So wird’s gemacht! Energiewende im Hunsrück

Der Rhein-Hunsrück-Kreis zeigt wie Energiewende gemacht wird. Ein neuer Film dokumentiert die revolutionäre Entwicklung.

Wen der Mut verläßt, ob wir den Kampf für eine ökologische Welt gewinnen können, der sollte sich im Rhein-Hunsrück-Kreis umschauen.

Mit einem Glas Sekt, den der ehemalige Landrat Bertram Fleck den Gästen der Premierenfeier spendierte, stießen die Macher des Films und der Energiewende in der Region an. Landrat Marlon Bröhr freute sich über Ministerin Ulrike Höfken ebenso wie über das Team um Filmproduzent Carl A. Fechner.​ Foto: Volker Boch, Rhein-Hunsrück-Zeitung

Volker Boch schreibt in der Rhein-Hunsrück-Zeitung zur Filmpremiere: „Seit einem Vierteljahrhundert wird das Pro-Winzkino in Simmern mit dem Kinoprogrammpreis des Landes ausgezeichnet. Keine Frage, die Macher des Kino-Teams sind bekannt für „besondere Filme“ und für ein außergewöhnliches Programm. In dieses Bild passte die Premiere des Films „Der Rhein-Hunsrück-Kreis – Heimat der Energiewende-Vormacher“, der am Montagabend gezeigt wurde. Im vollen Saal des Simmerner Lichtspielhauses erstrahlte die Region dabei in einem bundesweit einzigartigen Glanz.“

SWR Bericht Energiewende-Vorreiter

Temperaturen von 20 Grad im Herbst, Niedrigwasser im Rhein , Überschwemmungen in Venedig – der Klimawandel ist weltweit, aber auch in Rheinland-Pfalz deutlich zu spüren. Deshalb hat sich die Landesregierung auf die Fahnen geschrieben: bis zum Jahr 2050 soll Rheinland-Pfalz klimaneutral werden. Vorbildlich macht das der Rhein-Hunsrück-Kreis, sagt Umweltministerin Ulrike Höfken. Statt wie früher 680.000 Tonnen Kohlendioxid pusten die dortigen Haushalte null Tonnen in die Luft.
„Gelobtes Land“ in seinem Youtube Kanal:

„Rhein-Hunsrück-Kreis ist deutschlandweit einer der ersten Null-Emissions-Landkreise“ „Der Rhein-Hunsrück-Kreis produziert allein 300 Prozent Strom aus Wind, Sonne und Biomasse, gemessen an seinem Gesamtverbrauch. Innerhalb von 28 Jahren hat der Kreis seine CO2-Emissionen in den Sektoren Wärme, Strom und Abfall von 680.066 bilanziell auf null Tonnen gesenkt. Das ist ein einzigartiger Erfolg: Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist deutschlandweit einer der ersten Null-Emissions-Landkreise im sogenannten stationären Bereich“, berichten Umwelt- und Energieministerin Ulrike Höfken und Landrat Dr. Marlon Bröhr. Energiewende schafft Wertschöpfung für die Region: Bürgerbus, Begegnungscafés, sanierte und umgestaltete Spielplätze – Die Einnahmen aus den Erneuerbaren Energien und die Einsparungen durch Effizienzmaßnahmen haben den Kommunen im Kreis sowie den Bürgerinnen und Bürgern finanzielle Spielräume zur Entwicklung des ländlichen Raums gegeben. „Die Nahwärmenetze, Windenergieanlagen auf kommunalen Flächen sowie viele weitere Projekte, die teilweise auch finanziell von der Landesregierung unterstützt wurden, schaffen eine kommunale Wertschöpfung von jährlich rund 44 Millionen Euro. Die Rücklagen der Ortsgemeinden sind auf 84 Millionen Euro gewachsen. Die kommunale Verschuldung im Rhein-Hunsrück-Kreis beträgt nur noch 20 Prozent des Landesdurchschnittes. Die Kommunen sind so gut wie schuldenfrei“, sagt Landrat Dr. Marlon Bröhr. Eine Basis dieses Erfolgs bilde die Energiewende, wie der Film eindrucksvoll zeige, so Höfken. Und der Zuschauer erfährt: „Zur Umsetzung des Klimaschutzes braucht es die Menschen vor Ort. Die Bürgerinnen und Bürger ziehen hier für eine nachhaltige Zukunft alle an einem Strang“, führte die Ministerin an.

