Es gibt Alternativen


Ausschnitt aus Leben mit der Energiewende TV „DIE FOLGEN DER RESSOURCEN-AUSBEUTUNG“. Franz Alt interviewt Clemens Ronnefeldt.

Clemens Ronnefeldt war nicht nur einer der Motoren der Hunsrücker Friedensbewegung, sondern auch Mitgründer von Höhenwind.

Wie berichten ARD Tagesthemen, ZDF Heute und CNN News über den Weltklimarat IPCC-Sonderbericht zum 1,5-Grad-Limit? Ein interessanter Vergleich.

Das 1,5-Grad-Ziel kann noch eingehalten werden, zeigt der lange erwartete Sonderbericht des Weltklimarats IPCC. Voraussetzung sind jedoch beispiellose Veränderungen in allen wichtigen Sektoren der Weltwirtschaft – darunter ein kompletter Kohleausstieg.
Vor drei Jahren hat sich die Menschheit ein großes Ziel gesetzt. Sie will die von ihr selbst verursachte Erderhitzung auf ein Maß zu begrenzen, das aller Voraussicht nach noch beherrschbar sein wird.

Wo dieses Limit liegen soll, ja liegen muss, damit ein katastrophaler Klimawandel – eine „Heißzeit“ mit unabsehbaren Folgen – verhindert werden kann, ist im Pariser Klimaabkommen auch klar benannt. Die Erwärmung soll bei „deutlich unter zwei Grad“ gestoppt werden, am besten aber bei 1,5 Grad.

Ob und wie das ambitioniertere 1,5-Grad-Ziel noch zu schaffen ist und welche Klimawandelfolgen sich die Menschheit damit gegenüber dem Zwei-Grad-Ziel ersparen würde, dazu hat der Weltklimarat IPCC im koreanischen Incheon seinen lange erwarteten Sonderbericht vorgelegt.

Das vollständige Interview von Energiewende TV:

Ebi und Elisabeth unterwegs

Liebe Grüße aus dem mexikanischen Regenwald und und eine tolle Blogadresse erreichen uns heute von Ebi und Elisabeth: https://blauemurmel.blog

Die beiden versuchen im Blog insbesondere auf ökologische und soziale Themen aufmerksam zu machen und werden natürlich viel über ihre Reiseerfahrungen berichten.
Nach Mexico geht es dann weiter nach Nicaragua und dann nach Costa Rica. In 2019 stehen der Senegal, Äthiopien und  Ruanda auf der Route.

Ich bin besonders gespannt auf den Bericht aus Nicaragua. Was ist aus dem Land und Daniel Ortega geworden?

 

ARD Brennpunkt Klimawandel Sven Plöger und Prof. Lesch

Im ARD Brennpunkt zur Sommerhitze 2018 erklärt Sven Plöger den Einfluss des Klimawandels.
Anschließend ein Schnappschuss aus einem Vortrag von Harald Lesch zu dem Thema.

Christoph Albuschkat, in der Mainzer Urstrom Genossenschaft engagiert: „Zur Veranschaulichung: Wir müssen runter von 11 auf 3 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr in Deutschland. Also etwa -75 %. Im Durchschnitt! Sehr schnell!“

Handlungsroutinen
Aufbau neuer Handlungsroutinen

Der volle Vortrag von Harald Lesch.

… und nochmal in englisch aktuell die Hitzewelle erklärt.

Uni Marburg würdigt Clemens Ronnefeldt

„Konflikte können diplomatisch gelöst werden, davon ist Clemens Ronnefeldt überzeugt und reist in dieser Mission in Spannungsgebiete. Jetzt ist er mit dem Peter-Becker-Preis der Universität Marburg ausgezeichnet worden. Seine Botschaft: Man muss an den Ursachen ansetzen.“ schrieb die Süddeutsche Zeitung und druckte ein Interview mit dem Preisträger.

Bei diesen Reisen wurde Clemens Ronnefeldt mehrfach finanziell durch die Sczech-Stiftung unterstützt. Deshalb war die Freude groß, als die Nachricht von der Preisverleihung eintraf.

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Clemens Ronnefeldt Uni Marburg 23. Januar 2017 (alle Fotos Uni Marburg)

Rede von Clemens Ronnefeldt anlässlich der Preisverleihung des Peter-Becker-Preises am 20.1.2017 in Marburg

Sehr geehrte Frau Krause, sehr geehrte Frau Buckley-Zistel,

sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrter Herr Kanzler,

lieber Peter Becker, liebe Mitglieder der Jury, liebes Auditorium,

zunächst möchte ich Dir, lieber Ulrich (Duchrow), ganz herzlich für deine Laudatio danken.

