reflecta.network im Startup Valley

Am 10. Oktober 2018 berichtete das Startup Valley ausführlich über das reflecta.network:

reflecta.Network Vernetzungs-, Informations- und Professionalisierungs-Plattform

Stellen Sie sich und das Startup reflecta.network doch kurz unseren Lesern vor
Das reflecta.network ist eine Vernetzungs-, Informations- und Professionalisierungs-Plattform für diejenigen, die sich an drängenden Fragen unserer Zeit wagen, wie z.B. Klimawandel, Nachhaltigkeit, Bildung, Inklusion, Digitalisierung, Soziale Innovationen und die Entgegenwirkung von Populismus.

Dieses stetig wachsende Netzwerk begleitet innovative Lösungsansätze, verbindet Akteure und treibt so den gesellschaftlichen Wandel systematisch voran.

Reflecta.Network ist ein Zusammenschluss von Reflecta e.V. (Daniela Mahr), zauberware technologies (Simon Franzen), IMMERWIEDER DESIGN (Jannis Borgers & Miriam Wagner) sowie der Sczech-Stiftung (Reinhard Sczech). Zusammen haben wir die trustchain eG gegründet, die für die Entwicklung der Plattform beauftragt wird. Auftraggeber ist Reflecta e.V.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?
Auf den Reflecta Filmfestivals wurden wir immer häufiger danach gefragt, welche Möglichkeiten eine Einzelperson hat, um aktiv zu werden, welche Vernetzungsmöglichkeiten angeboten werden oder wie sie Unterstützung für die Realisierung ihrer Projekte finden könnten.

Um auf all diese Fragen eine Antwort liefern zu können, haben wir die Plattform reflecta.Network gegründet.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Wie gründet man eine Genossenschaft? Was ist bei einer Unternehmensgründung zu beachten? Was sollte in einer Satzung stehen? Zum Glück setzt sich unser gesamtes Team aus Selbstständigen bzw. Gründern zusammen, so dass wir schnell Antworten auf all unsere Fragen fanden. Seit Oktober 2017 ist die trustchain eG beim Deutschen Genossenschaftsverband eingetragen.

Welche Vision steckt hinter Reflecta.Network?
Wir wollen eine zukunftsfähige Gesellschaft, die miteinander lebt und wirtschaftet und dabei alle Beteiligten miteinschließt. In der der faire Umgang mit allen Lebewesen eine Selbstverständlichkeit ist und man erkannt hat, dass alle Lebensbereiche zusammengehören: das Ökosystem, das Wirtschaftssystem und unser soziales Gefüge.

Wir wollen erreichen, dass sich mehr Menschen oder Organisationen einfacher mit ihren Ideen und ihrem Engagement einbringen können.

Darin sehen wir die eigentliche Grundlage gesellschaftlichen Wandels. Der wird in unserer komplizierten Zeit immer komplexer: Um ihn erfolgreich zu bewältigen und der enormen Veränderungsgeschwindigkeit gerecht zu werden, wollen wir mit der Plattform alle Ressourcen und Know-how bündeln und gemeinsam neue soziale Handlungsweisen entwickeln.

Für dieses Ziel verbinden wir lokale und überregionale Akteure, regen Kooperationen an, unterstützen Professionalisierung und erhöhen die Sichtbarkeit. Wir stärken Organisationen, die bereits aktiv sind. So bereiten wir den Weg, den Wirkungskreis zu erweitern und neue Menschen zu erreichen.

Wir entwickeln zusammen mit den Akteuren einen interaktiven Raum, der alle Projekte, Unternehmen sowie deren Verantwortliche vereint. Wir haben eine intelligente Suche entwickelt, die diejenigen per „Match“ und direkter Aufforderung in Kontakt bringt, die sich finden müssen, damit ihr Vorhaben erfolgreich wird.

Wer ist die Zielgruppe von Reflecta.Network?
Alle, die sich für eine sozial- ökologische Transformation einsetzen möchten: Organisationen, Initiativen, Aktivisten, Unternehmen, Kommunen, Stiftungen, Behörden und Menschen, die sich engagieren wollen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir möchten Vernetzung, Austausch und Professionalisierung durch eine neue Methode ermöglichen. Das spielerische Element und die innovativen technologischen Möglichkeiten animieren die Menschen zum Mitmachen. Denn das ist es doch, worum es am Anfang immer geht: den ersten Funken zu entfachen. Mit einer Funktion, die das Suchen und Finden ermöglicht, ist es nicht getan. Wer wirklich finden will, der schafft das heute schon über google.