Mit Mut, Vision und Tatkraft für den Klimaschutz: Die Einnahmen aus Energieeinsparung und Pachteinnahmen haben die Gemeinden des Kreises planvoll reinvestiert, etwa in die Geierlay-Hängeseilbrücke mit mehr als 750.000 Besucherinnen und Besuchern in nur drei Jahren. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gemeindeshauses Horn mit einem eigenen Energiespeicher sichert die LED-Straßenbeleuchtung der Gemeinde und erspart ihr hohe Stromkosten. Die Schnorbacher Energiesparrichtlinie, bei der die Kommune Einnahmen in Energieeffizienzmaßnahmen der Bürger reinvestiert, hat zahlreiche Nachahmer und bundesweite Beachtung gefunden. Höfken erklärt: „Ich bin fasziniert, was im Rhein-Hunsrück-Kreis in vergleichbar kurzer Zeit entstanden ist. Mut, Vision und Tatkraft leisten hier wirksamen Klimaschutz und festigen die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Energiewende. Außerdem dient der Kreis als wertvolles und motivierendes Vorbild für viele weitere Kommunen.“ Klimawandel ist Realität: Starkregenereignisse, Dürre, Niedrigwasser: Der Klimawandel ist in Rheinland-Pfalz spürbar. Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, müssen alle Akteure auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene handeln, betonte Höfken. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen Reinland-Pfalz bis 2050 weitgehend klimaneutral gestalten, wie in unserem Landesklimaschutzgesetz festgeschrieben. Dafür haben wir die Weichen mit den zentralen Bausteinen Umsetzung der Energiewende, Klimaschutz- und Wärmekonzept gestellt. Viele konkrete Projekte zur Erreichung unseres Klimaschutzziels werden auf kommunaler Ebene wie im Rhein-Hunsrück-Kreis umgesetzt“, betont Höfken.

Aus dem Bericht der Rhein-Hunsrück Zeitung

6.11.2018

Bei seiner Einführung in den Abend startete Landrat Marlon Bröhr mit einem Scherz und hob kurz auf den „bescheidenen Titel“ ab, der den Film ab jetzt begleiten wird. Wenn in Zukunft vom Rhein-Hunsrück-Kreis in Sachen Energiewende geredet wird, dann von einer „Heimat der Vormacher“. In der Tat ist es keine ganz uneitle Bezeichnung, die den Film als Untertitel prägt. Aber der von dem – gerade beim Thema Energie – überaus erfahrenen Produzenten Carl Fechner verantwortete Streifen zeigt eindrucksvoll, welchen Pioniercharakter die Region hat. Nicht nur Landrat Bröhr erklärte bei der Premiere des 20-minütigen Werks, dass er „richtig aufgeregt“ ist. Vor ihm saßen im Publikum reihenweise Pioniere, die mit ihren ganz lokalen Projekten viele einzelne Akzente setzten, die letztlich zu einem Mosaik zusammenfanden.

Regisseurin Nadja Wegfarth streift vom Blick auf die Kastellauner Burg ausgehend auf ihrer Reise durch Rhein-Hunsrück viele Impressionen der Region, die ansprechen. Allerdings wechselt der von Kameramann Christoph Sillmann in eindrucksvollen Bildern sensibel eingefangene Film die Perspektive. Es ist ein durchaus touristisch-animierter Blick, der auf den Kreis geworfen wird. Aber die Vorzüge, um die es geht, zeigen – in gedanklicher Anlehnung an Edgar Reitz‘ famose „Andere Heimat“ – einen „anderen“ Rhein-Hunsrück-Kreis und Gesichter, die dafür stehen. „Dieser Film ist besonders, weil er von diesem Spirit, der in der Region herrscht, spüren lässt“, sagt Produzent Fechner. Vor zwei Jahren hatte Fechner im Pro-Winzkino einen Film zur internationalen Energiewende vorgestellt und im Anschluss nicht nur in einem intensiven Gespräch mit Kreisklimaschutzmanager Frank-Michael Uhle, sondern auch mit einem Blick ins Publikum festgestellt: Diese Region ist voller Energie-Macher, die mit großer Überzeugung an lokalen „Wenden“ arbeiten, von Nahwärme über Photovoltaik, Energiesparrichtlinien bis hin zu sozialen Komponenten.