Es war zuletzt Mitte November 2016, als ihr beide, Maximiliane und Johannes, mich zu einem Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung und am nächsten Tag zu einem Nahost-Forschungsseminar an die Universität Marburg eingeladen habt.

Dass ich heute erneut als Preisträger des Peter-Becker-Preises eingeladen bin, erfüllt mich mit großer Freude.

Ebenfalls freut mich, dass die Präsidentin des Internationalen Versöhnungsbundes IFOR (die Abkürzung für: International Fellowship of Reconciliation), Frau Davorka Lovrekovic, und der Präsident des deutschen Zweiges, Herr Ullrich Hahn und seine Frau Eva sowie der Vorsitzende des deutschen Zweiges, Berthold Keunecke, gekommen sind.

Ich möchte gerne einige Bilder zeigen, von denen ich annehme, dass sie im Zusammenhang meiner heutigen Ehrung stehen.

Vor mehr als 30 Jahren hat mich die Friedensarbeit auf dem Hunsrück am Cruise-Missile-Stationierungsort Hasselbach geprägt.

In den 90ger Jahren konnten wir mit vielen Menschen zusammen das Leid von Kriegsopfern auf dem Balkan lindern, mit Zivildienstleistenden in Flüchtlingslager in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien neue Lebensfreude bringen.

Als wir im November 1990 in Bagdad waren, sagte uns eine Krankenschwester bei der Entgegennahme von Medikamenten: „Euer Besuch ist für mich wie frischer Tau in der Wüste“.

Auf dem Höhepunkt der 2. Intifada im April 2002 reisten wir mit einer IFOR-Delegation nach Israel und Palästina, die von unserer Ehrenpräsidentin Dr. Hildegard Goss-Mayr geleitet wurde. Wir besuchten u.a. Erzbischof Michel Sabbah in Jerusalem, der kurz zuvor in Bethlehem in der Geburtskirche eine Gruppe von eingeschlossenen bewaffneten Palästinensern durch Verhandlungen davor bewahrt hatte, entweder ausgehungert oder beim Verlassen der Kirche erschossen zu werden. Mich beeindruckte damals, dass es offenbar selbst in ausweglos scheinenden Situationen Möglichkeiten der zivilen Konfliktlösung gibt.Marburg-5 12

2005 nahm ich als europäischer Vertreter an einer Delegation des US-Versöhnungsbundes nach Iran teil. Wir trafen u.a. eine Frauenorganisation, deren mehr als 5000 Frauen sich für Umweltschutz und erneuerbare Energien einsetzen.

In Teheran besuchten wir die größte jüdische Gemeinde und sprachen in der Synagoge mit dem jüdischen Parlamentsabgeordneten Dr. Maurice Motamed.

Zwei Mitglieder unserer Delegation waren jüdische US-Staatsbürger, die von Dr. Motamed für ihren Mut gewertschätzt wurden, auf der Suche nach Verständigung und der Abwendung von Militärschlägen gegen Iran die weite Reise aus den USA auf sich genommen zu haben.

Ich bin überzeugt, dass solche zivilgesellschaftlichen Initiativen des Brückenbauens oder auch Städtepartnerschaften den Boden mit dafür bereiten können, dass auf höherer politischer Ebene leichter Konflikte zwischen Staaten gelöst werden können.

In Palästina beeindruckt mich die Arbeit der Versöhnungsbund-Organisation „Holy Land Trust“. Mein Kollege Marwan Fararjeh baut mit betroffenen Familien und Freiwilligen zerstörte palästinensische Häuser wieder auf. 

In unserem IFOR-Zentrum „Wi`am“ – arabisch für „Herzensverbindung“ – wird traditionelle arabische Mediation sowie Gemeinwesenarbeit für Frauen und Jugendliche angeboten.

Dem Internationalen Versöhnungsbund gehören heute rund 100 000 Mitglieder in mehr als 40 Staaten der Erde an. Sechs Friedensnobelpreis-träger_innen sind seit 1914 aus unserem Verband hevorgegangen, darunter Mairéad Corrigan und Dr. Martin Luther King jr.

2012 besuchten wir mit einer IFOR-Delegation den Botschafter des Vatikan in Kairo und informierten uns über die zunehmend gefährlichere Lage der rund zehn Prozent koptischen christlichen Minderheit in Ägypten.image1

Im März 2016 reiste ich mit einer Gruppe der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung“ unter Leitung von Dr. Gisela Penteker und Mehmet Bayval u.a. nach Ankara, Diyarbakir und Cizre.