Wir haben dagegen eine intelligente Suche und zielorientierte Plattform entwickelt, die mehr bietet als nur Information:

Austausch, Vernetzung und Professionalisierung von Projektabläufen, die sonst ohne diese Austauschmöglichkeit in viel kleinerem Rahmen oder eben gar nicht realisiert werden würden. Was wir bezwecken ist zudem eine Annäherung an die Frage, wie die Digitalisierung unsere Wirtschaft, unsere Arbeit und die Ausgestaltung unseres Zusammenlebens verändern kann.

Unsere nächsten Kernthemen:

Wissen teilen: Akteure und deren Lösungswege präsentieren und voneinander lernen
Menschen vernetzen: Matching-Algorithmen verbinden Changemaker
Projekte professionalisieren: Passende Tool-Kits für den Projekt-Status
Sichtbarkeit erhöhen: Für bestehende Communities und Organisationen geeignet
Vertrauen schaffen: Mitgliedschaften durch Bestätigung
Vergleichbarkeit schaffen: Sichtbarkeit von Global Goals und Megatrends
Nachverfolgung & Messbarkeit: Social Impact.

Sie sind für den WIWIN AWARD nominiert. Warum gerade der WIWIN AWARD? Was versprechen Sie sich davon?
WIWIN ist ein starker Partner, mit denselben Zielen. Was uns besonders gefällt ist, dass sie keine Angst vor Innovation haben. Zudem ist es einer der wenigen Wettbewerbe, die eine Summe anbieten, mit der ein Startup arbeiten kann. Das ist äußerst fair.
Für uns ist es der erste große Wettbewerb, für den wir uns beworben haben und wir wurden direkt nominiert. Wir erhoffen uns eine verstärkte öffentliche Wahrnehmung unserer Ideen, aber auch der schon in unserem Netzwerk aktiven Projekte. Wir stehen noch am Anfang. Einen durchschlagenden Erfolg durch den Netzwerkeffekt erreichen wir nur, wenn wir mit starken Partnern gemeinsam Ideen weiterentwickeln.

Der Gewinner bekommt 500.000 Euro, was werden Sie damit machen? Wie wichtig ist das für das Wachstum ihres Unternehmens?
Wir haben Handlungsbedarf auf vielen Ebenen: Die aktuelle Funktionalität des reflecta.networks ist noch eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Funktionen, die wir unbedingt entwickeln wollen. Viele inhaltliche Ideen und Projekte müssen redaktionell moderiert werden, dafür brauchen wir Ressourcen. Menschen sollen auch offline vernetzt werden. Dazu planen wir weitere Meet Ups und einen eigenen Projektwettbewerb. Außerdem gibt es konkrete Ideen für Blockchain-Anwendungen.

Auch in diesem Bereich suchen wir Partner und Entwicklungsressourcen.

reflecta.Network, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In 5 Jahren arbeiten viele Akteure gemeinsam und erfolgreich an Lösungen gesellschaftlicher Probleme.
Als vertrauenswürdiges Netzwerk haben wir uns online, über die Plattform und offline durch unsere Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum etabliert. Wir haben von derzeit 2000+  unsere Multiplikatoren um 200.000+ erweitert und mit „trusted Identity“ vernetzt. Die Matching- und Kooperationstechnologien wurden erfolgreich entwickelt.

Wir sind die Referenz, wenn es um das Finden und die erfolgreiche Umsetzung nachhaltiger Ideen geht. Zudem ist unser Ziel, in 5 Jahren, „der Partner“ für Social Impact Messungen, im Sinne der Sichtbarkeit und Nachverfolgbarkeit zu sein.

Die trustchain eG ist in 5 Jahren Lieferant und Teilhaber an einer Blockchain-Plattform für nachhaltigen und sozialen Wandel (Trustchain eG wurde 2018 im Bundesverband Blockchain aufgenommen,). Die stabile Finanzierung des Reflecta.Network speist sich aus Abo-Modellen für Premiumdienste, Werbung für nachhaltige Angebote, Projektförderung durch Stiftungen und Verkauf von Dienstleistungen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern/Innen mit auf den Weg geben?
Einfach machen. Der erste Schritt ist oft der schwierigste.
Ein gutes Team mit diversen fachlichen Kompetenzen, die sich ergänzen und Menschlichkeit ebenso schätzen wie man selbst. Ein ausgeglichenes Geben und Nehmen ist die Grundlage dafür, dass alle von dem Projekt profitieren und motiviert an die Sache herangehen. Daneben sind es die Partnerschaften, die man eingeht. Alleine ist ein solcher Weg kaum zu bewältigen.
Realistische und verantwortungsvolle Planung ist wichtig, um die Visionen auch umsetzen zu können.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Deine Stimme zählt

2017 haben wir die Trustchain Genossenschaft gegründet um ein Netzwerk zu entwickeln:  Reflecta.Network ist die Plattform für alle, die sich an die drängenden Fragen unserer Zeit wagen. Unterstütze oder entwickle Projekte, tausche Dich aus und finde MitstreiterInnen für Deine Themen. Wir vernetzen die Menschen, die sich zur Verwirklichung ihrer Vorhaben finden müssen. Unser Ziel: gemeinsam neue Wege und kreative Lösungen entwickeln.

