Was für ein Talent, toll!

Xiuhtezcatl Martinez: Wie ein 15-jähriger „Anti-Bieber“ gegen den Klimawandel kämpft

Rolling Stone, August 2015

Es geht Xiuhtezcatl Martinez um nichts Geringeres, als die Welt zu retten. Kürzlich sprach der 15-jährige bei einer U.N.-Versammlung neben Leuten wie Ban Ki-moon vor Vertretern aus über 200 Ländern.

Seine Stimme klang aufrüttelnd, kämpferisch:  „Ich stehe hier vor euch als Repräsentant einer ganzen Generation! Die Jugend dieser Welt sucht nach Lösungen. Wir werden auf die Straße gehen und die Gerichte fluten“ rief er. „Wir müssen jetzt etwas unternehmen. Wir sind alle Eingeborene dieses Planeten“.

„Eco-Rapper“ und „Anti-Justin-Bieber“

Martinez, ein 15-Jähriger „Eco-Rapper“ mit aztekischen Wurzeln, ist das Gesicht einer neuen Generation von Klimaschützern. Mit der Organisation „Earth Guardians“ will er ein altes Gesetz ausnutzen, um die politischen Führer zur Verantwortung zu ziehen.

Wir trafen den Idealisten, der drei Sprachen spricht (spanisch, englisch und Nahuatl) und wegen seiner Jugend und seinem selbstlosen Engagement auch „Anti-Justin-Bieber“ genannt wird, zum Interview.

Du hast darüber gesprochen, dass sich das menschliche Bewusstsein wandeln muss, wenn wir etwas gegen den Klimawandel tun wollen. Was meintest du damit?

Wir müssen nicht komplett auf fossile Energiequellen verzichten oder in die Wälder ziehen. Darum geht es nicht. Es ist wichtig, das wir verstehen, dass wir auf zerstörerische Art mit unserer Umwelt interagieren. Wir betrachten die Erde als etwas, das wir ausschöpfen können und wir machen weiter, bis der letzte Wald abgeholzt und der letzte Fisch gefischt ist. Wir bringen das Problem nicht richtig mit der Ursache zusammen. Wir haben diese Katastrophe geschaffen. Diese Verbindung herzustellen ist für viele schwer, weil sie eine neue Weltsicht verlangt. Das ist eine größere Herausforderung, als Menschen davon zu überzeugen, auf andere Glühbirnen umzusteigen.

Du sprichst in diesem Zusammenhang immer wieder über deine aztekischen Wurzeln und die Traditionen, die dein Vater an dich weitergegeben hat. Kannst du uns mehr davon erzählen?

Meine Familie, Nachfahren der Azteken in Mexiko City, teilen viele Ideen und Glaubensmuster mit eingeborenen Völkern auf der ganzen Welt: ein Gefühl für das Wohl des Planeten und den Glauben, dass die Dinge um uns ein Geschenk sind. Das es nicht einen Gott gibt, aber alles um uns beseelt ist. Sobald ich laufen konnte, lernte ich die traditionellen Tänze und ich lernte die Sprache Nahuatl. Man vermittelte mir eine wunderschöne, magische Verbindung zur Welt. Ich sah die Berge, Wälder und Flüsse von Colorado und betrachtete sie als mein Zuhause. Ich begriff, dass ich sie beschützen muss, egal, was es kostet. Und so begann ich, mich zu engagieren.

Deine Mutter, Tamara Roske, hat die Gruppe „Earth Guardians“ 1992 auf Hawaii gegründet. War es abzusehen, dass du ein Umwelt-Aktivist werden würdest?

Meine Mutter ist eine Kriegerin, sie hat Kraft und Leidenschaft. Ich beneide ihre Fähigkeit, alles beiseite zu lassen und für die Dinge zu kämpfen, die wirklich wichtig sind.  Die meisten anderen Kinder hatten nicht, was ich habe. Nicht die Eltern, die Gemeinschaft und die Unterstützung. Ich habe so viele wichtige Lektionen von meiner Mutter gelernt. Wir sind für unser Glück verantwortlich, und wahres Glück ist, alles zu akzeptieren was passiert, egal ob gut oder schlecht. Ich glaube nicht, dass das vielen Kindern beigebracht wird.