In Ankara trafen wir den zu fünf Jahren Haft verurteilten Cumhyriet-Journalisten Erdem Gül, der zusammen mit seinem Kollegen Can Dündar wahrheitsgemäß über türkische Waffenlieferungen an Dschihadisten in Syrien berichtet hat.

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Aufruf: „Unterstützen Sie die Arbeit von Clemens Ronnefeldt, Friedensreferent des Versöhnungsbundes“

Starke Nerven brauchten wir, als wir durch Cizre gingen – einer kurdischen Hochburg, die wenige Tage vor unserer Ankunft unter schweren Beschuss der türkischen Armee geraten war.

Seit vielen Jahren sehe ich eine meiner Aufgaben darin, in deutschsprachigen Ländern jenen Personen in Artikeln und bei Veranstaltungen eine Stimme zu geben, die wegen ihres Einsatzes für Gerechtigkeit, Frieden und Menschenrechte unterdrückt werden.

Aktuell ist es mir ein Herzensanliegen, darauf hinzuweisen, dass im Schatten des Syrien- und Irak-Krieges auch andere Menschen, die Opfer von Gewalt z.B. in kurdischen und palästinensischen Gebieten oder im Jemen werden, unsere öffentliche Wahrnehmung und Solidarität benötigen.

Meine bisher größte Herausforderung war im Jahre 2011 zusammen mit dem Journalisten Andreas Zumach die Moderation einer Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten mit 27 Teilnehmenden aus Israel, Palästina, Türkei, Syrien, Jordanien, Irak, Iran, und Kuweit.

Nachdem alle Teilnehmenden ihre Projekte vorgestellt hatten, bildeten wir länderübergreifende Querschnittsgruppen zu den Themen Wasser und erneuerbare Energie, Friedenserziehung, interreligiöser Dialog und eine massenvernichtungswaffenfreie Zone.

Zunehmend beschäftigt mich auch die Frage, wie die Konflikte und Kriege der von mir bereisten Region im globalen Zusammenhang zu sehen sind.

Vielen Menschen ist bewusst, dass das 2-Grad-Erderwärmungsziel bis zum Jahre 2050 nur eingehalten werden kann, wenn 80 Prozent aller weltweit bekannten Vorräte an Öl, Gas und Kohle in der Erde verbleiben.

Konzepte wie Postwachstums- und Gemeinwohlökonomien, Bioregionalismus und das „Lassen“ jener Handlungen, welche die Lebenschancen anderer Menschen und zukünftiger Generationen mindern, sind überzeugend – aber noch wenig umgesetzt.

Einfach leben, damit andere einfach überleben, Teilen statt Töten, den mit Überfluss gefüllten Tisch länger statt Zäune höher machen – diese Botschaften bei immer enger werdenden Spielräumen umzusetzen, wird eine politische und geistige Herausforderung werden.

Schon jetzt freue ich mich darauf, am 17. Februar 2017 bei der Internationalen Münchner Friedenskonferenz u.a. Prof. Harald Welzer zu diesen Fragen moderieren zu dürfen.

Der heutige Amtsantritt von Donald Trump, der Amerika wieder groß machen möchte, erscheint mir als historische Zäsur.

Wie wird sich das Verhältnis zwischen NATO, USA und Russland weiter entwickeln?

„Mein Gott, wenn mich jetzt mein Opa sehen könnte! Der war vor 75 Jahren auch schon einmal hier“, sagt der Bundeswehr-Soldat auf einer Karikatur an der russischen Grenze.

Bei mir war es mein Vater, der noch an Hitlers Russland-Feldzug teilgenommen hat.

„Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ – diese Botschaft könnte nicht aktueller sein.DFGVK

Je mehr Gewalt ich in meinem Leben gesehen habe, desto rationaler und überzeugender wurden für mich die Bergpredigt, Gewaltverzicht und Feindesliebe, wie sie Jesus, Gandhi, Martin Luther King jr. und viele andere Frauen und Männer gelehrt und gelebt haben.

Voraussetzung für dieses Handeln ist für mich die Integration meiner Schattenseiten als Beginn aller Friedensarbeit.

Trotz Klimaausgleichszahlungen belastet mich meine persönliche Ökobilanz.

Ich hoffe, dass die Umweltzerstörungen durch meine Reisen am Ende aufgewogen werden können durch das Konstruktive, was ich bewirkt habe.