Wir haben uns mit der Trustchain eG beim WiWinAward für nachhaltige Startups beworben, als Exot unter vielen Technologen.
Immerhin, von 87 Bewerbern haben wir es schon unter die ersten 10 geschafft. Wir fahren am 18. Oktober nach Berlin,

Unsere Ideen können wir dort  im Finale aber nur „pitchen“, wenn wir bei der online Abstimmung unter die besten fünf kommen.
Es gibt richtig gute Mitbewerber.
Wir haben eine Chance, wenn du uns unterstützt.

Denn, Technik alleine löst die großen Probleme nicht.
Den Kampf gegen Ungerechtigkeit, Klimawandel, Artensterben, Plastikmüll, Nationalismus und Vereinsamung können wir nur gewinnen, wenn wir es gemeinsam anpacken.
Das ist das Ziel des Reflecta.Network:
Menschen Online und Offline für gesellschaftlichen Wandel vernetzen.
Wir stehen am Anfang unserer Entwicklung. Du kannst einen großen Schritt mit deiner Stimme weiterhelfen.
Zur Abstimmung: wiwin-award.de

Wir freuen uns auch über deine moralische Unterstützung auf Facebook.

Reflecta.Network

Wir sind dann mal weg …

Einer dieser wunderschönen und denkwürdigen Abende im Hunsrück. In der Ohlweiler Mühle des Tagungshaus Hunsrück eV. feiern Petra und Hans Preuß ihren Abschied. Es geht für drei Jahre nach Benin in Afrika.

Die sehr emotionale und persönliche Verabschiedung ihrer Eltern durch die drei Töchter war zweifellos der Höhepunkt des Abends.

Zurück bleiben viele Weggefährten, Freunde und Familie. Hans Preuß war einer der Mitbegründer des Tagungshaus Hunsrück e.V. und kam auch wenn er ansonsten sehr oft als Generalsekretär der Deutschen Welthungerhilfe oder Vorstand der GIZ weltweit unterwegs war, immer wieder in den Hunsrück zurück.

Nach der Hitzewelle waren einige der vielen auch von weither angereisten Besucher überrascht, ein Satz der Einladung bewahrheitete sich völlig: „Da ihr alle sturmerprobt seid, wird euch das späte Datum (der 25. August ist im Hunsrück der meteorologische Winterbeginn) nicht schrecken!“

Nachschub aus dem Keller.
So voll war es hier wohl selten und unten am Bach standen die Zelte.
Anfang der 80er Jahre. Zivildienstleistender „Hansi“ Preuß in Simmern bei einer Aktion der sich gerade formierenden Hunsrücker Friedensbewegung.
Flugblattverteilung in Simmern.
Vor 30 Jahren, Anfänge des Tagungshaus Hunsrück eV: Waffeln, Kuchen und Hunsrücker Kartoffelpuffer.

Pressemeldung der GIZ vom 13.04.2018

Preuß wechselt zur Friedrich-Ebert-Stiftung

Prozess der Nachfolge ist angestoßen
Bonn/Eschborn. Vorstandsmitglied Hans-Joachim Preuß wird ab dem 1. Juli 2018 Länderrepräsentant der Friedrich-Ebert-Stiftung in Cotonou, Benin. In seiner Sitzung am 13. April hatte der Aufsichtsrat der vorzeitigen Aufhebung seines bis Mitte 2019 laufenden Vertrages zugestimmt. „Wir sehen den Wechsel des Kollegen mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. „Einerseits freuen wir uns mit dem Kollegen über diese spannende Auslandsaufgabe für eine der großen politischen Stiftungen Deutschlands. Zugleich verlieren wir mit ihm einen vertrauten und sehr geschätzten Kollegen und eine wichtige Stütze in der Gestaltung der unternehmerischen Führungs- und Managementaufgaben“.„Den größten Teil meines Berufslebens habe ich in der GIZ gearbeitet und schätze das Unternehmen und all seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr“, so Preuß. „Mit meinem Wechsel nach Afrika zur Friedrich-Ebert-Stiftung bleibe ich den Themen der internationalen Zusammenarbeit verbunden.“Der neue Aufsichtsratsvorsitzende der GIZ, der Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Martin Jäger, würdigte seine Leistung: „Ich danke Hans-Joachim Preuß für seine langjährige engagierte Arbeit und wünsche ihm das Beste für seine künftige Tätigkeit in Benin.“Preuß arbeitete zwischen 1986 und 1996 in verschiedenen Funktionen für die damalige Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH. Nach weiteren beruflichen Stationen unter anderem als Generalsekretär der Deutschen Welthungerhilfe kam er zum 1. Juli 2009 als Mitglied der Geschäftsführung zurück ins Unternehmen und ist seit Gründung der GIZ im Januar 2011 Mitglied des Vorstands. Dort erfüllt er unter anderem die Funktion des Arbeitsdirektors. Der Prozess zu seiner Nachfolge ist angestoßen.Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.