 

Es gibt eine Denkschule, die besagt, dass unsere Art von Kapitalismus die Ursache der globalen Erwärmung sei.

Wir haben diese Weltsicht vererbt bekommen: erobere die Erde, erkläre sie zu deinem Besitz, mache dich zu ihrem Herrscher. Ich glaube nicht, dass der Planet uns gerade als Teil von sich wahrnimmt. Wir, die wir Wälder abholzen und Berge sprengen, um an die Kohle im Inneren zu gelangen. Wir zerstören das einzige Zuhause, das wir haben.

Ihr benutzt die „public trust doctrine“ um vor Gericht gegen den Klimawandel zu kämpfen. Wie funktioniert das?

Die „public trust doctrine“ ist ein Rechtsgrundsatz, der vor langer Zeit verfasst wurde und in vielen US-Staaten gilt. Er besagt, dass wir unsere natürlichen Ressourcen, – Luft, Wasser, den Boden, – für zukünftige Generationen schützen müssen und es in der Verantwortung der Führer liegt, das zu garantieren. Dazu gehört auch der Klimaschutz, der alle betrifft. Wir haben Jugendorganisationen in allen 50 Staaten, die Klage gegen ihre Landesregierungen eingereicht haben. In New Mexico und Washington gab es erste Erfolge. Derzeit arbeiten wir an Möglichkeiten, unser Projekt global auszuweiten.

Zusammen mit deinem Bruder Itzcuauhtli machst du auch Musik. Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen wählte euren Song „Speak for the Trees“ als Hymne für die UN-Klimakonferenz in Paris 2015 aus.

Musik ist ein bestimmender Teil meiner Persönlichkeit. „Speak for the Trees“ stammt von unserem neuen Album, „Generation RYSE“. Wir haben viele Wochen im Studio verbracht.

Was für Musik hörst du privat?

Ich liebe Michael Franti, besonders seine älteren Alben mit Spearhead, die waren radikal und poetisch. Unglaublich inspirierend. Ansonsten mag ich Tupac, Ludacris, Jurassic 5, Common, aber auch EDM und Trap.

Integrierst du traditionelle aztekische Tänze in deine Live-Auftritte?

Nein, diese Tänze sind zu zeremoniell, sie eignen sich nicht zur Unterhaltung.

 

Dazu passt diese Meldung:

Unglaubliche Hitze im Iran, könnte ich da noch leben?

Im Süden Irans am Persischen Golf wurde Ende Juli 2015 ein Hitzerekord gebrochen. Der Hitze-Index, auch bekannt als die gefühlte Temperatur, betrug in der Stadt Bandar-e Mahschahr knapp 73 Grad Celsius, wie der Wetterdienst accuweather.com berichtete.
Dies soll die höchste jemals auf der Welt gemessene Temperatur gewesen sein.Der Hitzeindex setzt sich unter anderem aus der gemessenen Lufttemperatur von 68 Grad Celsius sowie der relativen Luftfeuchtigkeit zusammen.

Fast während des gesamten Monats Juli lag der Nahe Osten unter einem starkten Hochdruckgebiet. Die Wassertemperatur im Persischen Golf lag bei über 30 Grad.

In Bagdad erreichte die Temperatur mit 51 Grad einen Höchststand. Die jordanische Hauptstadt Amman wurde durch einen gewaltigen Sandsturm förmlich verschluckt. Dadurch konnten mehrere ankommende Flugzeuge nicht landen und mussten umgeleitet werden.

Papst jetzt „gefährlichster Mensch auf Erden“?

Zum ersten Mal in der Geschichte der katholischen Kirche befasst sich eine Enzyklika mit Klimaschutz und Umwelt. Papst Franziskus mahnt in seiner Schrift eine radikale Umkehr an und ein Ende des‚ unersättlichen und unverantwortlichen Wachstums. Deshalb wurde er von einem ultrarechtem Amerikaner zum „gefährlichsten Menschen auf Erden“ erklärt. [siehe Filmbeitrag unten]  

#LaudatoSi – Klimaforscher Latif lobt Umweltenzyklika

Kardinal Marx lobt Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus, nachdem ich den Kardinal noch kurz vorher in Mainz bei einer Veranstaltung der GRÜNEN in der Rheingoldhalle gesehen hatte.