Die Idee reifte, einen Film zu machen, der die Region als Beispiel- und Impulsgeber dieser Entwicklung darstellt – und fand nicht nur im Kreis Unterstützung, sondern auch beim Land. Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken verfolgte die Premiere in Simmern mit Begeisterung – vor allem, weil der Eindruck des Films sich in den Gesprächen mit den bodenständigen Machern von vor Ort im Anschluss an die Vorführung bestätigte.

„Es war einfach eine gute Idee, der Energiewende ein Gesicht zu geben“, sagte Höfken. „Hier in der Region ist eine Bewegung von unten entstanden, die für die sinnvolle Verzahnung von verschiedenen Elementen steht. Es ist eine Blaupause für die Energiewende.“ Diese Entwicklung zeige, dass die Energiewende „nix für Eliten“ sei, sondern auch diejenigen erreiche, „die nicht so viel haben“. Die Ministerin betonte in Simmern einmal mehr, wie bedeutend es ist, dass drei Faktoren zusammenkommen und gemeinsam berücksichtigt werden: Ökologie, Ökonomie und das Soziale. Im Rhein-Hunsrück-Kreis fänden diese Komponenten vorbildlich zueinander. Der Film zeigt, so beschrieb Höfken präzise, wie „der Motor ans Laufen“ gekommen sei. Dank einzelner Taktgeber und kleiner Motoren vor Ort.

Dass Klimaschutzmanager Uhle in seine Worte des Danks gerade auch die beiden verstorbenen Bürgermeister von Fronhofen, Günter Steffens, und Külz, Aloys Schneider, sowie deren Familien einschloss, passte ins Bild des Abends. Es ging schließlich weniger um politische Ansprachen, sondern um Pioniere wie Schneider und Steffens, um Macher und Motoren, die sich vor Ort mit Mut eingesetzt haben und auch mit Widerständen umzugehen hatten. Dazu gehörte auch Bertram Fleck, der als Landrat und Amtsvorgänger von Marlon Bröhr die Bewegung maßgeblich mit initiiert hat. Fleck spendierte anlässlich der Premiere aus Freude über diesen Meilenstein-Tag eine üppige Anzahl Sektflaschen und nutzte den Anlass, um Begleitern Danke zu sagen – darunter insbesondere auch fachliche Experten wie Prof. Peter Heck vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement in Birkenfeld.

Viele der Gesichter der Energiewende saßen im Simmerner Publikum und huschten zugleich an den Zuschauern im Film vorbei. Der Betrachter begegnet auf seiner Reise durch die Rhein-Hunsrücker Energiewelt ganz unterschiedlichen Menschen und Charakteren, die aber eines gemeinsam haben: etwas besser machen und anderen im besten Sinne des Wortes etwas vormachen zu wollen. Das Land unterstützt den knapp 48.000 Euro kostenden Film mit einem Beitrag von 50 Prozent gerade auch deshalb, weil er anderen als Beispiel dienen soll: als Ansporn, es dem Rhein-Hunsrück-Kreis nachzutun, der etwas „anderen Region“.

Von unserem Chefreporter Volker Boch
————-unfassbar hingegen:
Diese deutschen Firmen ohne Moral unterstützen aus Habgier mit viel Geld Donal Trump bei den Wahlen am 6. November 2018. Pfui Deibel.

 

Siehe auch   DIE ZEIT:

Die Sintflut kommt

 

Umwelt und Ersparnisse retten, jetzt!

Stiftungen, die ihr Geld langfristig sicher anlegen müssen, haben in großem Umfang weltweit angefangen ihre Vermögen umzuschichten. Warum?