Die Klimatabelle für Cotonou/Benin. Ob das so bleibt? James Hansen denkt, dort ist einer der Brennpunkte in denen sich der Klimawandel viel deutlicher als in USA oder Mitteleuropa bemerkbar macht.

Klimatabelle Cotonou

In "Welt-Sichten": 
 „Ich wollte auf jeden Fall noch einmal ins Ausland“, sagt Preuß, der vor 30 Jahren schon einmal für drei Jahre in dem westafrikanischen Staat gelebt und gearbeitet hat, damals für die GTZ. Nach insgesamt neun Jahren als Geschäftsführer bei der GTZ und Vorstandsmitglied bei der GIZ habe er Lust, wieder stärker an der Basis und vornehmlich inhaltlich zu arbeiten.

Auf seinem neuen Posten in Benin will der promovierte Agrarökonom unter anderem zu der Frage arbeiten, wie in Afrika Beschäftigung gefördert werden kann. Zudem wolle er mit seinem Team vor Ort den Austausch von einheimischen Institutionen wie Gewerkschaften und Universitäten zu arbeitsmarktpolitischen Fragen fördern, sagt Preuß. „Und wenn Zeit bleibt, werde ich auf Spurensuche gehen: Was ist geblieben von den Vorhaben, die wir Ende der 1980er Jahre in Benin angestoßen haben?“

Auf seine Zeit in leitender Position in der staatlichen Entwicklungspolitik zurückblickend sagt Preuß, die Wertschätzung der technischen Zusammenarbeit in der Bundesregierung sei gestiegen. Damit gehe einher, dass innenpolitische Interessen, etwa das Anliegen, Migration und Flucht nach Europa einzudämmen, einen größeren Stellenwert erhalten hätten. Es bleibe eine Herausforderung, mit diesen Erwartungen umzugehen und gleichzeitig die Perspektive von Menschen, Institutionen und Regierungen der Partnerländer in Entwicklungsprogramme einzubringen.

Beruf und Karriere und Karriere

Nach dem Schulabschluss absolvierte Preuß zunächst eine kaufmännische Ausbildung. 1980 nahm er das Studium der Agrarwissenschaften in Gießen auf. Im Anschluss belegte er ein Postgraduiertenstudium am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik. 1986 begann Preuß seine berufliche Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit bei der GTZ als Projektassistent in Mauretanien: Bis 1990 war er in verschiedenen Funktionen in Afrika und in der Eschborner Zentrale tätig. In der Zeit von 1991 bis 1994 arbeitete Preuß als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für regionale Entwicklungsforschung der Justus-Liebig-Universität in Gießen, wo er mit einer Fallstudie zur zielgruppenorientierten Agrarforschung in Entwicklungsländern promovierte. Nach seiner Rückkehr in die GTZ 1994 gehörte er bis 1996 der Stabsstelle Unternehmensentwicklung an. 1996 wechselte Preuß zur Welthungerhilfe in Bonn, wo er zunächst als Leiter des Bereichs „Programme und Projekte“ tätig war. Von 2003 bis 2009 war er Generalsekretär der Welthungerhilfe und leitete die Organisation als Geschäftsführer. Ab dem 1. Juli 2009 ist HansJoachim Preuß Geschäftsführer der GIZ, seit 2011 Mitglied des fünfköpfigen Vorstands. In seinen Verantwortungsbereich gehören der Personalbereich sowie die Stabsstellen Informationstechnologie und Revision.

Sein Credo

Um unsere Arbeit mit Herz, Hand und Hirn wirklich gut zu machen, brauchen wir mehr als Engagement und Professionalität. Wir brauchen Leidenschaft und Exzellenz.


Hier ist der neue Wirkungskreis, Friedrich Ebert Stiftung, Benin:

Der neue Wirkungskreis.

ARD Brennpunkt Klimawandel Sven Plöger und Prof. Lesch

Im ARD Brennpunkt zur Sommerhitze 2018 erklärt Sven Plöger den Einfluss des Klimawandels.
Anschließend ein Schnappschuss aus einem Vortrag von Harald Lesch zu dem Thema.

Christoph Albuschkat, in der Mainzer Urstrom Genossenschaft engagiert: „Zur Veranschaulichung: Wir müssen runter von 11 auf 3 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr in Deutschland. Also etwa -75 %. Im Durchschnitt! Sehr schnell!“

Handlungsroutinen
Aufbau neuer Handlungsroutinen

Der volle Vortrag von Harald Lesch.