Am Ende meiner Rede möchte ich denen danken, die mich auf meinem Weg bisher begleitet und geprägt haben:

Meinen verstorbenen Eltern, meinen beiden Beratern bei der Kriegsdienstverweigerung, Joachim Dietermann und Michael Germer, Dr. Marshall Rosenberg, meinen Professoren Johannes Beutler, Medard Kehl und Friedhelm Hengsbach an Jesuiten-Hochschule in Frankfurt, Dr. Hildegard Goss-Mayr, Dr. Christine Schweitzer und dem verstorbenen Prof. Andreas Buro für die Zusammenarbeit bei der Dossier-Reihe „Zivile Konfliktbearbeitung“, meinen Reiseleitungen und Dolmetschern, unserem langjährigen Vorsitzenden und Präsidenten, Ullrich Hahn, dem Vorstand des Versöhnungsbundes und meinen beiden Kolleginnen in der Geschäftsstelle.

Mein Dank geht auch an den Versöhnungsbund insgesamt, der mir seit 25 Jahren diese Arbeit ermöglicht.

Ganz besonders danke ich Peter Becker für die Stiftung des Preises und den Personen, die für meine Auswahl als Preisträger votiert haben.

Meiner Familie möchte ich danken, dass ihr mir den emotionalen Rückhalt gibt, mich für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung unserer bedrohten Schöpfung einzusetzen.

Ich danke Ihnen und Euch für die Aufmerksamkeit.

Pressemitteilung: Philipps-Universität würdigt Friedens- und Konfliktforschung

Laudatio von Ulrich Duchrow

Bild 1_Peter Becker-Preis 2017_Markus Farnung_c

Clemens Ronnefeldt Ostermarsch 2015

Clemens Ronnefeldt im Nahen Osten

Jetzt Auslieferung: FIVE!

Die bei Betterplace anvisierte Spendensumme ist erreicht und auf dem Spendenkonto des BDP eingegangen, so dass die Kampagne als voller Erfolg bewertet abgeschlossen wird.

Die Tatsache, dass das Flüchtlingsthema in den letzten Wochen nicht mehr so präsent war, hat sich auch im Spendeneingang bemerkbar gemacht. Für die letzten hundert Meter wurde mehr Zeit gebraucht als für die ersten hundert Kilometer. Da der allergrößten Teil der Summe aber bereits früh zusammenkam, war klar dass 7000 Spiele produziert werden konnten. Die Spiele wurden nun in Schachteln gefüllt und wir freuen uns dass 50 FIVE! Spiele nun auch über die Sczech-Stiftung verteilt werden können oder beispielsweise über Welcome Dinner Mainz.

(Anita, so klein ist die Welt. Ich habe heute Ebi getroffen, er wird ein Spiel nach Bodenheim in die Flüchtlingsgruppe mitnehmen.)  


Dass die Situation in den Erstaufnahmelagern zur Zeit entspannter ist als Ende letzten Jahres macht ein gezielteres Verteilen der Spiele leichter. Es steht jetzt oft mehr Zeit und Raum zur Verfügung um FIVE! vorzustellen und mit Flüchtlingen zu spielen.

Zur Erinnerung

Give me FIVE!“ Ist ein ambitioniertes Projekt des Steffen Spiele Verlags in Kooperation mit dem BDP Rheinland Pfalz. Eine Spielsammlung wurde entwickelt, die speziell auf die Situation der Menschen in Flüchtlingsunterkünften zugeschnitten ist. FIVE! soll in einer hohen Auflage produziert und bundesweit kostenlos in Unterkünften, Begegnungszentren und anderen Einrichtungen verteilt werden.Give_me_five_2

In den letzten Monaten sind Tausende von Menschen aus ihren Heimatländern geflohen und haben in Deutschland Schutz gesucht. Natürlich steht die Sicherung der Grundbedürfnisse an erster Stelle, aber Menschen in Notsituationen brauchen nicht nur eine Basisversorgung.
Soziale und kulturelle Aktivitäten gehören ebenso zum Menschsein wie Nahrung und ein Dach über dem Kopf.
Die Reaktion auf Spielespenden und Spielaktionen, die wir in Flüchtlingsunterkünften durchgeführt haben, hat uns gezeigt, wie groß das Bedürfnis nach Momenten der Abwechslung und Freude ist. Eines der akuten Probleme in den Unterkünften ist der Leerlauf. Die meiste Zeit des Tages verbringen die Menschen dort mit Warten. Kaum etwas aber kann Wartezeiten besser verkürzen als ein Spiel!