Die Kohlenstoffblase wird platzen

Die Kohlenstoffblase (Carbon Bubble), beschreibt eine mögliche Blase an den Finanzmärkten. Die Anleger pumpen ihr Geld in Energiekonzerne, weil sie glauben, dass deren fossile Reserven sich in Zukunft zu Geld machen lassen. Dadurch steigen die Aktienkurse, was noch mehr Anleger animiert, in diese Unternehmen zu investieren. Dadurch wird die Blase weiter befeuert. Dass die Reserven angesichts der weltweiten Klimaziele gar nicht alle verbrannt werden können, ist den Anlegern entweder nicht klar oder sie spekulieren darauf, dass sie selbst aussteigen, bevor die Kurse sinken. Die Blase beruht also auf falschen Erwartungen der Anleger sowie auf ihrer Selbstüberschätzung. Sobald Zweifel an derwem tatsächlichen Wert der Reserven überhand nehmen, kann es an den Märkten zu plötzlicher Panik kommen. Die Investoren würden ihr Geld dann abziehen und die Blase platzen.

Der Rhein-Hunsrück-Kreis und viele Kommunen in NRW können ein Lied davon singen. Ihre Vermögen in Form von RWE Aktien sind dramatisch gefallen. RWE ist die deutsche Firma mit dem größten „Carbon Bubble“ Anteil.

 

Reinhard Bütikofer, Mitglied im Europäischen Parlament für die Grünen, hat die Zusammenhänge in einer Grafik aufbereitet:

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Hunsrücker Energiewende (auch) in Kanada erzählt

Die deutsche Energiewende erzählt der ehemalige Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises geschickt und anschaulich auch in Kanada.

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Useful Links:


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German experts to share best practices in renewable energy

Thought Leaders Forum on Oct. 29 will explore what it would take to make Alberta and Canada renewable energy leaders
October 24, 2014

Bertram Fleck is a lawyer and long-serving chief administrative office of Rhein-Hunsrueck county in Germany. Under his leadership, the county has become a net energy exporter by harnessing wind and solar energy.


Imagine living in an area with 100-per-cent renewable electricity. Science fiction? Not according to two German experts on renewable energy who will tell a University of Calgary audience next week what it’s like, how you get there.“Many people might think that 100-per-cent renewable energy is a futuristic idea from Star Trek, but it’s happening now in regions in Germany,” says Faculty of Social Work associate professor Mishka Lysack.“It’s remarkable,” says Lysack. “In 10 years, Germany has moved from six- to 28-per-cent renewable electricity. Over nine million Germans already live in regions with 100-per-cent renewable electricity. Today, about 380,000 Germans work in the renewables sector – far more than in oil, gas and coal. ”For location details and to register for the free Oct. 29 Thought Leaders forum, click here.Participants will hear how Germany’s Rhein-Hunsrueck county, with a population of more than 100,000, is electrically powered by wind and solar energy. In fact, the county produces 177 per cent of what it needs, making it a net exporter of electricity.Bertram Fleck, chief administrative officer, says Rhein-Hunsrueck was motivated to decrease its dependence on foreign sources — mainly oil and natural gas — and to create jobs. Reduced CO2 emissions is another benefit.“However, the most important reason for us was the explosive growth of energy costs, for which we had to find an alternative,” he says.“Nationally, the energy supply in Germany was and still is dependent on imports from Arab countries and Russia. In 2012, $130 billion Canadian was spent on energy imports nationwide,” says Fleck.Remarkably, the renewable energy suppliers have mostly been small, community-based power generators, sometimes single-family dwellings. In all, there are now two million power generators in Germany. Lysack believes the model offers important possibilities for Albertans.

“People in regions of Alberta value being energy self-sufficient, creating local jobs, and being resilient to the shocks of price fluctuations,” he says. “There are social, economic and environmental benefits, as well. That’s why Premier Prentice has been talking about a coal phase-out, highlighting renewables as a priority.”

The German renewable-energy movement has had remarkable success, and yet has had its challenges too, says Christine Wörlen, a Berlin-based consultant who has worked with national and international agencies on renewable energy for the past 15 years.

At first it was a smooth ride, as the public’s enthusiastic embrace of renewable-energy projects took everyone by surprise.

“In 2005, we said, ‘Oh, we’ve had record growth this year,’” Wörlen recalls.

“Then that record growth doubled and the year after that, it doubled again. We were constantly exceeding our expectations.”

But in the past year, the four major electricity producers have fought back. Marketing campaigns claimed that German consumers pay more for electricity because of renewables. Fleck says this argument ignores the fact that traditional power has long been subsidized by government.

“We are now experiencing a backlash in terms of policies. The large utilities are losing revenue,” explains Wörlen, because the law ensures renewable energy is used before other forms, which creates redundancy in portions of fossil-fuel-based electrical power.