… und nochmal in englisch aktuell die Hitzewelle erklärt.

Als Atomraketen den Hunsrück veränderten

Ausschnitte aus einer ARD Dokumentation von Andreas Orth: „Geschichte im Ersten: Als Atombomben Deutschland veränderten“
Quellen: ARD Mediathek

Das nukleare Gerassel zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten von Amerika weckt bei vielen Menschen Erinnerungen an die Zeit, als der „Kalte Krieg“ Millionen Deutsche auf die Straßen trieb, um im „Heißen Herbst“ gegen neue Atomwaffen in Europa zu demonstrieren. Kürzlich freigegebene, ehemals TOP SECRET Dokumente belegen heute: 1983 ereignete sich mitten in Deutschland eine zweite Kuba-Krise. Nur Minuten trennten die Welt von einem Atomkrieg, der Deutschland zum letzten Schlachtfeld gemacht hätte.


ARD-Autor Andreas Orth erinnert mit seiner Zeitreise an diese Jahre, die Deutschland auch spalteten. Es ging damals vor allem um die Stationierung neuer sowjetischer und amerikanischer Mittelstreckenraketen. Es war die größte Protestwelle gegen eine Entscheidung des Bundestages in der Geschichte der Bundesrepublik.

Auch die Popmusik wurde von der Angst vor einem Atomkrieg geprägt. Gruppen wie Genesis, Alphaville und sogar Boney M spiegelten die Angst vor dem nuklearen Desaster in ihren Songs.
Mit Stricknadeln, Sitzblockaden, Menschenketten und Latsch-Demos mobilisierten vor allem kirchliche Gruppen und 5000 lokale Friedensinitiativen gegen die atomare Aufrüstung. Sie sahen die Welt und besonders Deutschland am Rand des Untergangs.

Die Stasi versuchte, an manchem Friedensmanifest im Westen mitzuwirken, bekämpfte aber die Friedensbewegung, die sich damals auch in der DDR bildete und die – wie wir heute wissen – einen starken Einfluss auf die Wende hatte. Andreas Orth begibt sich auf Spurensuche, besucht die alten Friedensaktivisten aus Mutlangen, dem Hunsrück und der Kleinstadt Nottuln bei Münster, die heute noch aktiv sind. Sie erzählen, wie sie es damals – ganz ohne Facebook und soziale Medien – schafften, die Straßen in Stadt und Land zu erobern. Auch der legendäre Spielfilmregisseur Edgar Reitz schildert seine Erfahrungen mit der Friedensbewegung während der Dreharbeiten für seine „Heimat“-Trilogie.

Als der damalige US Präsident Ronald Reagan und Russlands Michail Gorbatschow die Verträge über die Abrüstung der Mittelstreckenraketen schlossen, dünnte die Friedensbewegung aus. Die gewaltigen Bunkeranlagen für die nuklearen Cruise Missiles im Hunsrück dienen heute als Bühne für das Technofestival Nature One. In den Atombunkern von Mutlangen, weil lange immer wieder von Aktivisten blockiert, lagert heute Streusalz für die Gemeinde.

Wie geht es weiter?

Doch 30 Jahre nach dem Inkrafttreten der Abrüstungsverträge droht deren Aufkündigung, und die alten Großmächte planen wieder eine nukleare Aufrüstung. Vor einer neuen gefährlichen Situation für Europa warnt der SPD-Politiker Erhard Eppler, der damals einer der schärfsten Kritiker der sogenannten Nachrüstung war.

Ein Film von Andreas Orth

Kommentare auf der ARD Webseite

Ingrid und Manfred Stübecke am 26.03.2018 um 21:25 Uhr

Weiter so!

Wir fanden es sehr gut, dass mit dem Film die Erinnerung an die Ereignisse in den 80er jahren neu bewusst gemacht wurde. Wir erleben die Friedensinitiative in Nottuln als eine Gruppe, die sich sehr gut informiert und diese Informationen auch der Öffentlichkeit anbietet durch qualifizierte Vorträge von Experten. Wir wünschen allen Friedensgruppen, dass sie nicht nachlassen in ihrem Engagement für den Frieden und denken dabei an das afrikanische Sprichwort: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“ – Weiter so!

Balmer Landwehr Brigitte am 25.03.2018 um 19:47 Uhr

Widerstand ist heute nötig – wir brauchen die Jugend!