Das gemeinsame Spiel ist eine der ältesten kulturellen Handlungen der Menschheit. Gerade im Mittelmeerraum gehören Brettspiele wie Backgammon und Domino bis heute zum täglichen Zeitvertreib.
Spiele bringen Menschen der unterschiedlichsten Kulturkreise und Nationen an einen Tisch und können uns erkennen lassen, dass wir einander oft gar nicht so fremd sind, wie wir denken.

Mit Spielen kennen wir uns aus. Wir möchten unsere Erfahrung als Verlag einbringen und eine ambitionierte Idee umsetzen.
In einer handlichen Spieleschachtel haben wir eine Sammlung aus fünf verschiedenen Spielen vereint. Mit einem Satz aus zweifarbigen Spielsteinen lassen sich sowohl Kinder- als auch Erwachsenenspiele spielen. Der Schachtel soll ein Regelbuch mit Übersetzungen in die wichtigsten Sprachen beiliegen, die in den Unterkünften gesprochen werden.

mehr Infos: Give me FIVE

Scharfe Kritik am Kriegseinsatz der türkischen Streitkräfte

Wir haben eine zweiwöchigen Reise nach Ankara sowie in die Südosttürkei einer IPPNW-Reisedelegation unterstützt. Diese Delegation ist nun zurück und übt scharfe Kritik am Kriegseinsatz der türkischen Streitkräfte gegen die Kurden, am Schweigen der EU und fordert Wiederaufnahme des Friedensprozesses.

Hier ein Link zu ausführlichen Berichten über Begegnungen und Erfahrungen der IPPNW-Delegation.

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Give me a FIVE

Wir haben folgende e-mail vom Bund Deutscher PfadfinderInnen (BDP) aus Waldlaubersheim bekommen, und spontan beschlossen das Projekt finanziell zu unterstützen:

Hallo liebe BDPlerInnen, Freunde und Freundinnen, Interessierte und UnterstützerInnen

ein befreundeter Verlag „Steffenspiele“ hat eine wundervolle Idee
geboren, um Flüchtlinge zu unterstützen.
Wir freuen uns sehr mit dem BDP Rheinland-Pfalz bei diesem Projekt mitwirken zu können und möchten euch dieses Projekt ganz besonders ans Herz legen, weil es Menschen in Flüchtlingsunterkünften auf eine ganz besondere Weise beschenkt.

……

Viele Grüße
Roland und Anita

 

Give me FIVE!“ Ist ein ambitioniertes Projekt des Steffen Spiele Verlags in Kooperation mit dem BDP Rheinland Pfalz. Eine Spielsammlung wurde entwickelt, die speziell auf die Situation der Menschen in Flüchtlingsunterkünften zugeschnitten ist. FIVE! soll in einer hohen Auflage produziert und bundesweit kostenlos in Unterkünften, Begegnungszentren und anderen Einrichtungen verteilt werden.Give_me_five_2

In den letzten Monaten sind Tausende von Menschen aus ihren Heimatländern geflohen und haben in Deutschland Schutz gesucht. Natürlich steht die Sicherung der Grundbedürfnisse an erster Stelle, aber Menschen in Notsituationen brauchen nicht nur eine Basisversorgung.
Soziale und kulturelle Aktivitäten gehören ebenso zum Menschsein wie Nahrung und ein Dach über dem Kopf.
Die Reaktion auf Spielespenden und Spielaktionen, die wir in Flüchtlingsunterkünften durchgeführt haben, hat uns gezeigt, wie groß das Bedürfnis nach Momenten der Abwechslung und Freude ist. Eines der akuten Probleme in den Unterkünften ist der Leerlauf. Die meiste Zeit des Tages verbringen die Menschen dort mit Warten. Kaum etwas aber kann Wartezeiten besser verkürzen als ein Spiel!

Das gemeinsame Spiel ist eine der ältesten kulturellen Handlungen der Menschheit. Gerade im Mittelmeerraum gehören Brettspiele wie Backgammon und Domino bis heute zum täglichen Zeitvertreib.
Spiele bringen Menschen der unterschiedlichsten Kulturkreise und Nationen an einen Tisch und können uns erkennen lassen, dass wir einander oft gar nicht so fremd sind, wie wir denken.