Canada can benefit from Germany’s experience, she says, partly by emphasizing how hundreds of thousands of jobs were created in her country through community-based power generation. Also, renewable technology such as wind and solar equipment is much cheaper now than when Germany began to adopt it.

“The renewables trend is going to continue because, on a global scale, everything points in that direction,” Wörlen says. “It’s the only choice that makes sense.”

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Oct. 29, 2014 – Energiewende (Energy Shift): The Remarkable Renewable Energy Transformation in Germany: an inspiration for Alberta.

The share of renewable electricity in Germany rose from 6% to nearly 25% in only ten years. It is estimated that this share will be more than 40% by 2020.

  • How did Germany manage transition its energy system toward renewable energy so quickly?
  • Which policy tools were most effective?
  • What was the role of the municipalities and small businesses?
  • What is the economic spinoff of the transition in energy prices, job creation and the vitality of communities?

More than two decades ago, Germany adopted the first feed-in-tariff regulation, followed in 2000 of the Renewable Energy Act (EEA), giving priority to renewable energy generation to the grid. The Germany’s development bank KfW was also another tool mobilised in the energy transition: it supports municipalities and other actors to invest in renewable energy and energy efficiency.

The economic spinoffs are numerous, including:

  • Job creation. Today, roughly 380,000 Germans work in the renewables sector – far more than in the conventional energy sector. In addition, between 100,000 – 150,000 of net job creation is expected in the period from 2020 to 2030.
  • Decrease in electricity price. In 2012, wind and solar energy have driven down prices on the wholesale power market by more than 10%. Since 2010, prices are down by 32%.
  • Promotion of community’s and small business’ projects. By 2013, more than half of investments in renewables had been made by small investors.

Reference: Energy Transition: The German Energiewende, Heinrich Böll Foundationm November 2012, Revised January 2014, Energytransition.de (http://energytransition.de/2012/10/key-findings/)

Download speakers‘ presentation

  • Landrat Bertram Fleck’s presentation: click here
  • Dr. Christine Woerlen’s presentation: click here

In the media

  • Big pay­offs from clean energy, German official says, ‘Everything is impossible until it’s done’, By David Howell, in Edmonton Journal October 29, 2014: Click here
  • Green Party says reports that renewable energy can’t cut it are ’nonsense‘, By Hal Roberts, National Bureau; in Toronto Sun, First posted: Thursday, October 30, 2014 06:40 PM EDT: Click here

Keynote speakers

1) Bertram Fleck, Chief Administrative Officer (Landrat in German) of Rhein-Hunsrueck County

Born in 1949, Bertram Fleck is a lawyer and since 1989, Chief Administrative Officer (Landrat in German) of Rhein-Hunsrueck County, Germany (101,000 inhabitants, 400 employees). Prior to this, his high level civil service experience includes working in various tax offices in the financial administration of Rhineland-Palatinate, in the regional tax office, and as personal assistant to the Minister of Finance (equivalent to Treasury Secretary in the U.S.). Mr. Fleck has more than 23 years of experience in regional administration and sets priorities on various projects in the areas of climate protection and renewable energies.

About the Rhein – Hunsrück 100+% Renewable Energy District. Targets: 236% renewable power by 2014; 507% renewable power by 2020; 828% renewable power by 2050; 100% net zero emissions heat and transportation by 2020.

2) Dr. Christine Wörlen, founder and CEO of Arepo ConsultDr. Christine Wörlen is the founder and CEO of Arepo Consult, a small consulting company on sustainable energy in Berlin, Germany. She has been working in renewable energy for 15 years, starting with her work for the German parliament’s study commission on sustainable energy and her doctoral thesis. As Programme Manager at the Global Environment Facility she was responsible for the GEF grants for the World Bank, UNDP, UNEP and the regional multilateral development banks’ project in renewable energy in developing countries and emerging economy. Later as Head of Renewable Energies of the German Energy Agency dena, she managed support programs to German renewable energy companies and renewables’ grid integration. At Arepo Consult she is advising policy makers, NGOs, companies and international organizations on sustainable energy policy, monitoring and evaluation and the German Energiewende.

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Crowdfunding Film zur Energiewende von Frank Farenski