Der Film ist sehr informativ und macht Mut – gerade heute, in einer Zeit, wo Widerstand wichtiger ist denn je. Damals hat die Friedensbewegung hunderttausende auf die Straße gebracht… vor allem auch viele junge Leute. Wir brauchen auch heute die Jugend, auch wenn wir selbst mit über 60 Jahren noch aktiv sind in der Friedensbewegung. Wir brauchen die Jugend, die auf die Straße geht, die mitmacht!Zusammen können wir etwas erreichen.

Dr. Michael Stiels-Glenn am 23.03.2018 um 22:12 Uhr

Neuer Anlauf nötig – neuer Anlauf möglich

Ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der die „zweite“ Friedensbewegung (die „erste“ Friedensbewegung begann mit der „Ohne mich-Bewegung“ gegen den Wehrdienst und ging dann über „Kampf dem Atomtod“ und die Campaign Nuclear Disarmament (CND), die zu den Ostermärschen wurde) darstellte, alte Erinnerungen wachrief und deutlich machte, wie gefährlich die Situation damals war. Und es waren die vielen kleinen Leute, die damals ihren Alltag Alltag sein ließen und angesichts der Gefahren aktiv wurden. Diese kleinen Leute, die Andreas Orth sensibel zeigt, waren es, die eine weitere Runde der Hochrüstung gestoppt haben: Der politische Preis – der politische Verlust der Massen für die Rüstungspolitik – wurde höher als der Nutzen. Und der Film erreicht etwas ganz anderes: Er kann Mut machen, sich heute wieder einzuklinken in die weltweiten Bemühungen kleiner Leute um Frieden und Völkerverständigung!

Hunsrücker Friedensbewegung, Zeitzeugen Trailer

In den 1980-er Jahren bewegte die Stationierung von atomaren Marschflugkörpern in der Nähe von Hasselbach die Menschen im Hunsrück. Hier auf der Pydna, wo heute einmal im Jahr die „Nature One“ Tausende von Ravern anlockt, sollten 96 Cruise Missiles aufgestellt werden.

Die Proteste der Friedensbewegung gegen diese Aufrüstung mobilisierte viele Menschen, im Hunsrück und bundesweit. Die Zeit im Hunsrück war in diesen Jahren geprägt von Mahnwachen, Demonstrationen, Friedensgebeten, Ostermärschen, Sitzblockaden und Widerstandscamps. 30 Jahre später blicken Zeitzeugen zurück auf diese bewegte Zeit, sie sprechen über ihre Motivation zum Protest, über ihre Erlebnisse und was davon geblieben ist. Zu Wort kommen Mitglieder der Friedensbewegung, Pfarrer, Forstleute, Organisatorinnen des Frauenwiderstandscamps, Bürgerinnen und Bürger aus Bell sowie Politiker. Und sie lassen ein für den Hunsrück spannendes und für viele unvergessenes Stück Zeitgeschichte nochmals lebendig werden.

Die kompletten Interviews können auf einer DVD über
http://www.fi-hunsrueck.de bezogen werden.

Korfu goes Waldeck

Quelle: Köpfchen 2-2018

„Korfu goes Waldeck“ wird eine erste Fortsetzung schon in diesem Sommer in Kastellaun haben, wo Hotte mit einem Teil der Gruppe einen kleineren Workshop speziell zur Schauspielerei leitet. Auf Einladung unseres Freakquenz-Festival-Teams besuchen sie dabei das Festival und beraten, ob und wie sie 2019 ihr Stück hier aufführen können.

Kurfu4Vorher soll am 6. Oktober 2018 „Waldeck goes Korfu“ in Korfu Premiere feiern. Es handelt sich um ein Projekt des Wilde Rose e.V. und wird gefördert vom BMFFSJ, der Peter Rohland Stiftung und der Sczech-Stiftung.

Kurfu3Weitere Infos auf: waldeck.de

 

Kastellaun: Cantania 2018

Cantania findet seit 2012 in Rheinland-Pfalz unter der Federführung des gemeinnützigen Vereines „Musikforum Kastellaun e.V.“ und unter der künstlerischen Leitung von Volker Klein statt. Bisher haben über 6000 Kinder teilgenommen, die in 16 Konzerten in Mainz, Koblenz und Neustadt a. d. Weinstraße die Kantaten „50 Millionen Sekunden“, „Rambla Libertad“ (Straße der Freiheit) und „Babaua. Die Leiden der Mimi“ zu Aufführung gebracht haben. Die Sczech-Stiftung unterstützt das Projekt wie in den vergangenen Jahren auch 2018.

siehe auch Musikforum-Kastellaun

Christiane Wirtz liest im Bukafski am 13. April 2018

Christiane Wirtz wohnte lange Zeit in der Mainzer Neustadt.