Mit Spielen kennen wir uns aus. Wir möchten unsere Erfahrung als Verlag einbringen und eine ambitionierte Idee umsetzen.
In einer handlichen Spieleschachtel haben wir eine Sammlung aus fünf verschiedenen Spielen vereint. Mit einem Satz aus zweifarbigen Spielsteinen lassen sich sowohl Kinder- als auch Erwachsenenspiele spielen. Der Schachtel soll ein Regelbuch mit Übersetzungen in die wichtigsten Sprachen beiliegen, die in den Unterkünften gesprochen werden.

Spenden / fördern / mehr Infos: Give me FIVE

Climate Action Zone ZAC

Fotos: Reinhard Sczech, 10.12.2015

Wie bei allen meinen Reisen: etwas abgehetzt und vermutlich was Wichtiges vergessen, Einstieg in den IC, Mainz Hauptbahnhof Richtung Mannheim, von dort mit dem französischen TGV weiter. In Schnellzugsteige n in Saarbrücken fünf fett bewaffnete französische Polizisten ein. Sofort Unruhe, kurz darauf Schreie und Sc20151210_solutions_3himpfen. Dann Ruhe. Auf dem Sitz links vor mir, schläft ein junger Mann. Ich wundere mich, warum er trotz dem Lärm nicht einmal den Kopf hebt. Dann kommen drei Beamte zu uns. Sehen mich kurz an, rütteln an dem jungen Mann: „Passport?“. Der etwa 19-jährige schüttelt den Kopf. „Nationality?“ „Afghanistan“. Routiniert zieht einer den Jungen aus dem Sitz, mit traurigem Gesicht und stumm lässt er es geschehen, alle verschwinden im nächsten Wagen. Eine Frau schimpft auf französisch. Zwei Minuten später „außerplanmäßiger Halt in Forebach“. Die Polizisten und sechs junge Männer verlassen den Zug. Die verbleibenden schauen sich betroffen an.
So verlaufen die ersten Stunden meiner Reise zum Klimagipfel nach Paris. Wir fahren gerade 311 Kilometer pro Stunde.

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Solutions COP21

Nachmittags besuche ich das offizielle Rahmenprogramm für den Weltklimagipfel: „Solutions COP21“ im Grand Palais. Wegen Kontrollen wie am Frankfurter Flughafen eine Stunde Wartezeit, obwohl nicht besonders viel los ist. Das Programm finde ich großenteils enttäuschend. 20151210_solutions_2Einige Firmen sind echt bemüht, aber beispielsweise bei Coca Cola werde ich reflexartig misstrauisch. Von einem Schweizer Forscher der „Horizon Social Media Analytics“ nehme ich am meisten mit. Darüber werde ich einen eigenen Beitrag schreiben.

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Viele Kameras, viele Reden, wenig Publikum bei den Solutions COP21
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Bei der Rheinland-Pfalz Ausstellung in Mainz war deutlich mehr los als bei den Lösungen für die Weltrettung in Paris 2015
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Ein spannendes Gespräch, wie man die Stimmungen in den Social Media analysiert
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In der ZAC war nun aber richtig was los

Climate Action Zone (ZAC)

In der ZAC sollte eigentlich von den Umweltgruppen die gr20151210_ZAC_6oße Klimaschutzdemonstration am Ende des Klimagipfels vorbereitet werden. Bündnisse aller Schattierungen rund um den Globus hatten ihre Mitarbeit angekündigt. Dann kamen die Terroranschläge am 13. November wie eine Seuche über Paris. Vollständiges Demonstrationsverbot.

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Überwiegend junge Menschen interessiert die Rettung der Zivilisation, die anderen kämpfen mit den Alltagsproblemen

Als Alternative werden nun fantasievolle, gut organisierte, gewaltfreie aber entschiedene Aktionen geplant. Als ich ins ZAC komme, ist die Plenumshalle rappelvoll. Es wird diskutiert was zu tun ist und wie die Lage politisch einzuordnen ist. Im Plenum sitzt auch Naomi Klein. Die anderen kenne ich nicht, viele der Redebeiträge sind in französisch. Sprachbegabung hat man mir leider nicht mit in die Wiege gelegt.

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Diese Menschen zu erleben…. ich bin froh, doch nach Paris gefahren zu sein

Naomi Klein räumt freimütig ein, dass auch sie erst vor 10 Jahren die volle Brisanz des Klimawandels begriffen hat.

