namenkunde e.V. an der Universität Leipzig erklärt den Namen Sczech als patronymische Bildung slawischen Ursprungs: „Sohn beziehungsweise Nachkomme des Sczech“. Dabei ist Sczech eine polnische Kurzform des christlichen Taufnamens Stephanus; die Endung ist eine typisch slawische Koseform.
Eine alternative Deutung schließt eine Verbindung zum Völkernamen Czech (Tscheche) nicht aus – was auf eine Herkunft aus oder einen längeren Aufenthalt in Böhmen hindeuten könnte.
Verbreitung
Im deutschsprachigen Raum gibt es etwa 317 Namensträger (113 Telefonbucheinträge), mit einem Schwerpunkt in Schleswig-Holstein und Streuung im Rhein- und Ruhrgebiet. Historisch war der Name seit dem 17. Jahrhundert vor allem in West- und Ostpreußen verbreitet, später auch in Westfalen. Die häufigere polnische Variante Szczech zählt in Polen rund 1.701 Namensträger – ein deutlicher Hinweis auf die slawischen Wurzeln.
Woher die Familie selbst stammt, erzählt die Seite Geschichte – von Lyck in Ostpreußen bis nach Mainz.
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