Sie ist 34, als plötzlich die erste Psychose auftritt. »Schizophrenie« lautet die Diagnose. Diese schwere Krankheit von großer Zerstörungskraft ist nach wie vor stark angst- und schambehaftet, und es herrscht große Unkenntnis, obwohl Millionen Menschen in Deutschland von ihr direkt oder indirekt betroffen sind. Die sozialen Konsequenzen dieser Mischung aus Krankheitsfolgen, ChristinaeWirtz_NebenDerSpurUnkenntnis und Ablehnung bekommt Christiane Wirtz grausam zu spüren. Sie verliert alles: Job, Freunde, Eigentumswohnung, Altersvorsorge. Das Leben war vorbei. Aber darf die Gesellschaft zulassen, dass Menschen so tief fallen?

Wirtz erzählt, wie sie komplett abrutschte, lässt Ärzte, Psychologen, Anwälte, Eltern, ehemalige Kollegen zu Wort kommen. Sie fordert eine breite Debatte über psychische Krankheiten, ein Ende der Diskriminierung. Sie appelliert an die soziale Verantwortung der Gesellschaft. Ihre Botschaft an die Betroffenen: Lasst Euch nicht stigmatisieren. Und an die anderen: Baut Vorurteile ab und erkennt, dass eine Krankheit Menschen nicht aussondern darf, dass sie während und nach einer Psychose Solidarität verdienen.

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Bukafski Buchhandlung und Café, Kurfürstenstrasse, 9, 55118 Mainz

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SWR2: Nimm doch einfach deine Tabletten

ChristinaeWirtzFASNachtcafe1Bericht in der AZ-Mainz vom 8.4.2018

Nur in meinem Kopf: Christiane Wirtz beschreibt, wie es ist, „verrückt“ zu sein

Von Christiane Wirtz

MAINZ – Vor etwa 17 Jahren: Ich bin 34 Jahre, wohne in der Mainzer Neustadt in der Leibnizstraße, ich bin festangestellte Hörfunkjournalistin, habe in Mainz studiert, doch mein Leben erscheint mir sinnlos. Ich habe mich in jemanden verliebt, den ich kenne, seit ich 19 bin. Wir arbeiten zusammen, wir sind uns sehr nahe, wir schätzen uns sehr, wir flirten miteinander, doch er ist gebunden. In einer Ehekrise lässt er sich trotzdem auf mich ein, ich mich auch auf ihn, aber die Sache geht nicht zu meinen Gunsten aus.

Ich werde merkwürdig. Findet mein Umfeld. Ich kann mich nicht mehr konzentrieren während der Arbeitszeit. Die Buchstaben verschwimmen vor meinen Augen auf dem Computerbildschirm, alles ist zu viel, zu viele Eindrücke, zu viel Kummer, zu wenig Halt.

Keiner weiß genau, was mit mir los ist und ich auch nicht. Ich fühle, dass etwas mit mir nicht stimmt, weil alles so unglaublich stressig ist. Ich beantrage Urlaub, buche einen Aufenthalt in Zypern, doch ich habe plötzlich Angst vor dem Flug, irgendetwas Schlimmes wird passieren, ich trete die Reise nicht an. Nach dem Urlaub hat sich nichts verändert, die Situation ist eher noch dramatischer geworden.

Unsinnige Fragen, unsinnige Sachen

 Ich gehe einfach nicht zur Arbeit, ich verbarrikadiere mich in meiner Wohnung in der Leibnizstraße. Ich sitze an meinem Esstisch, rauche und trinke Tee, trinke Tee und rauche. Ich grübele ununterbrochen. Ich frage mich, was ich nur falsch gemacht habe, aber ich frage mich auch völlig unsinnige Sachen, wie, ob der Bergkäse, den ich in einem Bioladen in der Nähe gekauft habe, mit einem Freund aus Holzkirchen zu tun hat, dessen Hobby Bergsteigen ist. Die unsinnigen Fragen, die verrückten Fragen in meinem Leben nehmen zu. Ich frage mich auch, ob der vorbeifahrende Käfer mit dem Kennzeichen MZ-JH2876 etwas mit jemand zu tun hat, dessen Namensinitialen JH sind. Ich vermute, dass der etwas Böses im Schilde führt. Der verfolgt mich wegen irgendwas. Wegen was? Ich fliehe wieder in meine Wohnung und grübele. Wie eine Verrückte.

Denn das bin ich. Verrückt. Am Ende eines langwierigen, mehrmonatigen Prozesses lande ich in der Psychiatrie der Mainzer Unikliniken. „Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis“ lautet die vorläufige Diagnose nach vier Wochen Aufenthalt. Ich bekomme Medikamente, verschiedene werden ausprobiert. Ich bin aber völlig unvorbereitet, mit so einem grausamen Urteil umzugehen. Die Psychiater sagen recht hilflos, was damals Stand der Forschung war: Tabletten nehmen, ruhig verhalten, nicht nachdenken. Für mich ein recht unbefriedigender Rat. Für mich eine Diagnose, die ich nicht akzeptieren will. Ich kämpfe gegen die Krankheit und habe noch viermal eine Psychose, weil ich viermal glaube, ich könnte doch ohne Tabletten auskommen, es ginge mir jetzt gut und ich wäre geheilt. Doch die Krankheit zeigt mir ihre Zähne.