USA: selbst ultrareaktionäre FOX NEWS werden (teilweise) nachdenklich

Der Papst wird in FOX News zum „gefährlichsten Menschen auf Erden“ erklärt.

„Papst jetzt „gefährlichster Mensch auf Erden“?“ weiterlesen

Wow, positiv überrascht

Union Investment verwaltete per 31. Dezember 2013 ein Vermögen von 206,2 Milliarden Euro.  Das ist richtig fett. Mit dabei, die Anlagen meiner „Riesterrente“. Ich habe meiner Bank geschrieben und am 1. Juni eine Antwort bekommen:

AW: Ihre E-Mail vom 27.05.2015 (Vorgang: 1200259)

Sehr geehrter Herr Sczech,
 
vielen Dank für Ihre E-Mail.
 
Gern nehmen wir zu den von Ihnen angesprochenen Punkten Stellung:
 
Klima- und Umweltschutz nehmen wir bei Union Investment sehr ernst. Union Investment steht schon lange mit CO2-intensiven Unternehmen im Dialog und dringt auf Emissionsreduktionen. Wenn große Unternehmen nicht an das Carbon Disclosure Project (CDP) berichten, verweigern wir Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung, denn das ist für uns ein denkbar schlechtes Signal. Darüber hinaus suchen wir den Dialog mit den Unternehmen zum Thema CDP.
 
Zusätzlich sprechen wir dies auch auf den Hauptversammlungen aktiv an. Beispielhaft haben wir Ihnen eine Passage aus der Hauptversammlungsrede von RWE beigefügt, die unser Fondsmanager Ingo Speich am 23. April 2015 vor den RWE Aktionären in Essen gehalten hat:
 
„RWE ist nach wie vor der größte Kohlendioxid-Emittent in Europa – ein trauriger Negativrekord! Welche Maßnahmen sehen Sie am effektivsten und dringlichsten an, um den CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren? Hohe CO2-Emissionen sind gleichbedeutend mit hohen Kosten, da die Emissionsrechte gekauft werden müssen. RWE muss alles daran setzen, die CO2-Emissionen und damit die Kosten für die Aktionäre zu reduzieren – denn niemand sonst zahlt die Zeche!
Bei der Verringerung der CO2-Emissionen helfen auch die erneuerbaren Energien. RWE ist immer noch das Schlusslicht mit nur 7,5 Prozent der Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien. Gibt es Möglichkeiten, auch mit dem künftig geringeren Investitionsbudget den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben? Wie sieht es mit Offshore Wind aus?“
 
Als aktiver Aktionär nutzen wir gezielt unsere Möglichkeiten. Wir nehmen Einfluss auf strategische Entscheidungen von Unternehmen, in die wir investieren, damit soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Im Sinne unseres Vote & Voice-Ansatzes führen wir jährlich mehr als 4.000 Gespräche mit Unternehmen und nehmen zirka 1000 Proxy Voting-Rechte wahr. Auf Hauptversammlungen treten unsere Experten als Redner auf und sensibilisieren für Themen wie Coporate Governance, Auswirkungen von CO2-Emissionen auf die Umwelt, Chancen erneuerbarer Energien, Konsequenzen von Rüstungsbeteiligungen und Kapitalmaßnahmen.
 
Weitere Details wie wichtig Union Investment die Thematik „Nachhaltigkeit“ ist, erfahren Sie unter dem folgendem Link auf unserer Homepage: https://unternehmen.union-investment.de/startseite/wofuer-wir-uns-engagieren/anspruch-grundsaetze/nachhaltigkeit.html
 
Bei Ihrer UniProfiRente sind per 30. April 2015 lediglich 3,1 Prozent im Fonds UniEuroRenta (Basis Wertpapiervermögen) in Anleihen aus den Branchen Energie, Versorgung sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe investiert.
 
Haben Sie weitere Fragen? Rufen Sie uns einfach an, wir sind gern für Sie da.
Mit freundlichen Grüßen aus Frankfurt am Main
 
Union Investment Privatfonds GmbH
 
René Kirsten
Kundenbetreuer
 
_________________________________
Union Investment Privatfonds GmbH
Weißfrauenstraße 7
60311 Frankfurt am Main
http://www.union-investment.deUnion_Investment_2010_logo

 

 

                            Mein Schreiben vom 27.5.2015:

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

vielen Dank für ihr Schreiben zur Anpassung der Sonderbedingungen für meine Altersvorsorge in der UniProfiRente.