Klick gemacht

Wenn ich tief in mich gehe, muss ich gestehen bei mir sind es weniger als fünf Jahre her bis es „klick“ machte. Was eigentlich schon beschämend ist, da ich als Ingenieur sowohl mit Regelkreisen wie auch Statistik und nichtlinearen Simulationsverfahren reichlich Erfahrung sammeln durfte. Aber trotz vielfältiger Literatur hat mein Gehirn sich einfach geweigert die bittere Wahrheit voll zu realisieren. Wie auch. Da liest du eine alptraumhafte Analyse, die menschliche Zivilisation ist dabei sich auszulöschen, das sechste große Massensterben auf dem Planeten hat begonnen, du schaltest den Fernseher an, „und nun die Lottozahlen“.

Sicher, ich war schon viele Jahre vorher umweltbewusst, habe in Windenergie investiert (und damit sehr gut verdient), Müll getrennt, dicke Autos vermieden, Greenpeace unterstützt, die Grünen (oft sehr zähneknirschend) gewählt und nur Ökostrom durch die Steckdosen gejagt. Aber begriffen hatte ich es nicht wirklich.
Jetzt bin ich in Paris, um die Luft um den Weltklimagipfel einzuatmen und ein Gefühl dafür zu bekommen: Wie groß sind die Chancen der Menschheit die Kurve zu bekommen?
Es muss zweifellos eine sehr scharfe Kurve sein, eine Revolution. Die Zeit zum herumzackern haben wir nun wirklich nicht mehr.

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Etwas wehmütig kommt mir der Eiffelturm vor

Klimaschutz und Gerechtigkeit

Du hast einen schrulligen Onkel der immer noch sagt „Hör‘ mir auf mit Klimawandel, die Wissenschaftler sagen jedes Jahr was anderes? Einen Kollegen, der kundtut „alles halb so schlimm, was geht mich der Klimawandel an“? Einen Chef der ruft: „Wachstum ist am wichtigsten für uns, später werden wir schon was gegen den Klimawandel erfinden“?

Der RBB Film Klimaschutz und Gerechtigkeit ist bestens geeignet für Aufklärung zu sorgen.

Klimaschutz und Gerechtigkeit

16.11.2015 | 28:53 Min. | UT | Verfügbar bis 16.11.2016 | Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg

KlimaschutzUndGerechtigkeit3Trotz der blutigen Anschläge will Frankreich Ende des Monats Gastgeber des Klimagipfels in Paris bleiben. Die hohen Kohlenstoffwerte in der Atmosphäre und die Erderwärmung zwingen zum Handeln. Der heißeste Sommer seit Beginn der Messungen brachte Deutschland Tornados, brennende Getreidefelder und einen riesigen Flüchtlingsstrom. Gibt es da Zusammenhänge?

KlimaschutzUndGerechtigkeit2
Öl-Lobby sponserte Kriegsverbrecher

Klasse Beiträge gibt es von der RBB OZON Redaktion.

Populäre Wissenschaft
Auf allen weiteren Montags-Sendeplätzen setzt die Redaktion Wissenschaft/Bildung populäre Wissenschafts-, Tier- und Naturfilme ein, die selbst produziert oder von anderen ARD-Anstalten übernommen werden.

WissensZeit im rbb
Das Bildungsangebot des rbb Fernsehens, montags bis freitags, 6:20 Uhr bis 6:50 Uhr.

nano
Die Redaktion arbeitet am 3sat-Wissenschaftsmagazin „nano“ mit, das gemeinsam von ARD, ZDF, ORF und dem Schweizer Fernsehen produziert wird. Das rbb Fernsehen sendet „nano“ montags bis freitags um 6:50 Uhr.

 

Birgit Berg: „Wer sich das Denken abnehmen läßt, darf sich nicht wundern, wenn man ihm bald auch den Kopf abnimmt.“

Reflecta 2015/Frankfurt

Ja, der Anspruch wurde erfüllt. Es waren Überraschungen dabei, Perspektivenwechsel, Ideen und Anregungen habe ich mehr bekommen als ich mit nach Mainz zurücktragen konnte.

In Zeiten von Flüchtlingsströmen, häufig begleitet von der Angst vor Identitäts- und Kulturverlust, befasste sich das Reflecta Festival Team sehr gelungen mit „Identitäten“. Die ganz praktischen Fragen: Wie gehen wir mit uns selber um? Wie gehen wir mit unserer Umwelt um? Wie behandeln wir unsere Mitmenschen?