Die vierte Psychose ist die schlimmste

Beim letzten Mal, also durch die letzte Psychose, habe ich sehr viel verloren: meinen Job, meine Eigentumswohnung, habe meine Lebensversicherung aufgebraucht. Vielen Freunden war mein bizarres Verhalten zu viel, viele Bekannte haben sich zurückgezogen. Denn die Wahnvorstellungen wurden immer abstruser: So glaubte ich, ich sei die Tochter von Mick Jagger und die Nichte von John F. Kennedy, mein Bruder der „Red Hot Chili Peppers“-Leadsänger Anthony Kiedis. Einmal dachte ich, mein Vater käme mich mit einem Raumschiff abholen. In der glutheißen Sommermittagssonne habe ich auf dem Kölner Friesenplatz auf ihn gewartet bis in die Nacht. Er kam nicht. Aber ich in die Psychiatrie. Wieder.

Doch ich habe nicht aufgegeben. Die Krankheit hat auch eines erreicht: Sie hat Kraft in mir mobilisiert, von der ich nie geahnt hätte, dass ich sie besitze. Auf die Frage, was mit so einem von vielen Brüchen gekennzeichneten Leben anzufangen ist, habe ich mir die Antwort gegeben: über die Krankheit zu informieren, Missstände, die mir aufgefallen sind, zu benennen und zur Diskussion darüber beizutragen.

Wer schizophren ist, wird ausgegrenzt

Eine Untersuchung der Universität Greifswald aus dem Jahr 2011 nennt erschreckende Zahlen hinsichtlich Stigmatisierungen von Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung. Über die Hälfte der Befragten würde es ablehnen, einen Menschen mit Schizophrenie einem Freund vorzustellen (53 Prozent), ihn für einen Job zu empfehlen (63 Prozent), ihn als Mieter zu akzeptieren (58 Prozent), oder in der Familie (60 Prozent). 49 Prozent der Befragten sagen, dass sie sich in Gegenwart eines an Schizophrenie erkrankten Menschen unwohl fühlen, 37 Prozent haben Angst vor ihm. Das sind grausame Zahlen, meine ich. So schlimm habe ich es selbst nicht empfunden, obwohl ich auch Ablehnung und Unsicherheit im Zusammenhang mit meiner Krankheit erlebt habe. Und da muss sich etwas bewegen. Deshalb habe ich meine Geschichte im Hörfunk veröffentlicht. Deshalb habe ich nun ein Buch geschrieben.

Mittlerweile geht es mir ganz gut. Ich wohne in Köln, habe einen Job und einige der Beziehungen, die geruht haben oder die sogar zerrissen waren, sind neu geknüpft. Gerade das Ansprechen dieser Problematik brachte mir viel Resonanz von Betroffenen und Angehörigen. Es haben sich Menschen bei mir gemeldet, die vorher Berührungsängste hatten, nicht wussten, wie sie mit mir umgehen sollen.

„Ich will etwas gegen die Stigmatisierung tun“

Ich nehme Tabletten, aber relativ niedrig dosiert. Die Medikamente haben gar nicht so harmlose Nebenwirkungen, zu denen eine Art gefühlsmäßiges Eingefrorensein gehört. Beispiel: ein Mensch, der hochdosiert Tabletten nimmt, wird ohne Interesse auf erste Anzeichen des Frühlings reagieren. Während „normale“ Menschen ein Gefühl von Begeisterung und Aufbruch empfinden, spürt ein solcher Mensch wenig oder nichts. Das nimmt Lebensfreude. Ich habe die Krankheit, so schwer es ist, angenommen. Ein Schritt war, diesen Artikel unter meinem Namen zu veröffentlichen. So kann ich mir kein Türchen aufhalten, dass ich ja doch nicht wirklich ein Problem habe. Für das es allerdings nicht „die“ Lösung gibt, sondern nur verschiedene Ansätze. Das eventuell immer mit Tabletten begleitet sein wird. Das Stigmatisierungen mit sich bringt. Aber dagegen, dass die Krankheit ein Tabu ist, tue ich ja jetzt etwas.

Ein Traum ist Wirklichkeit geworden…

Ein Dankesbrief erreichte uns zu Weihnachten von Achim Fuchs aus Beltheim, dem Gründer von Home of Smile: Homeofsmile Brief

Wir haben das Projekt sehr gerne unterstützt.

Link zu Home of Smile

 

Foto: Home of Smile