Ich bin sehr besorgt über die realen Bedrohungen durch den Klimawandel und empfinde es moralisch und finanziell falsch, in Unternehmen zu investieren, deren Geschäftsmodelle das Verbrennen von mehr Öl, Gas und Kohle beinhalten.

Ich möchte Sie herzlich um Antworten zu folgenden Fragen bitten:

  • Welcher Anteil meiner UniProfiRente Anlagen wird in Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie investiert?
  • Mit welchen Maßnahmen, falls vorhanden, kann ich sicherstellen, dass meine UniProfiRente Anlagen nicht in Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie investiert werden?
  • Wenn es keine fossile Brennstoff freie Optionen bei Union Investment gibt, werden Sie versuchen in der Zukunft welche anzubieten? Organisationen wie FTSE und MSCI bieten bereits Indizes an, die fossile Brennstoffindustrien ausschließen.
  • Ich möchte, das Union Investment sich zum Ausstieg von den Top-200-Unternehmen mit fossilen Brennstoffen innerhalb von fünf Jahren verpflichtet und etwaige neue Investitionen in diese Unternehmen sofort stoppt. Ich bin besorgt über die finanziellen Risiken, da diese wahrscheinlich gezwungen sein werden, große Teile ihrer bestehenden Reserven in der Erde zu lassen. Analysen zeigen, dass in den letzten Jahren Pensionsfonds, die Anlagen aus fossilen Brennstoffen veräußert haben, finanziell die in fossilen Energieträgern investierten übertroffen haben. 2014 hatte der US-amerikanische Rockefeller Brothers Fund nach intensiven Analysen den Ausstieg aus „fossil fuel investments“ beschlossen.
  • Wenn die Union Investment Privatfonds GmbH sich zur keiner Strategie der Desinvestition aus fossilen Energieträgern verpflichtet, wird sie prüfen das Kohlenstoff-Risiko der Anlagen zu verringern?
  • Gibt es Pläne von Union Investment, eine kohlenstoffarme Wirtschaft durch Investitionen zu fördern?

 Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

 Mit freundlichen Grüßen

 Reinhard Sczech

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Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine im Jahr 2000 in London gegründete Non-Profit-Organisation mit dem Ziel, dass Unternehmen und auch Kommunen ihre Umweltdaten veröffentlichen wie die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen und den Wasserverbrauch. Einmal jährlich erhebt das CDP im Namen von Investoren anhand von standardisierten Fragebögen auf freiwilliger Basis Daten und Informationen zu CO2-Emissionen, Klimarisiken und Reduktionszielen und -strategien von Unternehmen. Das CDP verwaltet die mittlerweile weltweit größte Datenbank ihrer Art.

Mehr als 655 institutionelle Anleger unterstützen das Projekt als so genannte „Signatory Investors“. Zusammen genommen verwalten diese Investoren ein Vermögen von mehr als 78 Billionen US-Dollar und sind damit im Besitz eines Großteils der umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen der Welt. [1] Das CDP ist unabhängig und finanziert sich durch ein breites Spektrum an Sponsoren, außerdem durch Mitgliedsbeiträge und im Rahmen von besonderen Projekten und Partnerschaften. Die von den Unternehmen freigegebenen Daten und die jährlichen CDP Berichte sind auf der Internetseite des CDP für alle Interessenten frei verfügbar. Die Investoren, die das CDP unterstützen, erhalten auch Zugang zu nicht-öffentlichen Informationen.

Insgesamt gibt es 31 Samples, aufgeteilt nach Ländern, Regionen bzw. Sektoren.

 

Weitere Infos:
https://www.geld-bewegt.de/wissen/geld-versicherungen/nachhaltige-geldanlage/nur-wenige-rentenversicherungen-konsequent-nachhaltig

https://enorm-magazin.de/garantiert-saubere-rendite

 

Klimaschutzkonzept Rheinland-Pfalz

Bürgerinnen und Bürger von Rheinland-Pfalz hatten die Möglichkeit, an dem Entwurf für ein Klimaschutzkonzept mitzuwirken und ihre Ideen einzubringen: im Rahmen der Online-Beteiligung sowie in einem von drei Klimaforen, für das sie sich bewerben konnten.