So plauderte ich unverhofft einige Zeit mit Shai Hoffmann, dem Hauptdarsteller des Eröffnungsfilmes „3min of Fame, Love and Peace„. Er, der Jude, spielte beeindruckend einen Muslim mit fürchterlichen Existenzkrisen – und Teile seiner eigenen Lebensgeschichte in der muslimisch-jüdischen Komödie aus Kreuzberg. Finanziert über Crowdfunding.  Ein filmisches Experiment von Architekt Van Bo Le-Mentzel („habe keinen blassen Schimmer von Film“). Das Resultat (der Film) ist genau so wichtig wie der Entstehungsprozess (Moslems und Juden machen einen Liebesfilm über den Koran).

Shai Hoffmann muss auch im wirklichen Leben von einem Tag zum nächsten planen, er verdankt sein Leben auch in der Wirklichkeit einer Nierenspende von „Babba“. Er steckt so voller Ideen und Hoffnungen. Eine frische Brise aus Kreuzberg die mir da in mein „am jeden Monatsersten gibt es Geld vom Arbeitgeber“ Leben fegt.

Einige Sätze von Bo Le-Mentzel in Facebook: Der Film lief. und die Leute lachten, sie weinten, sie fühlten den Film und lebten die Geschichten, die wir erzählten. Das Publikum hat unseren Film angenommen. Eine Algerierin musste sogar drei Mal den Saal verlassen, weil dieser Film sie zu stark an ihre eigene Vergangenheit erinnert hatte. er traf sie zu tief. eine Frau mit kurzen blondgrauen Haaren kam nach der Premiere zu mir und sagte, dass der Film Sie sehr berührt hätte. Der Autor und Theologe Prof. Milad Karimi gestand mir, dass er mehrere Male Tränen in den Augen hatte. Nadia Doukali sagte zu mir: Mit der „Lies-Szene“ hast du alle Moslems „kaputt gemacht“. sie meinte damit, dass wir damit sie alle emotional tief berührt hätten. für alle Nichtmoslems: Die „Lies-Szene“ ist eine Anspielung auf die erste Offenbarungsgeschichte von Mohammed dem Propheten. jeder Muslim kennt sie in und auswendig. Ein Journalist, den ich sehr schätzte, gestand mir, dass ihm der Film ganz und gar nicht gefiel. Er fand die erste Hälfte „lapidar“ und das Ende war etwas „stringenter“ aber ihm viel zu religiös. Er war der Meinung, dass die Menschen besser dran wären, wenn wir die Religion nicht bräuchten. ich fragte ihn, ob es ein religiöser Film war. das Wort Islam fällt an keiner Stelle unseres Filmes. In der Tat spielen viele Szenen in religiösen Häusern, doch nur weil auf dem Geldschein des US-Dollars „in God WE Trust“ steht, macht das ja nicht den Dollarschein zu einem religiösen Artefakt.

Heute berichtet die Berliner Zeitung im Feuilleton über unseren Film 3min of Fame, Love & Peace. Der „Jude“ da in der Überschrift bin ich…aber vielmehr bin ich Mensch, der gerne neue Welten betritt. Der Film ist ab heute auf unserer Webseite zu sehen. Wir laden euch hiermit herzlich ein, ebenfalls eine neue Welt zu begehen: www.3min-film.de

Wir könnten, Wir sollten, Wir hätten doch…

Grandios der Kurzfilm  Wir könnten, Wir sollten, Wir hätten doch…von David M. Lorenz.  Sonntagabend im verschneiten Deutschland, kurz vor dem Tatort. Im Fernsehen laufen die gewohnten Nachrichten über Flüchtlingskatastrophen an der Küste Italiens, in der Küche wird Sushi auf einer Platte gestapelt. Ein Pärchen freut sich auf einen gemütlichen Abend zu zweit, doch plötzlich klingelt ein Fremder, dem es draußen zu kalt ist. Es entbrennt ein Streit darüber, was man nun tun könnte, sollte oder müsste…

ShoutOutLoud

ShoutOutLoad war auch auf dem Reflecta Festival engagiert.

Klimawandel, Ressourcenverknappung, Armut & Hunger, Globalisierung, Urbanisierung, demographischer Wandel – wir sehen uns heutzutage mit einer Vielzahl an fundamentalen Herausforderungen konfrontiert. Diese prägen und beeinflussen unser Handeln in allen Lebensbereichen und auf allen Ebenen – lokal bis global, gegenwärtig und vor allem zukünftig.

Wir wollen durch kleine Projekte lokal Nachhaltigkeit fördern und erhoffen uns durch die damit einhergehende Informations- bzw. Aufklärungsarbeit langfristige Effekte in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

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Mehr Infos, siehe auch Reflecta in Facebook

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