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Zu jedem Klimaforum waren bis zu 40 Bürgerinnen und Bürger eingeladen, intensiv in kleinen Runden Maßnahmen für mehr Klimaschutz im Land an Thementischen zu diskutieren. Die Teilnahme am Klimaforum erforderte kein besonderes Vorwissen. Für fachliche Fragen standen während der Veranstaltung Experten zur Verfügung. Bereits im Vorfeld wurden ausführliche Informationen zur Verfügung gestellt. Am Ende der Veranstaltung übergaben die Sprecherinnen und Sprecher der Thementische ihren Meinungsreport mit den Diskussionsergebnissen an einen Vertreter bzw. eine Vertreterin des Wirtschaftsministeriums.

Hier gelangen Sie zu den Meinungsreports der drei Klimaforen:

Meinungsreport Ludwigshafen
Meinungsreport Trier
Meinungsreport Koblenz

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Hunsrücker Energiewende (auch) in Kanada erzählt

Die deutsche Energiewende erzählt der ehemalige Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises geschickt und anschaulich auch in Kanada.

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Useful Links:


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German experts to share best practices in renewable energy

Thought Leaders Forum on Oct. 29 will explore what it would take to make Alberta and Canada renewable energy leaders
October 24, 2014

Bertram Fleck is a lawyer and long-serving chief administrative office of Rhein-Hunsrueck county in Germany. Under his leadership, the county has become a net energy exporter by harnessing wind and solar energy.


Imagine living in an area with 100-per-cent renewable electricity. Science fiction? Not according to two German experts on renewable energy who will tell a University of Calgary audience next week what it’s like, how you get there.“Many people might think that 100-per-cent renewable energy is a futuristic idea from Star Trek, but it’s happening now in regions in Germany,” says Faculty of Social Work associate professor Mishka Lysack.“It’s remarkable,” says Lysack. “In 10 years, Germany has moved from six- to 28-per-cent renewable electricity. Over nine million Germans already live in regions with 100-per-cent renewable electricity. Today, about 380,000 Germans work in the renewables sector – far more than in oil, gas and coal. ”For location details and to register for the free Oct. 29 Thought Leaders forum, click here.Participants will hear how Germany’s Rhein-Hunsrueck county, with a population of more than 100,000, is electrically powered by wind and solar energy. In fact, the county produces 177 per cent of what it needs, making it a net exporter of electricity.Bertram Fleck, chief administrative officer, says Rhein-Hunsrueck was motivated to decrease its dependence on foreign sources — mainly oil and natural gas — and to create jobs. Reduced CO2 emissions is another benefit.“However, the most important reason for us was the explosive growth of energy costs, for which we had to find an alternative,” he says.“Nationally, the energy supply in Germany was and still is dependent on imports from Arab countries and Russia. In 2012, $130 billion Canadian was spent on energy imports nationwide,” says Fleck.Remarkably, the renewable energy suppliers have mostly been small, community-based power generators, sometimes single-family dwellings. In all, there are now two million power generators in Germany. Lysack believes the model offers important possibilities for Albertans.

“People in regions of Alberta value being energy self-sufficient, creating local jobs, and being resilient to the shocks of price fluctuations,” he says. “There are social, economic and environmental benefits, as well. That’s why Premier Prentice has been talking about a coal phase-out, highlighting renewables as a priority.”

The German renewable-energy movement has had remarkable success, and yet has had its challenges too, says Christine Wörlen, a Berlin-based consultant who has worked with national and international agencies on renewable energy for the past 15 years.

At first it was a smooth ride, as the public’s enthusiastic embrace of renewable-energy projects took everyone by surprise.

“In 2005, we said, ‘Oh, we’ve had record growth this year,’” Wörlen recalls.

“Then that record growth doubled and the year after that, it doubled again. We were constantly exceeding our expectations.”

But in the past year, the four major electricity producers have fought back. Marketing campaigns claimed that German consumers pay more for electricity because of renewables. Fleck says this argument ignores the fact that traditional power has long been subsidized by government.

“We are now experiencing a backlash in terms of policies. The large utilities are losing revenue,” explains Wörlen, because the law ensures renewable energy is used before other forms, which creates redundancy in portions of fossil-fuel-based electrical power.

Canada can benefit from Germany’s experience, she says, partly by emphasizing how hundreds of thousands of jobs were created in her country through community-based power generation. Also, renewable technology such as wind and solar equipment is much cheaper now than when Germany began to adopt it.

“The renewables trend is going to continue because, on a global scale, everything points in that direction,” Wörlen says. “It’s the only choice that makes sense.”

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Oct. 29, 2014 – Energiewende (Energy Shift): The Remarkable Renewable Energy Transformation in Germany: an inspiration for Alberta.

The share of renewable electricity in Germany rose from 6% to nearly 25% in only ten years. It is estimated that this share will be more than 40% by 2020.

  • How did Germany manage transition its energy system toward renewable energy so quickly?
  • Which policy tools were most effective?
  • What was the role of the municipalities and small businesses?
  • What is the economic spinoff of the transition in energy prices, job creation and the vitality of communities?

More than two decades ago, Germany adopted the first feed-in-tariff regulation, followed in 2000 of the Renewable Energy Act (EEA), giving priority to renewable energy generation to the grid. The Germany’s development bank KfW was also another tool mobilised in the energy transition: it supports municipalities and other actors to invest in renewable energy and energy efficiency.

The economic spinoffs are numerous, including:

  • Job creation. Today, roughly 380,000 Germans work in the renewables sector – far more than in the conventional energy sector. In addition, between 100,000 – 150,000 of net job creation is expected in the period from 2020 to 2030.
  • Decrease in electricity price. In 2012, wind and solar energy have driven down prices on the wholesale power market by more than 10%. Since 2010, prices are down by 32%.
  • Promotion of community’s and small business’ projects. By 2013, more than half of investments in renewables had been made by small investors.

Reference: Energy Transition: The German Energiewende, Heinrich Böll Foundationm November 2012, Revised January 2014, Energytransition.de (http://energytransition.de/2012/10/key-findings/)

Download speakers‘ presentation

  • Landrat Bertram Fleck’s presentation: click here
  • Dr. Christine Woerlen’s presentation: click here

In the media

  • Big pay­offs from clean energy, German official says, ‘Everything is impossible until it’s done’, By David Howell, in Edmonton Journal October 29, 2014: Click here
  • Green Party says reports that renewable energy can’t cut it are ’nonsense‘, By Hal Roberts, National Bureau; in Toronto Sun, First posted: Thursday, October 30, 2014 06:40 PM EDT: Click here

Keynote speakers

1) Bertram Fleck, Chief Administrative Officer (Landrat in German) of Rhein-Hunsrueck County

Born in 1949, Bertram Fleck is a lawyer and since 1989, Chief Administrative Officer (Landrat in German) of Rhein-Hunsrueck County, Germany (101,000 inhabitants, 400 employees). Prior to this, his high level civil service experience includes working in various tax offices in the financial administration of Rhineland-Palatinate, in the regional tax office, and as personal assistant to the Minister of Finance (equivalent to Treasury Secretary in the U.S.). Mr. Fleck has more than 23 years of experience in regional administration and sets priorities on various projects in the areas of climate protection and renewable energies.

About the Rhein – Hunsrück 100+% Renewable Energy District. Targets: 236% renewable power by 2014; 507% renewable power by 2020; 828% renewable power by 2050; 100% net zero emissions heat and transportation by 2020.

2) Dr. Christine Wörlen, founder and CEO of Arepo ConsultDr. Christine Wörlen is the founder and CEO of Arepo Consult, a small consulting company on sustainable energy in Berlin, Germany. She has been working in renewable energy for 15 years, starting with her work for the German parliament’s study commission on sustainable energy and her doctoral thesis. As Programme Manager at the Global Environment Facility she was responsible for the GEF grants for the World Bank, UNDP, UNEP and the regional multilateral development banks’ project in renewable energy in developing countries and emerging economy. Later as Head of Renewable Energies of the German Energy Agency dena, she managed support programs to German renewable energy companies and renewables’ grid integration. At Arepo Consult she is advising policy makers, NGOs, companies and international organizations on sustainable energy policy, monitoring and evaluation and the German Energiewende.

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Crowdfunding Film zur Energiewende von Frank Farenski